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Sojahack-Nudelsoße

Wenn am Sonntagabend der Hunger kommt und ich feststelle, dass wie erwartet die Gemüsevorräte noch für ein Hauptgericht gut sind, ist mal wieder die Improvisation angesagt. Diesmal mit Soja-Hack. Ein bisschen pervers ist es ja schon, dass für Vegetarier auf Biegen und Brechen Nahrungsmittel hergestellt werden, die Fleisch von Textur und Geschmack sehr ähnlich sind. Miss Clean hatte letztens eine vegetarische Lyoner im Kühlschrank, der man es kaum anmerkt, dass sie nicht aus totem Tier besteht.

Sojahack (auf dem Foto in der Mitte das Ausgangsmaterial – Sojabohnen) kommt nun nicht in die Verlegenheit, wie Hackfleisch zu schmecken, aber die Textur ist – fertig zubereitet – sehr fleischähnlich. Dem fleischfressenden Gatten sagte ich erst nach der Mahlzeit, dass kein Fleisch drinne war – und er fand es gar nicht so arg schlimm. ;-)

Eine schnelle Nudelsoße aus Gemüse zu zaubern, ist nun keine große Sache. Wie ich das Soja-Geschnetzelte allerdings aus seinem geschmacksneutralen Dornröschenschlaf wecke, musste ich erst durch Internetrecherchen erkunden. Aber es ist mir gelungen, deswegen hier das Rezept.

Zutaten für 4 Portionen
  • 100 g Soja-Hackfleisch (trocken)
  • 400 mℓ heißes Wasser
  • 1 EL Tomatenmark
  • Curry, Paprika Edelsüß, Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Sojasoße
  • 2 Zucchini
  • 1 Karotte
  • 1 kleines Stück Sellerie (oder etwas Staudensellerie)
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Oregano
  • Salz, Zucker
  • Olivenöl

Zubereitung

Sojakrümel mit heißem Wasser, Curry, Paprika, Tomatenmark und Pfeffer verrühren und mindestens 15 Minuten quellen lassen. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und fein würfeln, Gemüse putzen und würfeln (ich schneide gerne Karotten und Sellerie in ca. 5 mm große Würfel, die Zucchini etwa doppelt so groß).

Das Sojahack über einem Sieb abtropfen lassen, Einweichflüssigkeit auffangen. Olivenöl in einer Pfanne oder Kasserole erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten, Karotten und Sellerie dazugeben, 2 bis 3 Minuten mitdünsten, jetzt das gut abgetropfte Sojahack dazugeben und alles kräftig anbraten. Das dauert gut 10 Minuten. Reichlich Oregano dazugeben und kurz mitbraten, salzen, mit einem Spritzer Sojasoße verrühren. Jetzt noch die Zucchini dazugeben, nochmal kurz mitbraten und schließlich die Tomaten mit etwas Sojaeinweichwasser einrühren. Bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen (ca. 10 Minuten) und am Schluss mit Salz und Zucker abschmecken.

Die Soße haftete nicht besonders gut an der Pasta, weswegen etwas Parmesan als Klebstoff hochwillkommen war! (Ohne diesen ist das Rezept sogar vegan … was ich alles so esse …)

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2 Kommentare

  1. avatar Houdini sagt:

    Als ich in jungen Jahren für einige Zeit kein Fleischfresser war, gab es dunkelbraunes getrocknetes Soja-Hack, das schon in der Tüte aussah wie getrocknetes Hackfleisch, nicht so schöne Kügelchen wie Deine. Gibt es Dein Soja-Hackfleisch unter diesem Namen im Reformhaus, oder wo?
    Das Bild ist sehr gut gelungen.

  2. avatar Martina sagt:

    Meine Kügelchen sind in diesem Fall reine Sojabohnen … das Foto von der Hackpfanne habe ich uns erspart, auch die Trockenware macht nicht so viel her. Sieht leidlich aus wie grobes Hackfleisch, ja, in meinem Fall von Alnatura aus dem Bio-Kaufhaus (findet sich in Deutschland auch bei dm-Drogeriemärkten). Gibt’s aber auch im Reformhaus. Hauptsache es ist geschmacksneutral genug, dass man was draus machen kann.
    Aus den Kügelchen mache ich höchstens mal Sojamilch,wenn ich keine im Laden finde. Schmeckt aber scheußlich, wenn man das Käsetuch vorher mit Persil gewaschen hat, für sowas sollte man nur Waschnüsse verwenden. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte …

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