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Klassisches Nasi goreng

Na, Sie goreng? Nein, das ist eigentlich keine ernste Frage. Nasi goreng bedeutet, aus dem Indonesischen übersetzt, „gebratener Reis“ (nasi ist Reis). Vor über 20 Jahren lernte ich nicht nur einige Teile Indonesiens kennen, sondern auch die Küche dort schätzen. Ein Warung, eine Art Imbissbude, hat neben diversen Suppen immer auch Nasi Goreng im Angebot. Naja, fast immer. Der Warung „Ernita“ in Makale/Sulawesi bescherte mir nicht nur einen hartnäckigen Durchfall (und Feldversuche haben es erwiesen: es war das Essen dort), sondern auch das schmackhafteste Nasi Goreng einer fast dreimonatigen Reise. Hätten mich die Bakterien oder Amöben oder was auch immer in Ernitas Essen nicht fast gekillt, es wäre der beste Warung überhaupt gewesen. Aber wollen wir mal nicht nachtragend sein. Ernita ist heutzutage wahrscheinlich eine „alte“ Frau und der Warung ein Andenkenstand. Kurz nach uns kamen die Neckermänner. Für irgendwen leistet man als Backpacker immer Pionierarbeit.

Hier nun ein Foto vom kläglichen Rest einer riesen Pfanne hausgemachtes Nasi Goreng. Das ist so lecker, dass es nicht lange genug auf dem Teller bleibt, dass man es fotografieren könnte. Keine Verschlusszeit ist dafür kurz genug. ;-)

Zutaten für 4 Personen (untuk 4 orang)
  • 1 ℓ gekochter Reis (bitteschön, Duftreis darf es schon sein! Wer Uncle Ben oder Reis-fit nimmt, ist selbst schuld!)
  • 2 Eier
  • dunkle Sojasoße, Pfeffer
  • 1 Packung Tiefkühlgarnelen (die Hälfte davon schüttet man auf den Fußboden aus und füttert schließlich die Katzen damit)
  • 1 Schweineschnitzel (für orang muslim: Rindersteak)
  • 1 TL Trasi (Garnelenpaste; legitimer Nachfolger von Garum)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 mittlere Zwiebeln
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 1 Salatgurke
  • Röstzwiebeln
  • Öl zum Braten
  • 2 EL helle Sojasoße (oder mehr)
  • Sambal Oelek (spricht sich ulek … merkt’s euch!)

optional:

  • 1 Tomate
  • 1 grüne Paprikaschote

Zubereitung

Eier mit ein paar Spritzern dunkler Sojasoße und Pfeffer verquirlen. In einer beschichteten Pfann mit wenig Öl daraus zwei Omeletts machen, abgekühlt in Streifen schneiden; sie werden am Schluss über das Gericht gegeben.

Zwiebeln und Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Mit dem Trasi zu einer Paste zerkleinern. Glückspilze haben einen Mixer oder Blitzhacker. Pechvögel wie ich, denen im Moment wieder sämtliche Küchengeräte verrecken, machen das im thai-lao Mörser und sauen sich dabei heftig ein. Garnelen auftauen, abspülen, abtropfen, Schweineschnitzel/Rindersteak in feine Streifen schneiden. Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Tomate achteln. Gurke in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

3 EL Öl in einem Wok erhitzen und die Zwiebelmasse leicht anbraten, bis sie duftet. Garnelen, Fleisch und Paprika dazugeben und garen lassen. Nicht zu lange, das Fleisch sollte gerade durch sein, damit das nicht zu trocken wird. Reis und Frühlingszwiebeln dazugeben, gut rühren. Tomate unterrühren. Wenn der Reis schön heiß ist, noch die Sojasoße dazugeben und schon ist es fertig.

Auf einer Platte den Reis aufhäufen, mit Gurkenscheiben umlegen, mit Eierstreifen garnieren und mit Röstzwiebeln bestreuen. Bei Tisch sollten zum Nachwürzen die helle Sojasoße und Sambal Oelek stehen.

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2 Trackbacks

  1. Von Nasi Goreng vegetarisch am 8. Dezember 2010 um 15:01

    […] hatte sich für den Nachmittag vegetarischer Besuch angekündigt und so fiel diese leckere Version schon mal flach. Einfach das Fleisch durch Tofu ersetzen? Och nö, da hatte ich keine Lust […]

  2. Von Berner Geschnetzeltes am 12. Dezember 2010 um 16:54

    […] Ach je, gestern blieb bei mir dann auch die Küche kalt und jeglicher Appetit aus. Da wird mir hier in Zukunft was fehlen. Wer kümmert sich künftig um die Spargelköpfe?  Wer vernichtet die Reste, die die Zweibeiner verschmähen? Wer treibt beim Rezepteschreiben seinen Schabernack? Wer frisst jetzt die heruntergefallenen Garnelen? […]

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