Weintest Nr. 18: Französischer Rosé im 3-​Liter-​Gebinde vom Edeka

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Bisher habe ich mich an diese Weine in Schläuchen nicht herangewagt. Aber nach der Empfehlung von Weinnase bei Man kann’s Essen habe ich mich doch mal an einen solchen Wein gewagt. Beim Edeka entdeckte ich kürzlich drei französische Landweine, jeweils im 3-​Liter-​Schlauch — einen Weißwein, einen Rosé und einen Rotwein. 5 Liter wären mir jetzt für den Hausgebrauch zuviel gewesen, aber 3 Liter waren genau richtig und nach kurzem Überlegen entschied ich mich für den Rosé.

Französischer Rosé im 3-Liter-Schlauch vom Edeka

Französischer Rosé im 3-​Liter-​Schlauch vom Edeka

Die Packungsgröße ist übrigens sehr praktisch. Sie passt in das Getränkefach in der Tür und belegt dort weniger Platz als drei Weinflaschen. Gut gekühlt hatte der Wein dann Premiere zu einer Pizza. Und ich muss sagen, ich bin sehr angetan. Der Wein ist frisch und fruchtig, mit zarten Erdbeer– und Ananas-​Aromen. Keineswegs flach und ausdruckslos wie so mancher Rosé. Neben dem guten Wein gefällt mir auch die Verpackung. Das mit dem Zapfventil ist ausgesprochen praktisch. Auch nach fast zwei Wochen war der Wein noch unverändert gut. Bei Flaschenweinen hatte ich es schon, dass er bereits am nächsten Tag deutlich verloren hatte. Auf der Packung steht, dass er bis zu vier Wochen nach dem Öffnen frisch bleibt. Meiner war allerdings nach zwei Wochen alle, so dass ich dies nicht überprüfen konnte. ;-)

Der Schlauch kostet 5,99 €, das sind zwei Euro pro Liter. Ein, wie ich finde, sehr guter Preis. Demnächst werde ich auf jeden Fall auch den Weiß– und den Rotwein testen.

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Über Jürgen

Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn's sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

03. September 2009 von Jürgen
Kategorien: Tests, Wein | Schlagwörter: , , , , , | 3 Kommentare

Kommentare (3)

  1. avatar

    In der Vergangenheit hatte ich mit diesen Weinen immer das „Problem”, dass ich den Plastikschlauch rausgeschmeckt habe. So letztens erst wieder bei Bekannten, die Apfelsaft aus dem Schlauch kredenzt haben.
    Auch bei plastikverkorkten Weinflaschen schmecke ich leider die Polymer-​Note. Ich müßte mal wieder bei jemandem Wein verkosten, der sowas anbietet, selbst kaufen würde ich mir das nicht. Erst muss ich mich überzeugen lassen. ;-)

  2. avatar

    Bist Du ganz sicher die Polymere zu schmecken?!
    Da gibt es die nette Kellnergeschichte: Herr Ober der Wein hat Kork. Kellner: oh das ist ja schrecklich, kann aber eigentlich nicht sein.… verschwindet .…. kommt zurück Pfälzer Riesling
    mit Schraubverschluss.…Tja. Ist übrigens meinem Freund Jo, welcher, ein Restaurant hatte wirklich so passsiert, mit Pfälzer Riesling.
    Aber dennoch Chapeau für deine feinen Geschmacksnerven

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    @Gargantua … Gute Frage … meist mache ich den Wein auf oder sehe den Korken, deswegen … kann ich es nicht beschwören, kann natürlich pure Pfüffologie sein ;-) Beim Schlauch bin ich mir aber sehr sicher, zumindest bei allem, was ich da bisher getestet habe, und das über mindestens 20 Jahre. Die Überraschung mit dem Apfelsaft war sozusagen eine Blindverkostung, und nachdem ich mir dachte „uh, das schmeckt aber nach Plastik”, habe ich unauffällig in der Küche nachgeschaut, aus welchem Behältnis der an sich lecker naturtrübe Bioapfelsaft kam. Schade drum!

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