Unbekanntes Höchst: Leckere Hausmannskost im Gasthaus „Zum Bären”

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Hirschhackfleischpfanne mit Spinatspätzle im Gasthaus "Zum Bären" (Frankfurt-Hoechst)Das Wochenende durcharbeiten ist ja schon hart. Das es keine normale Arbeit war, sondern eher in die Rubrik „Fortbildung” gehört (in diesem Falle ein „Crashkurs” im Programmieren von Android-​Apps), macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil: konzentriertes Zuhören und Neues Lernen ist fast noch anstrengender, als Bekanntes abzuarbeiten. Umso wichtiger ist es dann, dass die Verpflegung stimmt. Und die stimmte nicht nur während des Kurses, sondern auch in der Mittagspause im nahe gelegenen Gasthaus „Zum Bären”. Nach eigenen Angaben, gibt es das schon seit 1799! Und seit dieser Zeit wird traditionelle Hausmannskost serviert. Und die ist wirklich von guter Qualität! Man merkt, dass der Küchenchef Wert darauf legt mit Rohprodukten zu arbeiten. Auch wenn Hausmannskost geboten wird, so zeigt er, dass man da durchaus auch Neues und Innovatives auf den Tisch bringen kann. So hatte ich am ersten Tag Hirschhackpfanne mit Spinatspätzle und Preiselbeeren — sehr lecker! Dazu ein üppiger Beilagensalat, der knackig und frisch war und mit einem sehr schmackhaften Dressing daher kam. Alles in allem eine üppige Portion für angemessene 11,80 €. Oder wie wäre es mit Elchessen (jeden Mittwoch ab 18 Uhr) oder Wildschweinkeule (jeden Freitag ab 18 Uhr)?

Natürlich fehlen die üblichen Frankfurter Klassiker nicht auf der Karte: Grüne Soße, Handkäs mit Musik oder Rippchen mit Kraut. Auch hier bewegen sich die Preise in einem Bereich, den man angesichts der Qualität und der Größe der Portionen gerne bezahlt: Bunter Salatteller mit Camenbert auf Toast und Preiselbeeren für 8,20 €, Wurstsalat mit Bratkartoffeln für 8,70 €, Rippchen mit Kraut, Brot und Senf für 9,20 € oder das Argentinische Rumpsteak mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln (oder Pommes) für 14,80 €. Ähnlich das Bild bei den Getränken: Der heiße Apfelwein (0,25 l) für 1,80 €, das kleine Pils (0,3 l) für 2,60 € oder das große Krusovice (0,5 l) für 3,90 €.

Beilagensalat im Gasthaus "Zum Bären" (Frankfurt-Hoechst)Sehr schön auch die diversen Aktionen, wie der „Große Sonntagsbrunch” (jeden 1. Sonntag von Oktober bis März) oder das Spanferkelessen am 3. Sonntag (13,50 € „All-​you-​can-​eat”) — und da wir am 3. Sonntag dort waren konnten wir das sogar ausprobieren. Nach Auskunft des testenden Tischgenossen war das ebenfalls richtig gut. Nur die Knödel, die gehen auch besser und sahen für mich jetzt nicht hausgemacht aus.

Auch der Service stimmt. Aufmerksam, schnell und auch wenn’s voll war stets freundlich. Ebenso schnell war übrigens auch die Küche an den beiden Tagen und sorgte mit dafür, dass unsere Mittagspause zeitlich im Rahmen blieb.

Fazit: Gutes Essen zu fairen Preisen und das alles in rustikalem Ambiente. Da gehe ich gerne wieder hin!

Ach, eines hätte ich jetzt aber doch noch zu meckern: Die doofen Sprossen auf der Hirschhackpfanne müssen wirklich nicht sein! ;-)

Gasthaus "Zum Bären" in Frankfurt-Höchst (Aussenansicht)

Gasthaus zum Bären

Höchster Schlossplatz 8
65929 Frankfurt-​Höchst
Telefon: (069) 30 93 43
Telefax: (069) 30 17 87

Öffnungszeiten (Winter):
Montag bis Freitag von 17:00 Uhr — 23:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage von 11:00 — 23:00 Uhr
Kein Ruhetag, durchgehend warme Küche!

Öffnungszeiten (Sommer):
täglich von 11:00 — 23:00 Uhr durchgehend

(Fotos: Gaby Becker und Gargantua)

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Über Jürgen

Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn's sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

24. Februar 2012 von Jürgen
Kategorien: Restaurantempfehlungen, Tests | Schlagwörter: , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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