Da die Bärlauchsaison voll am Laufen ist, habe ich mal wieder nach Bärlauchrezepten gesucht. Als Risotto, hatte ich es da schon? Nicht so, dass es einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätte. Nach sehr kurzer [...]
Straccetti mit Ruccola, Nobel-Gyros auf italienisch
Am besten geniesst man dieses Essen nach einem grossen Teller Spaghetti mit Pesto. Nicht weil man nach diesem Essen nicht zufrieden wäre, sondern weil sie nach diesem Essen nie wieder etwas anderes essen wollen. Sie wollen auch Rinderfilet nie wieder anders essen, und auch keinen keinen weiteren Gang danach. Wir haben es auch so gemacht. Eine grosse Portion Spaghetti mit Brennesselpesto. Und dann kamen die Straccetti mit Ruccola. Straccetti sind feinste Streifen vom Rinderfilet, hauchdünn geschnitten, gesalzen und gepfeffert und ganz zum Ende der sehr kurzen Bratzeit ein Teelöffel fein geschnittener Peperoni darüber. Das ist minimalistische Küche vom Besten. Krosse, feine Rindfleischstreifen einfach gewürzt und mit einem Hauch Schärfe. Danke an „Rock the Kitchen“ dort habe ich dieses wunderbare Rezept gefunden.
Zutaten für 2 Personen
- 1 Rinderfilet 200 g
- 40 g Rauke(Ruccola)
- ½ Limette
- 6 Esslöffel Olivenöl
- 1 Esslöffel weisser Balsamico
- 1 Esslöffel Pinienkerne
- 1 Teelöffel Kapern
- 1 Peperoni
- Pfeffer und Salz
Zweierlei-Bohnen-Salat mit Thunfisch
Nicht dass das Wetter am letzten Wochenende irgendwie sommerlich gewesen wäre. Aber trotzdem hatte ich keine Lust auf größerer Kochaktionen und fand die Idee einen Salattag einzulegen, gar nicht schlecht. Da der Salat ja eine Hauptmahlzeit darstellen sollte, musste er natürlich etwas reichhaltiger sein. Und da ist dieser Bohnensalat genau richtig. Zusammen mit den Kidney-Bohnen und dem Thunfisch ist das eine ebenso schmackhafte wie reichhaltige Angelegenheit. Breite grüne Bohnen hatte ich zwar nicht zur Hand, dafür aber zarte grüne Bohnen von der letztjährigen Ernte — eine gute Alternative. Die Kidney-Bohnen kommen natürlich aus der Dose. Ansonsten ist das ganze nicht in dieser kurzen Zeit zu realisieren. Aber ich finde geschmacklich macht es absolut keinen Unterschied. Die gerösteten Brotscheiben sind sozusagen die Sättigungsbeilage. ;-) Aber sie sind durchaus entbehrlich. Der Salat ist auch sehr gut partygeeignet, da man ihn längere Zeit im Voraus zubereiten kann. Für das Salatbuffet reicht die Menge dann ohne weiteres für ca. acht Portionen.
Zutaten
- 250 g breite grüne Bohnen (andere gehen natürlich auch)
- Salz
- 1 Stengel Bohnenkraut
- 2 Stengel Estragon
- 1 kleine Dose Kidney-Bohnen (Abtropfgewicht 150 g)
- 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (Abtropfgewicht ca. 150 g)
- 1 rote oder weiße Zwiebel
- Pfeffer
- 1-2 TL Dijon-Senf
- 2 EL Rotweinessig
- 2-3 EL Olivenöl
- 4 große Salatblätter
- 6 Kirschtomaten
Rote Linsen-Sellerie-Gemüse mit Kalbsbratwurst
Linsen waren früher eine „Sättigungsbeilage“, bevor die Kartoffel zu uns kam und lange bevor Spaghetti Bolognese oder Spaghetti Carbonara deutsche Herzen eroberten. Ich meine es war bei Fontane im „Stechlin“ oder bei den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ wo zum Wildschwein Linsenbrei gereicht wurde. Ich finde die Stelle nicht mehr. Mein rotes Linsen-Sellerie wurde auch zu Brei und das war beileibe kein Kochunfall. So schön rote Linsen ungekocht aussehen. Sie verlieren beim Kochen ihre Farbe und werden schnell breiig. Das sollte man wissen, wenn man rote Linsen zubereitet und hinterher nicht enttäuscht sein.
Zutaten
- ½ Zwiebel
- 3 Esslöffel Olivenöl
- 125 g rote Linsen
- 1 fingerdicke Scheibe Sellerie
- 1 Zweig Rosmarin
- 60 ml Gemüsebrühe
- 1 Kalbsbratwurst
- Salz und Pfeffer
Ziegenragout in Tomatensoße zur Pasta
Ziege kommt bei nur ganz selten auf den Teller. Dabei ist Ziegenfleisch durchaus lecker. Nur, ich bekomme es so gut wie nie in einem der fußläufig erreichbaren Geschäfte — weder in einem der Supermärkte noch im türkischen Lebensmittelladen. Ein Besuch auf dem Ziegenhof löst dieses Problem allerdings und so probierte ich dieses Ziegenragout in Tomatensoße. Das Gericht ist wohl griechischen Ursprungs, wo Zicklein — vor allem zu Ostern — häufig auf den Tisch kommen. Das Ragout ist nicht nur lecker, sondern hat auch den Vorteil, dass man es gut vorkochen kann — praktisch, wenn man Sonn– oder Feiertags Besuch bekochen will. Ach ja, ein Hinweis noch: wenn man sehr intensiven Zimt hat, so wie ich, sollte man den ggf. etwas früher rausnehmen. 45 Minuten waren hier genau richtig — nach 1 1⁄2 Stunden wäre mir das Gericht wohl zu zimtig (nicht zu verwechseln mit „zickig” ;-)) geworden.
Zutaten
- 3 EL Olivenöl
- 500 g Ziegenkeule ohne Knochen, oder Schulter oder Nacken
- Salz
- Pfeffer
- 250 ml Milch
- 2 Thymianzweige
- 1 Stück Zimtstange (ca. 2 cm lang)
- 1 Lorbeerblatt
- 2 EL Tomatenmark
- 400 ml Tomatenpassata (oder gehackte Tomaten)
- 200 ml Hühnerbrühe
- 2-3 Stängel glatte Petersilie







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