Nicht nur, dass das Bild von diesem Rezept ausgesprochen lecker aussah, auch die Idee mit dem grünen Spargel hat mir gefallen — Spargel statt Bohnen werde ich wohl noch öfters probieren. Auf jeden Fall Grund [...]
Die beste Tomatensoße für den besten Pizzateig
Zu dem neuen Pizzateig-Rezept habe ich auch eine neue Pizza-Tomatensoße ausprobiert. Die Unterschiede zu meiner bisherigen Pizzasoße sind vor allem die deutlich längere Kochzeit und dass die Zwiebel mitgekocht wird aber nicht drin bleibt. Ach ja und die Lorbeerblätter. Um diese Jahreszeit nehme ich natürlich keine frischen Tomaten, da sind die Dosentomaten allemal aromatischer und preiswerter. Die Soße passt übrigens nicht zur zu Pizza, sondern auch zu Pasta. Dann würde ich sie allerdings nicht pürieren. Da die Menge recht reichlich ist, habe ich einen Teil portionsweise eingefroren. Bei Gelegenheit will ich auch mal ausprobieren, eine fertig geformte mit Käse belegte und mit Soße bestrichene Pizza einzufrieren. Wenn die genauso gut wird, wie eine frisch zubereitete, wäre das eine Alternative zu Fertigpizzas — die ich ja nur kaufe, wenn mir die Zeit nicht reicht selber eine zu machen.
Zutaten
- 1 kg frische Tomaten oder 2 Dosen á 400 g ganze, gehackte oder passierte Tomaten
- 1/2 Bund Basilikum
- 2 EL frische Oregano-Blätter (oder 1 EL getrockneter Oregano)
- 4-5 Knochblauchzehen
- 1 große Zwiebel
- 1-2 Lorbeer-Blätter
- 2 EL Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
- Prise Zucker
Der (bisher) beste Pizzateig
Manchmal lohnt es sich, alte Gewohnheiten aufzugeben. Nicht, dass meine Pizzas, die ich bisher gemacht habe, nicht geschmeckt hätten. Aber der Teig ist mir nie so gelungen wie in einer guten Pizzeria. Mal war er im Geschmack zu hefig, dann wieder zu weich oder nach dem Backen zu dick. Ein anderes Mal riss er wenn man ihn zu dünn ausrollte. Und nie hatte er die Konsistenz, dass man ihn durch das Werfen von einer Hand auf die andere irgendwie in einen großen runden Pizzateigfladen hätte formen können. Kürzlich bin ich dann auf die Webseite www.perfekte-pizza.de gestoßen. Dort wird sehr ausführlich die Zubereitung eines „perfekten” Pizzateiges beschrieben. Wobei das „perfekt” vom Autor so gemeint ist, dass er seinen Teig perfektioniert und nicht, dass es der absolut perfekte Teig ist. ;-)
Tatsächlich war das Ergebnis schon beim ersten Versuch sehr überzeugend. Der Teig war geschmeidig und dennoch so fest, dass er auch dann nicht riss, wenn man ihn dünn ausformte. Nach dem Backen war der dick ausgeformte Rand locker und knusprig. Die Teigdicke war mit ca. 5 mm optimal. Das Geheimnis liegt nicht in den Zutaten. Ich hatte einfachstes 405er Mehl, normale Backhefe, Wasser und Salz verwendet — kein „Spezial-Pizzamehl” oder Ähnliches. Entscheidend ist offenbar das mehrfache Gehen, Stehen und Kneten des Teiges und die sehr lange Gehzeit. Bisher lag bei mir die längste Gehzeit bei zwei Stunden — manchmal sogar nur bei 30 Minuten. Klar, dass man dann mehr Hefe braucht, die man auch schmeckt, und der Teig sich eben wie ein herkömmlicher Hefeteig verhält.
Einziges Manko bei meinem ersten Versuch mit dem neuen Pizzateig: durchgängig knusprig war die Pizza nicht geworden. In der Mitte blieb der Teig eher weich. Ich denke das lag daran, dass ich keinen Pizzastein zum Backen habe. Mal schauen, ob ich mir so ein Teil nicht doch zulege.
Die Hälfte des fertigen Teiges habe ich übrigens in drei Fladen portioniert eingefroren. Ich bin gespannt, wie die Pizza mit dem tiefgefrorenen Teig wird und werde darüber berichten.
Zutaten
- 1 kg Mehl (einfaches Typ 405 genügt)
- 625 ml kaltes Wasser
- 1/4 Hefewürfel (das sind ca. 10 g)
- 3 gestrichene Esslöffel Salz
Weißweincreme mit Sahne (und ohne Eier)
Dessert kommt bei mir nur selten auf den Tisch. Okay, gelegentlich mache ich mal einen Vanille– oder Schokopudding. Aber zu besonderen Anlässen, z.B. zu einem Geburtstags– oder Feiertagsessen, probiere ich dann schon mal was Neues aus oder treibe etwas mehr Aufwand. Diesmal fiel meine Wahl auf eine Weißweincreme (wobei die jetzt nicht wirklich aufwändig war). Ein Rezept ohne Eier, dafür mit Sahne und Crème fraîche gefiel mir recht gut. Einziger Haken: Es sollte mit „1 Päckchen Vanillepuddingpulver” gemacht werden. Sowas gibt es bei mir schon lange nicht mehr. Also erstmal herausfinden, was da so drin ist. Na ja, keine schwere Aufgabe. Ein Blick auf eine Packung „Dr. Ö”-Puddingpulver zeigt „Stärke, Kochsalz, Aroma, Farbstoff Beta-Carotin”. Okay, eigentlich ist das nichts weiter als ein Tütchen Speisestärke mit Vanillearoma. Also habe ich das durch 30 g Speisestärke, einen Esslöffel selbstgemachten Vanillezucker und eine Prise Salz ersetzt. Als Wein kam ein Winkeler Hasensprung aus dem Rheingau zum Einsatz. Da der allerdings nicht halbtrocken sondern trocken war, habe ich etwas mehr Zucker genommen als im Originalrezept. Dazu ein paar Trauben, die aber mehr Deko sind, als dass sie etwas zum Geschmack beitragen — kann man auch gut weglassen.
Das Ergebnis fand ich jetzt nicht so recht überzeugend. Die Creme war zwar schön locker, für meinen Geschmack aber zu weich. Beim nächsten Mal probiere ich es mit 40 g Stärke. Auch geschmacklich ließ die Creme zu wünschen übrig. Irgendwie dürfte sie „weiniger” sein. Schuld dürfte das Wasser sein, das in den Wein sollte (wer kippt schon Wasser in Wein? ;-)). Oder es braucht einen kräftigeren Wein mit etwas weniger Säure?! Hier das Rezept mit den Änderungen für den nächsten Versuch.
Ach ja, auf ein Foto habe ich verzichtet. Die Creme hatte wenig Farbe und sah in der weißen Desserschale nicht besonders dekorativ aus. ;-)
Zutaten
400 ml500 ml halbtrockener Weißwein (z. B. Riesling Spätlese)100 ml Wasser30 g40 g Speisestärke- 75 g Zucker
- 100 ml süße Sahne
- 100 g Crème fraîche
- 1 EL Vanillezucker
für die Garnitur
- 2 EL Zucker
- 4 Rispen Johannisbeeren oder eine Handvoll Heidelbeeren oder Weintrauben
Flaschenpost von der südlichen Mosel, Crémant Brut Pinot
Vergessen sie alles was sie über Moselweine wissen, auch die Riesling-Weine von der der Unter-Mosel. Die südliche Mosel, früher Obermosel genannt, hat andere Böden. Kein Schiefer, dafür gibt es dort reichlich Kalkböden, Muschelkalk aus dem Trias. Manchmal sind diese Böden fossilführend, also im Weinberg nicht zu tief graben, sonst könnte eine versteinerte Schnecke über den Weg „huschen”. Die Burgunderrebsorten, Pinot blanc, Pinot noir und auch Auxerrois, eine Burgunderspielart, mögen diese Kalkböden sehr, sie lieben sie geradezu. Das Terroir prägt die Traube, gibt ihr seine aromatische Herkunft, die der Winzer mit Geschick in seinem Wein umsetzen muss. Weiterlesen →
Eingedeutscht: Kalbs-(oder Schweine-)Schnitzel in Marsalasoße
Eigentlich wollte ich italienisch kochen und habe mir ein Rezept für „Scaloppine al Marsala (Kalbsschnitzel an Marsalasoße)” rausgesucht. Aber irgendwie ist es mir dann doch eher „deutsch” geraten. ;-) Zum einen, weil ich vor dem Wochenende keine Kalbsschnitzel mehr bekommen habe und deshalb auf Schweineschnitzel ausgewichen bin. Dann sollte die Soße am Ende mit kalter Butter gebunden werden. Nachdem ich damit aber erst kürzlich ein wenig befriedigendes Ergebnis erzielt hatte und mit die Soße auch etwas zu streng schmeckte, habe ich die Schnitzel vor dem Braten mehliert und zum Schluss einen halben Becher Crème fraîche hineingegeben. Mit einer Prise Zucker und etwas Zitronensaft wurde es dann eine ausgesprochen leckere und cremige Soße. Ach ja, die Spätzle als Beilage sind jetzt auch nicht gerade italienisch, passen aber hervorragend. Alternativ wären sicher Tagliatelle nicht schlecht oder auch Kartoffeln. Und als Gemüsebeilage vielleicht etwas Broccoli? Aber der sah so im Supermarkt traurig aus, dass ich darauf verzichtet habe. Soviel zu meinem Versuch italienisch zu kochen ;-). Hier das Rezept für die eingedeutschten „Scaloppine al Marsala”:
Zutaten
- 600 g Kalbsschnitzel (oder Schweineschnitzel) dünn geschnitten
- Salz
- Pfeffer
- 1 Knoblauchzehe
- 4 EL Mehl
- 3 EL Olivenöl
- 3 EL Butter
- 200 ml trockener Marsala
- 100 g Crème fraîche
- 1 Zitrone
- 6-8 Zweige Basilikum
- Prise Zucker
zum Garnieren
- etwas glatte Petersilie
- ein paar Zitronenscheiben





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