Das Wochenende durcharbeiten ist ja schon hart. Das es keine normale Arbeit war, sondern eher in die Rubrik „Fortbildung” gehört (in diesem Falle ein „Crashkurs” im Programmieren von Android-Apps), macht die Sache nicht besser. Im [...]
Spargelrösti mit Kasselersalat
Ein Rezept aus dem aktuellen „Lust auf Genuss”-Heft „Spargel und Schinken”, das ich nach meinem Gusto etwas abgewandelt habe. Rösti mögen wir ja sehr gerne, Wurstsalat auch. Im Rezept vorgesehen war ein Salat aus gekochtem Schinken. Aber in Berlin bietet sich auch Kasseler an, das ich, damit es saftig und aromatisch bleibt, im Bratschlauch zubereitet habe. Daraus ergab sich ein wunderbarer Fleischsaft, der nach dem Abkühlen zum Kasselergelee wurde und prima in die Salatsoße gepasst hat. Ach … aber wovon ich gerade berichte, kann man wohl besser verstehen, wenn ich erst einmal das Rezept niederschreibe!
Zutaten
Für den Salat
- ca. 500 g Kasselerbraten (mager)
- 1 TL körniger Senf
- 4 EL Weinessig
- 3-4 EL Öl
- nach Geschmack Fleischbrühe oder Kasselersülze (vom Braten des Kasselers)
- 1 mittelgroße Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
- Salz, Pfeffer
Für die Rösti
jeweils ein Drittel
- vorwiegend festkochende Kartoffeln (400 g)
- grüner Spargel (dicke Stangen, 400 g)
- weißer Spargel (dicke Stangen, 400 g)
die Menge ergibt eine große Pfanne voll Rösti, 3–4 Portionen
- 2 EL Speisestärke
- Salz, Pfeffer
- Öl oder Butterschmalz zum Braten
Höllisch scharfe grüne Bohnen mit Rinderhüfte
Kürzlich brauchte ich mal wieder Chili-Nachschub. Am liebsten nehme ich die kleinen, scharfen. Beim letzten Einkauf gab es die leider nicht und ich musste große Pepperoni nehmen. Die waren so lasch, dass ich regelmäßig noch mit getrockneter, gemahlener Chili nachwürzen musste. Auch diesesmal gab es die kleinen Chilis nicht. Dafür hatte der Edeka mexikanische Habaneros im Angebot. Die habe ich noch nie verwendet und so packte ich neugierig eine Packung in den Einkaufswagen.
Vor dem ersten Einsatz habe ich natürlich erstmal ein Stückchen probiert. Mein lieber Schwan, die sind wirklich höllisch scharf! Meine Absicht eine ganze in das Gericht zu geben, habe ich gleich aufgegeben und eine halbe, entkernte Schote genommen. Das war immer noch sehr sehr scharf, war für mich aber noch okay. Weniger schärfetolerante Esser, sollten aber lieber auf Habaneros verzichten.
Die scharfen Bohnen mit Rinderhüfte sind sehr lecker und würzig. Ich habe es etwas soßiger gekocht, als das Originalrezept und statt breiter Nudeln Reis als Beilage gemacht.
Zutaten
- 350 g grüne Bohnen
- 300 g Rinderhüfte
- 125 ml Rinderbrühe
- 3 EL Rapsöl
- 2 EL Sojasoße
- 3 TL Speisestärke
- 2 Zehen Knoblauch
- 2-cm-Stück Ingwer
- 1 TL grüne Currypaste
- 2 EL Austernsoße
- 1 EL Fischsoße
- 1-2 TL Zucker
- 1 kleine Chilischote oder 1/2 Habanero
- Pfeffer
Apfel-Rote-Bete-Salat, und Forelle mit Brennessel-Pesto
Apfel-Rote-Bete Salat ist jetzt nicht so sonderlich innovativ. Wobei ich sagen muss, die Apfelschnitze bekommen eine wunderbare Farbe und zusammen mit der erdigen Note der Rote Bete, der Säure der Apfelschnitze entsteht eine gelunge Vorspeise. Im Originalrezept von Saisonküche wird dazu eine Meerettich-Sahne gemacht. Geht, aber ich hatte ein paar Tage zuvor in einer Kochbuchbesprechung von Pesto mit ganz jungen Brennesselzweigen gelesen. Das war es. Ich habe es in einer sehr kleinen Menge gemacht, weil es noch nicht genügend Brennesseltriebe gab. Und muss sagen sehr interessant. Und dazu gab es geröstete Brotwürfel. Für alle Frankfurter in der Diaspora, in New York,.♪♫.. Rio,..♫♪..Tokio, geröstete Brotwürfel sind natürlich „Krachelscher“. Ups, da hätte ich doch fast Berlin vergessen. Dabei wohnen dort mittlerweile unsere „Besten“!
Zutaten für 2 Personen
- 3 gekochte Rote Bete
- 1 Apfel
- 3 Esslöffel Rotweinessig
- 1 Esslöffel Olivenöl
- 1 Scheibe Roggenbrot
- 1 kleine geräucherte Forelle
- Pfeffer und Salz
Für das Brennessel-Pesto
- 1 Handvoll ganz junge Brenessel-Triebe
- Olivenöl
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Teelöffel Pinienkerne
- 1 Esslöffel geriebener Parmesan
- Pfeffer und Salz
Oberlecker: Ungarisches Paprikahähnchen — Csirkepaprikás
Wenn ich an ungarische Küche denke, fällt mir spontan Gulasch, Gulaschsuppe und Palatschinken ein und dann erstmal lange Zeit nichts. Geht es euch auch so? Dabei hat die ungarische Küche durchaus mehr zu bieten. Zum Beispiel das Nationalgericht Csirkepaprikás — Paprikahuhn — ein unglaublich leckeres Gericht. Dafür sorgt vor allem die würzige Paprika-Tomaten-Soße in der das Fleisch nach dem Anbraten fertig gegart wird. Man sollte für dieses Gericht auf keinen Fall Hähnchenbrust (noch dazu ohne Knochen) nehmen, Keulen mit oder ohne Rückenstück liefern saftigeres Fleisch. Die Haut muss man vor dem Anbraten unbedingt entfernen. Sie würde am Ende ohnehin nur weich und labberig — kein Genuss. Als Beilage sind Spätzle oder Knöpfle ideal und eventuell noch ein einfacher grüner Salat mit Vinaigrette.
Zutaten
- 3 Hähnchenschenkel mit Rückenstück oder 6 Hähnchenkeulen
- 2 rote Paprikaschoten
- 1 Dose (400 g) gehackte Tomaten oder drei Tomaten
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 100 ml Weißwein
- 200 g Schmand oder Saure Sahne
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL Schweineschmalz (oder ersatzweise Butterschmalz)
- 2 EL Paprikapulver, edelsüß
- 2 gestrichene EL Mehl
- Salz
- Pfeffer
- 1 TL gekörnte Hühnerbrühe
- Prise Zucker
Spätzle
- 250 g Mehl
- 2 Eier
- 125 ml Wasser
- 1 TL Salz
- 2 EL Butter
Zimtschnecken
Wie schön, dass ich so viele Nachbarn habe. Und wie schön, dass sie so viele Kinder haben. Allein bei uns im Haus sind es mittlerweile sieben. Und in den Nachbarhäusern nochmal unzählige. Was hat das zu tun mit Zimtschnecken? Es hat! Tante Fanny ist dafür verantwortlich. Nein sie war nicht die Hebamme der lieben Kleinen. Tante Fanny ist die Hefeteig-Packung von REWE, und die verwende ich gerne. Eine Rolle „Tante Fanny“ Hefeteig gibt 16 Zimtschnecken und was mache ich mit 16 Zimtschnecken. Das ist beim besten Willen nicht zu verputzen. Ich backe sie, dann verteile ich sie, am besten noch warm, denn Zimtschnecken sollten warm gegessen werden. Und dann freue ich mich, dass ich tausenden von Kalorien widerstanden habe.
Zutaten
- 1 Packung Hefeteig aus der Kühltheke, alternativ 500 g Hefeteig selbst gemacht
- 1 Zitrone
- 50 g Puderzucker
- 1 Esslöffel Hagelzucker
- einige Esslöffel Wasser
- 1 Apfel
- 4 Esslöffel Mandelblättchen
- 80 g Zucker
- 80 ml Sahne
- 1Esslöffel Zimt
- ½ Tonkabohne






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