Spargel-​Invasion (oder: weißer Spargelsalat)

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Das warme Wetter scheint die Spargelpreise geradezu in den Keller geschmissen zu haben. Am späten Nachmittag ist Spargel am Spargelstand natürlich fast ausverkauft, aber die drei Klassen, die es noch gab, waren außerordentlich preiswert. Ein sehr dünner Spargel kostete 1 Euro pro Kilo, eine relativ dicke Qualität mit leichten Flecken und Macken 3 Euro und eine eher mitteldünne Qualität, die ich gewählt habe, bei der auch krumme Stangen dabei waren, war für 4 Euro zu haben und damit das Teuerste, das die junge Frau mit den entzückenden Apfelbrüstchen noch zu bieten hatte. Die Renaissance-​Prinzessin stand im Nachmittagsgewitter und war sich nicht sicher, ob Spargel nass werden darf. Was soll ihm passieren? Soll die weiße Farbe abgehen?

Grüner Spargel war seltsamerweise nirgendwo mehr zu bekommen, in keinem Supermarkt und an keinem Stand. Gestern war wohl der „Internationale Tag des Grünen Spargel” und die Leute hatten die chlorophyllhaltingen Stangen zu sich nachhause zum Mittagessen eingeladen … keine Ahnung.

Der Spargelsalat aus weißem Spargel, den ich schließlich zubereitet habe, war so schnell weg, dass ich ihn nicht fotografieren konnte. Nun …

Eingeladen waren:
  • 1 kg weißer Spargel
  • Salz und Zucker zum Spargelkochen
  • 3 Eier, hartgekocht
  • 1 EL Schalottensenf
  • 3 EL Weinessig
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 Messerspitze Knoblauch, sehr fein gehackt
  • 2 EL geräucherter Bauchspeck (roh), sehr fein gehackt
  • 2 EL Distelöl
  • 2 EL Rapsöl (Bio)
  • 3 EL feingeschnittener Schnittlauch
  • Pfeffer, Salz

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14. Mai 2008 von Martina
Kategorien: Beilagen, Hausmannskost nach Hausfrauenart, Salate | Schlagwörter: , | Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nudelholz zum Erfolg

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[Trigami-​Review]

Das Nudelholz gilt gemeinhin als die Waffe der Hausfrau. Seit 2003 räumen aber die Macher von ROLLING PIN (Englisch für Nudelholz) mit diesem verstaubten Bild auf.

Das Hotel– und Gastronomiemagazin aus Graz (ein Ort, der mich zu verfolgen scheint) ist eines der führenden internationalen Fachmagazinen für Karriere & Erfolg in der gehobenen Gastronomie und Hotellerie. Das 16-​mal jährlich erscheinende Heft bietet nicht nur Themen für die sogenannten Entscheidungsträger in der gehobenen Gastronomie, sondern den wohl größten Stellenmarkt in diesem Bereich im deutschsprachigen Raum.

Als 3-​Sterne-​Fach-​Köchin und Laiendarstellerin auf der heimischen Küchenbühne interessiert es mich ja schon, das professionelle Leben auf der anderen Seite der Küchentür. Starr vor Bewunderung erlebe ich immer wieder, dass Profi-​Köche, egal ob prominent oder einfach nur aus der Küche der Kneipe um die Ecke, in erster Linie einmal gut ausgebildete Handwerker sind. Nie werde ich ohne fachliche Anleitung diese Meisterschaft im Stifteln von Karotten erreichen. Nie!

Das Online-​Portal von Rolling Pin bietet mir nun einen Einblick in die harte Welt des kochenden Arbeitsmarktes. Und nicht nur dieses. Gastronomie besteht ja in den meisten Fällen aus mehr als nur der Küche. Fast 3000 Stellen aus den Bereichen Animation/​Fitness, Beauty/​Wellness, Hilfskräfte, Housekeeping/​Etage, Küche, Management/​Verwaltung, Rezeption, Service und Sonstiges finden sich auf der Seite. Und dies nicht nur in Hotels oder Gastronomie um die Ecke: Wer nicht unter Seekrankheit leidet, findet hier garantiert seinen nächsten Job auf einem Kreuzfahrtschiff.

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13. Mai 2008 von Martina
Kategorien: zwischen den Mahlzeiten | Schreibe einen Kommentar

3. Rotkrauttest

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Apfelrotkohl

Zum Sauerbraten gibt es natürlich Rotkohl. Vorgewarnt durch Lotta-​Martinas Tests blieb das Aldi-​Kraut gleich außen vor. Stattdessen habe ich zu einem Glas „Apfelrotkohl — Der Klassiker” von Kühne gegriffen. Das sei mit „Apfelstücken und Johannisbeersaft” zubereitet, so verspricht es das Etikett. Klang erstmal nicht schlecht. Weiterlesen →

12. Mai 2008 von Jürgen
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Fisch mit scharf-​süß-​saurer Soße

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Der Einkaufs-​Gatte hatte die Aufgabe, frischen Fisch für die Feiertage zu besorgen. Gedacht war paniertes Fischfilet und Kartoffelsalat. Mitgebracht hat er ein halbes Aquarium voll Zander und mich mit Hundeblick gefragt, ob ich denn da nicht eine Mahlzeit mit einer süßsauren, asiatischen Soße machen könnte. Fragt er Samstagabend. Aber ein Blick in Küche und Kammer zeigte: Ja, geht, wenn auch mit etwas improvisierten Zutaten.

Hilfestellung hatte ich aus einem Kochbuch, das sich „Das komplette China Kochbuch” nennt. Der gewagter Titel einer Publikation von 1985 von Gloria Bley Miller aus dem Ravensburger Verlag. Das 800 Seiten starke, backsteingleiche Taschenbuch enthält über 1000 Rezepte aus den unterschiedlichen chinesischen Landesküchen. Leider wird es wohl nicht mehr aufgelegt, man bekommt es aber noch hier und dort antiquarisch. Ein Blick hinein lohnt immer wieder. Andere Kochbücher verwenden seltener Lotussamen oder getrocknete Entenfüße, viele Rezepte klingen schon recht authentisch. Allerdings wurden manche Zutaten auch gleich auf westliche Einkaufsmöglichkeiten hin verändert. So nimmt sie immer Sherry anstatt eines chinesischen Kochweins. Ihr Vorwort datiert von 1969, damals gab es zugegebenermaßen sehr viel weniger asiatische Supermärkte (und ich erinnere mich an die ersten deutschen jener Zeit, sowas findet man heutzutage nur noch auf dem Land, wenn überhaupt).

Durch den etwas überraschenden Essenswunsch habe ich zum Teil zu unüblichen Zutaten gegriffen — Grappa, Tamarindenmus, Weinessig … trotzdem war das Ergebnis geschmacklich sehr harmonisch. Optisch war es allerdings nicht ganz so der Reißer.

Das Sammelsurium
  • 400 g Fischfilet, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 4 dünne Scheiben Ingwer, erst in Stifte, dann in kleine Würfelchen geschnitten
  • 4 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1 EL Grappa
  • 2 EL Sojasoße
  • 3 getrocknete Shitake-Pilze, mind. 1/2 Stunde in heißem Wasser eingeweicht und in feine Streifen geschnitten
  • je 1/2 grüne und rote Paprika, in Rauten geschnitten
  • 2 EL sehr fein gewürfelter geräucherter Bauchspeck
  • 1 rote Chili, in feine Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Tasse Gemüsebrühe
  • 4 EL Palmzucker
  • 1 Schuss Weinessig
  • 1 EL Tamarindenpaste
  • 2 EL Tomatenmark
  • Mehl und Maisstärke
  • Salz, Pfeffer und Sojasoße
  • Öl zum Braten
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12. Mai 2008 von Martina
Kategorien: AsiaTisch, Hauptgerichte | Schlagwörter: , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Aubergine mit Käse-​Kräuter-​Füllung (Bhara Paneer Baigan)

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Eigentlich sollte es heute ja den Sauerbraten geben, den ich vor ein paar Tagen eingelegt habe. Aber wenn man dann kurzfristig einen Vegetarier zu Besuch bekommt, ist das nicht unbedingt das geeignete Gericht. ;-) Also gibt es heute diese gefüllten Auberginen und dazu einen Tomatensalat.

Zutatengefüllte Aubergine
  • 2 mittelgroße Auberginen (zusammen ca. 500 g)
  • 8 EL Öl (z.B. Distel- oder Rapsöl)
  • 2 Zwiebeln
  • 10 g Ingwer
  • 1 - 2 TL Cayennepfeffer
  • 2 - 3 TL gemahlener Koriander
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 100 g rote oder grüne Paprikaschote
  • 200 g indischer Käse (Chenna)
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz
  • ggf. Korianderblättchen zum Garnieren

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11. Mai 2008 von Jürgen
Kategorien: AsiaTisch, Beilagen, Hauptgerichte, Selbstversuch, vegetarisch, Vorspeisen, Zutaten | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

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