Die Idee für das Gericht fand ich auf der Webseite von Blanchet. Nicht dass ich auf die Idee käme diese simplen, in meinen Augen überteuerten, weil aufwändig beworbenen Weine auch zu kaufen. Aber [...]
Falsche Pizza und verschütteter Rotwein
Pizza mit selbstgemachtem Pizzateig ist natürlich besonders lecker. Schwierig zu machen ist der Teig auch nicht. Was mich aber doch das eine oder andere Mal davon abhält ihn zu machen, ist der Arbeits– und Zeitaufwand. Nun habe ich aber manchmal Lust auf Pizza und nicht die Zeit, um Teig zu machen. In solchen Fällen greife ich dann gerne auf den Fertigteig aus der Kühltheke zurück. Der ist durchaus okay. So hatte ich das auch gestern geplant. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den Edeka gemacht. Pizzateig war nämlich aus. Da ich bei der Kälte keine große Lust hatte, noch zum nächsten Supermarkt zu gehen, beschloss ich ein Experiment zu wagen, von dem ich in einem Forum mal gelesen hatte: Pizza auf Blätterteig. Den gab es noch reichlich und so packte ich eine Packung in den Einkaufswagen.
Gegenüber einer richtigen Pizza kommt hier keine Tomatensoße drauf, sondern nur Tomatenscheiben. Aber selbst das war noch zuviel Flüssigkeit für den Teig. Außer am Rand war er doch arg aufgeweicht nach dem Backen. Geschmacklich war die falsche Pizza zwar nicht schlecht, aber für mich ist das nicht wirklich eine Alternative zu einer echten Pizza mit Hefeteig. Da passte es dann ins Bild, dass ich zum Abschluss des Ganzen beim Hantieren mit dem heißen Blech das gerade gefüllte Glas Rotwein umgestoßen habe. Erstaunlich wie weit die Scherben fliegen und der Wein spritzt, wenn das Glas aus knapp einem Meter Höhe auf den Küchenboden knallt. ![]()
Zutaten
- 250 g fertigen Blätterteig
- 4 Tomaten
- 75 g grüne oder schwarze Oliven
- 1 große Zwiebel
- 250 g Greyerzer oder Emmentaler (ich habe von beiden Sorten etwas genommen)
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Oregano
- 2 TL Basilikum
- Salz
- Pfeffer
Yassa (Hähnchen in Zwiebel-Senf-Limettensoße)
Afrikanische Küche habe ich irgendwie nicht so richtig auf dem Schirm. Dabei gibt es da durchaus leckere Sachen. Dieses Yassa-Rezept, das ich bei Hüttenhilfe gefunden habe, gehört unbedingt dazu! Das Fleisch wird wunderbar zart und würzig und diese Zwiebel-Senf-Soße ist einfach oberlecker. Das Rezept stammt aus Westafrika, aus der Region Senegal/Gambia. Normalerweise muss das Hähnchen wohl mehrere Stunden marinieren. Das ist bei dieser Version des Rezeptes nicht nötig, da das Fleisch eingeschnitten wird und die Marinade in die Schnitte gefüllt wird — und somit intensiveren Kontakt bekommt. Auch die Zubereitung der Marinade ist gegenüber der traditionellen Rezeptur stark vereinfacht: Statt mühsam Chili, Knoblauch und die übrigen Zutaten im Mörser zu zerstampfen, kommen hier Sambal Oelek und die Knoblauchpresse zum Einsatz. Und da ich tiefgefrorene Petersilie verwendet habe, sparte ich mir sogar das Feinhacken derselben. Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass dieses Rezept durchaus für die Wochentagsküche geeignet ist. ;-) Authentisch nachkochen würde ich es dann doch eher mal an einem Wochenende.
Die Reismenge finde ich etwas zu üppig bemessen (und ich hatte sie schon von 100 g pro Person im Ursprungsrezept auf 75 g reduziert!). Ich für meinen Teil könnte sogar ganz darauf verzichten und würde dafür beim nächsten Mal die Kartoffelmenge verdoppeln. Anstelle von Huhn kann man übrigens auch Fisch nehmen. Den sollte man dann aber nicht auf diese Art marinieren, sondern ganz normal mit der Pasta einreiben und eine Stunde ziehen lassen. Natürlich muss dann auch die Garzeit am Ende angepasst werden. Ich denke mal — je nach Sorte — reichen 2 Minuten Bratzeit von jeder Seite und dann noch 5 Minuten dünsten in der Soße.
Zutaten
- 150 g Basmatireis
- 2 große Hühnerbrüste mit Haut und Knochen (ohne geht aber auch) oder 4 Hähnchenkeulen ohne Brustanteil oder 1 ganzes Hähnchen entsprechend zerteilt
- 6 kleine festkochende Kartoffeln
- 2 Gemüsezwiebeln oder 4 - 5 normale Zwiebeln
- 2 - 3 Limetten oder 1 - 2 Zitronen
- 75 g grüne Oliven
- 4 - 6 EL Dijonsenf
- 250 ml Gemüsebrühe
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Zucker
- Salz
- Pfeffer
Für die Marinade
- 3 TL Sambal Olek
- 2 Knoblauchzehe
- 1 TL Gekörnte Gemüsebrühe
- ½ Bund glatte Petersilie (oder 1/2 Päckchen TK-Petersilie)
Vorsicht scharf: Ente chinesisch mit Paprika und Erdnüssen
Nun habe ich es doch geschafft, ungesalzene Erdnüsse zu bekommen und konnte endlich dieses Entenbrustrezept ausprobieren. Gefunden hatte ich es schon vor längerer Zeit in einem Forum. Ich habe keine Ahnung, ob es authentisch ist, aber es ist auf jeden Fall lecker! Bei der Würzung und Soßenmenge bin ich etwas vom Ursprungsrezept abgewichen. Da meine Sojasoße sehr kräftig ist, habe ich die Menge reduziert und etwas mehr Wasser genommen, sonst wäre es mir zu salzig gewesen. Den Reisessig habe ich ergänzt. Ich finde, etwas Säure macht das Gericht irgendwie „runder”.
Die Chilischoten kamen bei mir samt Kernen hinein. Wer weniger schärfetolerat ist, sollte sie lieber entkernen und später ggf. mit etwas gemahlener Chili nachwürzen.
Zutaten
- 1 Entenbrust (ca. 350 g)
- 2 rote Chilischoten
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Zwiebel
- 1 rote Paprika
- 1 grüne Paprika
- 2 EL Erdnussöl
- 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
- 8 EL Sojasoße
- 100 ml Wasser
- 2 TL Speisestärke
- 2 - 3 TL brauner Zucker
- 30 g ungesalzene Erdnüsse
- 2 EL Thai-Basilikum
- 1 EL Koriandergrün
- 1 - 2 EL Reisessig
- eventuell noch etwas gemahlene Chili
Cordon bleu mit Kartoffelsalat
Über den Ursprung, ein gefülltes Schnitzel mit dem Namen „blaues Band” zu bezeichnen, gibt es verschiedene, durchaus auch wilde Theorien. Hier ist meine Geschichte vom Cordon bleu: Cordon bleu zählt seit meiner Jugend zu meinen kulinarischen Lieblingen, ähnlich wie Spargelcremesuppe aus der Tüte oder Jägersauce von Maggi. Von den beiden letzteren konnte ich mich erfolgreich befreien. Allein geblieben ist die Vorliebe für Cordon bleu. Ganz selten findet man es in der Gastronomie noch mit Scheibletten und Kochschinken, schade, weil das ist mein Original.
In Salzburg im „Gasthof alter Fuchs” habe ich im vorigen Winter ein richtiges leckeres Cordon bleu gegessen, das mich letztlich inspririerte, zuhause einmal den Klassiker nachzukochen: Cordon bleu mit Kartoffelsalat. Und vielleicht koche ich ja auch in einem Jahr das etwas andere Cordon bleu vom „alten Fuchs” nach. Wobei mein Klassiker auch durchaus lecker war, auch ohne Scheibletten.
Zutaten für 2 Personen
- 400 g Kalbsschnitzel
- 50 g Wacholderschinken
- 50 g Bergkäse, aus den Bergen der Schweiz oder auch Österreichs
- 1 Ei
- 5 Esslöffel Paniermehl
- 3 Esslöffel Olivenöl
- 4 Kartoffeln
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Lauchzwiebel
- 1 rote Spitzpaprika
- 4 Esslöffel Olivenöl
- 4 Essloffel weissen Balsamico
- Pfeffer und Salz
Orientalischer Reis mit Minze-Joghurt-Dip
Für den gestrigen, gemeinsamen Kochabend hatten wir diesesmal arabische/orientalische Küche als Motto gewählt. Neben den bereits erprobten Gerichten, wie den Marokkanischen Fleischbällchen (diesmal allerdings mit Rindfleisch statt mit Lamm) und der Hähnchen-Tagine gab es einen sehr leckeren orientalischen Reis und dazu einen Minze-Joghurt-Dip (das Rezept habe ich übrigens bei lecker.de gefunden). Bei uns war der Reis eher als Beilage gedacht. Dann reicht die Menge für sechs bis acht Personen. Aber er ist auch gut als Hauptgericht (nicht nur) für Vegetarier geeignet (Veganer brauchen nur einen Ersatz für den Joghurt zu finden, dann ist das auch sie ein schönes Gericht). Dann reicht die Menge für ca. 3 Personen. Wir haben den Reis mit Weißkohl gemacht. Der hat gegenüber Spitzkohl allerdings den Nachteil, dass ein normal großer Weißkohlkopf eigentlich zuviel ist — ein halber Kopf ist völlig ausreichend. Man sollte sich daher schon vorab eine Verwendung für die zweite Hälfte überlegen. Ach ja, und bitte auf jeden Falle nur frische Minze nehmen. Mit getrockneter wird das eher nichts.
Auf dem Foto sieht man den Reis leider nicht so gut — da alle schon ziemlich hungrig waren, musste das Fotografieren schnell gehen ;-). Er befindet sich in dem zweiten Topf von oben — direkt über der Schüssel mit dem Minze-Joghurt-Dip
Zutaten
- 1/2 Bund frische Minze
- 300 g Vollmilch-Joghurt (am besten den türkischen)
- Salz
- Pfeffer
- 100 g getrocknete Aprikosen
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 3 EL Öl
- 200 g Basmati-Reis
- 750 ml Gemüsebrühe
- 150 g rote Linsen
- 1 Spitzkohl oder kleiner Weißkohl (ca. 600 g)
- 4 EL Pistazienkerne
- 1/2 TL Zimt





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