Mistkratzer mit Wacholderkohl

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Hühnchen mit Wacholder-Weisskohl

Ob mein Mistkratzer jemals einen Misthaufen gesehen hat? Zumindest soll es ein freilaufendes Hühnchen gewesen sein, bevor es den Weg in den Backofen genommen hat. Den Namen Mistkratzer habe ich von Saisonküche übernommen, denn von ihnen stammt das Rezept. Dort heisst es „Mistkratzerli“, weil die Schweizer die Verkleinerungsform lieben. Es gibt Hörnli, Rippli, Knöpfli und was auch immer. Nur der Basler Morgenstraich heisst noch nicht Morgenstraichli, dazu ist er auch viel zu grossartig, als das er des Diminutivs bedurfte.

Für dieses Rezept brauchte ich auch Gin. Aber in Königstein trinkt niemand mehr Gin, zumindest gibt es keinen zu kaufen. Ich habe also Gin durch Korn ersetzt und die Wacholderbeeren, die im Rezept vorgesehen sind, in den Korn eingelegt. Ich dachte das könnte einen Geschmack nach Gin ergeben. Weit gefehlt. Es war ein grauenhaftes Gebräu, das zwar auch nach Wacholder schmeckte, aber auch nach sämtlichen schrecklichen Arzneien, die es auf der Welt gibt. Dass, das Rezept dennoch gelungen ist, verdanke ich dem Backofen.

Zutaten
  •  1 freilaufendes Hühnchen, noch besser aber eingefangen, und vielleicht auch
  • gerupft
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel Wacholderbeeren
  • ½ Weisskohl
  • 2 Esslöffel Honig
  • 2 Esslöffel Butter
  • 100 ml Gin, oder Korn
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Pfeffer und Salz

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Selbst gesammelt, selbst gemacht: Schlehenlikör

Selbstgemachter SchlehenlikörDieses Jahr war bei mir Likörjahr: Nach Kirsch-, Himbeer-, Brombeer- und Walnusslikör, gibt es zum Abschluss Schlehenlikör. Die letzten Jahre musste ich den immer wieder ausfallen lassen, weil an den einschlägigen Schlehenhecken kaum etwas zu finden war. Ich wüsste gerne woran das lag. Dieses Jahr war es aber wieder besser und die Ernte reichte nicht nur für die Eifeloliven, sondern auch für eine Charge Likör. Eigentlich soll man die Schlehen erst nach dem ersten Frost ernten. Das funktioniert hier in der Rhein-Main-Region in der Regel jedoch nicht. Oft kommt der erste Frost nicht vor Dezember und bis dahin sind die Früchte entweder von Vögeln weggefressen oder von anderen Likörliebhabern weggesammelt worden. 😉 Daher gab es den Frost in Form eines vierwöchigen Aufenthaltes im Gefrierschrank (was allerdings daran lag, dass ich kein passendes Gefäß mehr frei hatte und erst warten musste, biss der Brombeerlikör abgefüllt werden konnt ;-)). Ich weiß jetzt auch nicht, ob das Einfrieren den gleichen Effekt hat, wie der natürliche Frost. Das Ergebnis ist jedenfalls sehr lecker und lohnt die mühevolle Arbeit des Sammelns.

  • Zutaten
  • 350 g reife Schlehen
  • 100 g weißer Kandiszucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Flasche Doppelkorn (0,75 l)

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Walnusslikör hausgemacht

Selbstgemachter WalnusslikörDieses Jahr war bei mir Likörjahr. Soviele verschiedene Sorten habe ich noch nie gemacht. Neben Altbewährtem wie dem Brombeerlikör, habe ich auch einige neue ausprobiert. So zum Beispiel auch diesen Walnusslikör. Geschmacklich ist er zwar sehr schön geworden und hat ein tolles Nussaroma, aber für meinen Geschmack ist das zu süß. Gut vorstellen kann ich ihn mir im Moment nur auf einem Eisbecher – mit Vanille-, Nuss- oder Schokoeis.

Die Walnusskerne haben zwar einiges Aroma abgegeben, schmecken aber immer noch recht nussig. Das ist anders als bei den Fruchtlikören, wo die ausgelaugten Früchte nicht mehr verwendbar sind. Ich werde die Walnusskerne wohl demnächst mal in einem Nusskuchen verwenden. Zum Wegwerfen sind sie einfach zu schade. Auch die Vanilleschote läßt sich übrigens noch weiterverwenden. Einfach trocknen lassen und in ein Glas mit Zucker stecken. Da ist noch genug Aroma drin, um feinsten Vanillezucker zu machen.

Zutaten
  • 250 g Walnusskerne
  • 1 Vanilleschote
  • 3  Gewürznelken
  • 1 kleine Scheibe Ingwer
  • 1-cm-Stück Zimtstange
  • 300 g weißer Kandiszucker
  • 750 ml Doppelkorn oder Wodka

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Selbstgemachter Himbeer-Vanille-Likör

selbstgemachter Himbeerlikör

Die Himbeerernte ist ja schon eine ganze Weile vorbei, aber früher konnte ich den Likör leider nicht verbloggen. Zum einen muss er vier Wochen ziehen, bevor er fertig ist und zum anderen habe ich ihn auch nicht sofort nach der Ernte aufgesetzt. Himbeeren sind mit die empfindlichsten Früchte im Garten. Am besten isst oder verarbeitet man sie gleich am Tag der Ernte. Schon am nächsten Tag sind vollreife Früchte unter Umständen matschig oder fangen bereits an zu schimmeln. Das geht wirklich unglaublich schnell. Daher wandern Überschüsse gerne mal in den Gefrierschrank. Eingefrorene Himbeeren leiden zwar, was ihre Struktur angeht, aber das Aroma behalten sie. Damit sind sie immer noch sehr gut geeignet für Marmelade, rote Grütze oder aber, um einen Likör aufzusetzen. So läßt sich der Geschmack des Sommers noch bis in den Winter retten – das ist dann auch die richtige Jahreszeit für ein kleines Gläschen. 😉

Im Originalrezept ist eine ganze Vanilleschote vorgesehen. Damit wird der Likör recht „vanillig“ und ich findes es etwas zu intensiv. Beim nächsten Mal werde ich daher nur eine viertel bis halbe Schote nehmen.

Zutaten
  • 300 g Himbeeren
  • 150 g weißer Kandis
  • 1/2 bis 1 Vanilleschote
  • 700 ml Doppelkorn, Korn oder Wodka

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Selbstgemachter Kirschlikör aus Sauerkirschen

Selbstgemachter Kirschlikör aus SauerkirschenAuch die Kirschernte ist dieses Jahr ausgesprochen üppig ausgefallen: Rund 20 Kilo Sauerkirschen von hervorragender Qualität waren es. Ich glaube soviele Kirschen hat der Baum noch nie getragen. Eine gute Gelegenheit mal einen neuen Likör auszuprobieren: Kirschlikör mit Vanille. Angesichts der Kirschenschwemme habe ich gleich die doppelte Menge angesetzt und 1,2 kg bereits entkernte Kirschen genommen. Ursprünglich war im Rezept eine ganze Vanilleschote auf 600 g Kirschen und eine Flasche Korn vorgesehen – bei doppeltem Rezept also zwei Schoten. Für meinen Geschmack ist das zuviel. Nach einer Probe zur Halbzeit (also nach 10 Tagen) fand ich, dass das Vanillearoma genau richtig sei und nicht intensiver werden dürfte. Daher habe ich die Vanilleschoten entfernt. Beim nächsten Mal würde ich nur eine halbe Schote auf die einfache Menge verwenden und diese dafür länger drin lassen.

ausgelaugte Sauerkirschen nach drei Wochen im LiköransatzSo sehen die Kirschen übrigens aus, nachdem sie drei Wochen im Alkohol lagen: Blass und ausgelaugt. Aber umso leckerer ist jetzt der Likör. 😉 Er  hat ein sehr frisches, fruchtiges Kirscharoma mit einer säuerlichen Note – so wie es bei Sauerkirschen sein muss. Und auch die Süße ist genau richtig für meinen Geschmack.

Zutaten
  • 600 g Sauerkirschen
  • 250 g weißer Kandiszucker
  • 1  1/2 Vanilleschote
  • 1 Flasche Doppelkorn, 38 Vol.-% (0,7 l)

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Selbstgemachter Brombeerlikör

Wenn die Brombeerernte reichlich war, so wie in diesem Jahr, bieten sich neben Marmelade oder Gelee auch noch andere Möglichkeiten der Verarbeitung. Hier noch eine weitere Idee: Wie wäre es mal mit einem selbstgemachten Brombeerlikör? Der ist nicht nur lecker sondern auch ein prima Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk – schließlich kriegt man sowas kaum zu kaufen. Wichtig ist, dass man für den Likör aromatische Früchte verwendet. Die oft wenig aromatische Supermarktware scheidet da in der Regel aus. Selbstgepflückte aus dem Garten oder von wildwachsenden Brombeerhecken sind dagegen eine gute Wahl. Vollreif müssen die Früchte sein. Dagegen spielt die Größe keine Rolle. Im Gegensatz zur Brombeermarmelade werden die Früchte samt Kernen am Ende entsorgt und stören nicht weiter – nur das Aroma zählt. Aufgesetzt werden die Beeren mit einem möglichst geschmacksneutralem Alkohol:  Korn, Doppelkorn oder Wodka eignen sich am besten dafür. Und falls es jemand mal mit Grappa probieren sollte, wäre ich an einem Erfahrungsbericht interessiert. 😉

Zutaten
  • 200 g vollreife Brombeeren
  • 150 g weißer Kandiszucker
  • 1 cm Zimtstange oder ein 2-cm-Stück einer Vanilleschote
  • 700 ml Korn oder Wodka (1 Flasche)
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Selbstgemachter Brombeerlikör

Jürgen 21:39