Fünf-Stunden-Lamm

Zutaten
  • 1,2 kg Lammkeule mit Knochen
  • 5 Knoblauchzehen
  • 4 – 5 EL Öl
  • 1 Rosmarinzweig
  • 8 Salbeiblätter
  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Zwiebeln
  • 10 Aprikosen, getrocknete
  • 750 ml Rotwein (Bordeaux o. Burgunder)
  • 400 ml Saure Sahne
  • Sojasoße Salz, Pfeffer
  • 150 ml Joghurt
  • 1 EL feingehackter Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, Prise Zucker, Chilipulver

Schwierigkeitsgrad: Normal
Vegetarisch: Nein
Portionen: 4
Vorbereitungszeit: 20 (Minuten)
Kochzeit: 300 (Minuten)

Beschreibung

Das ist wirklich was für Sonntags. Es macht zwar nicht viel Arbeit. Ist der Braten erstmal im Ofen muss man sich jede Stunde nur zwei Minuten darum kümmern. Aber es dauert bis er fertig ist. Das Ergebnis ist dann jedoch unheimlich zart und lecker.

Zubereitung

Alle dickeren Fettschichten von der Keule entfernen. Im Originalrezept steht, dass man mit einem spitzen Messer etwa zwei Zentimeter von allen Seiten einstechen und in jedes Loch einen Knoblauchstift stecken soll. Da ich das zu intensiv finde, kommt der Knoblauch in anderer Form zu Einsatz. Das Fleisch mit zwei bis drei Esslöffeln Öl beträufeln und dieses einreiben. Suppengrün putzen, Zwiebeln schälen und alles grob zerteilen. Mit wenig Öl in einer Pfanne leicht anrösten. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Einen für die Keule passenden Bräter oder Topf (mit hitzebeständigen Griffen, denn der muss später in den Ofen) mit dem restlichen Öl auf dem Herd so stark erhitzen, dass sich leichter Rauch bildet. Keule einlegen und von allen Seiten scharf anbraten, bis die Oberfläche bräunt, salzen und pfeffern. Mit einem viertel Liter Rotwein ablöschen. Das angeröstete Suppengrün, die Zwiebeln, den Rosmarin, den Salbei und die Aprikosen dazugeben. Die Knoblauchzehen nicht schälen, sondern nur mit der flachen Seite eines großen Messers andrücken und ebenfalls dazugeben. Deckel auf den Topf bzw. Bräter legen und in den vorgeheizten Ofen stellen. Die Lammkeule jede Stunde wenden, dabei mit zwei Esslöffeln saurer Sahne begiessen und etwas Rotwein auffüllen. Deckel nach vier bis viereinhalb Stunden abnehmen (das Fleisch sollte dann schon sehr weich sein und sich fast schon ohne Widerstand vom Knochen lösen lassen), den restlichen Rotwein angiessen. Während der Bratzeit den Joghurt mit dem Knoblauch, Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und etwas Chilipulver vermischen. Wer mag kann auch ein Pfefferminze dazugeben. Der Dip sollte mindestens eine Stunde durchziehen können.Zum Serviere je nach Anzahl der Portionen in kleine Schälchen füllen. Im Originalrezept war als Dip eine Mischung aus 150 ml Joghurt, 60 g gehackte Hasel- und Walnüsse, Cayennepfeffer und 1 EL Honig vorgeschlagen. Das habe ich aber nicht getestet. Nach viereinhalb bis fünf Stunden sollte sich das Fleisch jetzt mit einem Esslöffel vom Knochen lösen lassen. Bei stärkerem Widerstand noch eine halbe Stunde Bratzeit mit gelegentlichem Begiessen zugeben. Die Keule aus dem Bräter herausnehmen. Den Ofen auf 50 Grad zurückschalten und das Fleisch in Alufolie eingewickelt auf einem Blech im Ofen warmhalten, während die Soße zubereitet wird. Den Bräter auf dem Herd erhitzen und den Bratensatz von Boden und Wänden abschaben und aufkochen lassen. Alles durch ein Sieb giessen und den Rückstand dabei gut ausdrücken. Je nachdem wieviel Fett man an der Lammkeule gelassen hat, muss man die S0ße noch etwas abschöpfen. Den zweiten Becher saure Sahne mit einem Esslöffel Mehl vermischen und mit dem Schneebesen in die Soße einrühren, nochmals kurz aufkochen und mit der Sojasauce abschmecken. Die Keule serviert man in einem Stück und zerlegt sie am Tisch ohne Messer mit einem grossen Löffel. Dazu den Joghurt-Dip servieren. Als Beilagen passen Salzkartoffeln oder Kartoffelklöße. Ich habe kleine Kartoffelklöße gemacht, die ich nach dem Kochen noch kurz in einer Pfanne in zerlassener Butter mit angerösteten Semmelbröseln geschwenkt habe. Dazu gab es grüne Bohnen in Butter geschwenkt mit etwas Thymian und einer angedrückten Knoblauchzehe. Getränk: ein kräftiger trockener Rotwein.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Jürgen 21:38