Spätburgunder-Risotto mit Waldpilzen

Eigentlich hatte ich heute Appetit auf Fisch und wollte das – letztens verschobene – Zitronenrisotto mit Lachs machen. Aber als ich dann dieses Rezept „Spätburgunder-Risotto mit gebratener Entenburst und Waldpilzen“ entdeckte, änderte ich kurzentschlossen den Speiseplan. Na ja, zumindest hatte ich es vor. Denn die Realisierung hing natürlich davon ab, dass ich die nötigen Zutaten auch einkaufen konnte. Und tatsächlich scheiterte ich an dieser Aufgabe. Weder gab es beim Edeka Entenbrust (ausverkauft), noch Pfifferlinge (zur Zeit nicht im Sortiment) oder frische Steinpilze (nur getrocknete waren vorrätig). Na gut, dann halt doch das Zitronenrisotto und so wanderte statt Entenbrust ein Packung TK-Lachs der Marke „Gut & günstig“ in den Einkaufswagen.

Zuhause erwartete mich dann allerdings eine unangenehme Überraschung: die beiden verbliebenen Bio-Zitronen waren schimmlig. Ich bin immer wieder erstaunt wie schnell das bei diesen Früchten gehen kann. Vorgestern hatte ich noch eine Zitrone verwendet und die verbleibenen sahen astrein aus – und heute waren sie beide zu einem Viertel mit diesem ekligen grünen Schimmelpilz bedeckt.  Nun war guter Rat teuer. Nochmal zum Einkaufen in den Regen raus? Nä, auf keinen Fall. Dann lieber improvisieren! Heraus kam meine eigene Version eines Spätburgunder-Risottes (mit getrockneten Waldpilzen). Dazu gab es den Lachs und eine Marsala-Creme-Soße. Obwohl alle drei Bestandteile dieses Essen für sich genommen außerordentlich gut geworden sind – die Soße war lecker, der Lachs perfekt auf den Punkt gegart und das Risotto  hervorragend – muss ich sagen, dass die Kombination einfach nicht passte. Schuld daran war der Lachs, der einfach nicht mit der Soße oder dem Risotto harmonierte. Ich hätte lieber ein Stück Rinderfilet dazu machen sollen (hatte ich natürlich ebenso wenig im Haus wie Ente ;-)). Na gut, zumindest das Spätburgunder-Risotto ist es wert verbloggt zu werden. Die Version mit der Ente und den frischen Pilzen probiere ich, sobald wieder Enten beim Edeka eingeflogen sind und die Pilzversorgung sich gebessert hat.

Spätburgunder-Risotto mit Waldpilzen

Spätburgunder-Risotto mit Waldpilzen

Zutaten
  • 2 Schalotten
  • 1 TL Petersilie
  • 1 TL Schnittlauch
  • 1 TL Kerbel
  • 15 g getrocknete Waldpilzmischung
  • 3 EL Olivenöl
  • 125 g Risotto-Reis (Risotto)
  • 2 Knoblauchzehe(n)
  • 250 ml Wein, Spätburgunder
  • 150 ml Hühnerbrühe
  • 4 EL junger Parmesan, fein gerieben
  • Salz, Pfeffer

Portionen: 2
Zubereitungszeit
: 45 Minuten

Zubereitung

Die getrockneten Waldpilze mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 30 Minuten einweichen lassen. Die Pilze können auch mehrere Stunden einweichen.

Schalotten sehr klein Würfeln, Knoblauch fein hacken. Beides einem hohen Topf in reichlich Olivenöl glasig anschwitzen. Den Reis zugeben und einige Minuten und ständigem Rühren mitdünsten. Nach und nach den Spätburgunder und die Hühnerbrühe zugeben,  so dass er immer etwas nass ist, aber nicht in der Flüssigkeit „schwimmt“.

Nach 20 Minuten die Pilze abgießen, zu dem Risotto geben und 5 Minuten mitdünsten. Die Kräuter fein hacken und mit dem geriebenen Parmesan vorsichtig in das Risotto einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Spätburgunder-Risotto mit Waldpilzen

Jürgen 20:25