Brombeertarte, aber bitte mit doppelt Brombeeren !

Die Brombeertarte sah super aus, ein schönes Purpur und die eingelegten Früchte waren sehr dekorativ. Ich wollte bewusst keinen Mürbeteigboden mit aufgelegten rohen Früchten, die man entweder roh auf den ausgebackenen Mürbeteigboden legt oder aber mit bäckt. Da befürchtete ich totalen Matsch herauszubekommen. Deshalb hatte ich auf meine bewährte Patissiercreme zurückgegriffen und dann einige Brombeeren aufgestreut. Leider hat die Patissiercreme den Brombeergeschmack doch erheblich minimiert, was ich nicht gedacht hätte. Es schmeckte eher wie Füllung einer Konditor-Schnitte, war zwar lecker aber nicht das was ich mir erhofft hatte. Deshalb meine Empfehlung , wenn man die Tarte mit dieser Brombeer-Patissier-Creme backen möchte, richtig dick noch mal weitere rohe Brombeeren einstreuen, dann kommt auch der Brombeergeschmack deutlicher.

Zutaten für den Mürbeteig
  • 180 g Mehl
  • 100 g Butter 10 g zum Fetten der Form
  • 50 g Zucker
  • 2-3 Esslöffel Wasser
  • 1 Prise Salz
Zutaten für Konditoren-Creme/ Creme patissier
  • 150 g Zucker
  • 4 Eier
  • 100 g Butter
  • 200 g Brombeeren zusätzlich 100 g zum Belegen
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Rinderhüftsteaks mit marinierten Petersilienwurzeln

Manchmal ist Essen wie Neuland. Ich hatte noch nie Petersilienwurzeln zubereitet. Die Aussage des Gemüsehändlers auf dem Markt,  die gerade erstandenen Petersilienwurzeln, zuzubereiten wie Karotten fand ich jetzt auch nicht den Knaller, dann hätte ich ja auch Karotten nehmen können.  Auch Wiki ist nicht richtig hilfreich, wenngleich durchaus unterhaltsam: „Wurzelpetersilie wird am meisten von der Gierschblattlaus auf den Blättern befallen“. Allerdings ist die Gierschblattlaus noch nicht auf Wikipedia angekommen, so dass sich nicht klären lässt, warum die kleine Laus gerade lukullisch die Wurzelpetersilie bevorzugt. Blieb nur die Rückkehr zu den klassischen Internetforen, in diesem Fall war es „Essen und Trinken“.  Ein dort gefundenes Rezept für marinierte Petersilienwurzeln überzeugte,  zumal sie anschliessend noch mit einer Meerrettichsahne überzogen wurden, und das ist einer meiner Lieblingsbeilagen zu kurz gebratenem Rindfleisch.  Petersilienwurzeln schmecken gar nicht nach Karotten, sondern irgendwie zwischen Knollensellerie, Pastinaken und eben Petersilienwurzeln.  Noch Fragen?

Zutaten für 2 Personen
  • 2 Rinderhüftensteaks
  • 400 gramm Petersilienwurzeln
  • 1 Lauchzwiebel
  • 6 Esslöffel Weissweinessig
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Lauchzwiebel
  • 2 Esslöffel saure Sahne
  • 3 Teelöffel Meerrettich
  • Petersiliengrün zum Dekorieren
  • Pfeffer und Salz
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Sardinenklösschen auf Erbsencoulis, Quenelles de Sardine sur coulis de petits pois

Ich mag Sardinen, auch wenn sie einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmack haben,. Vor allem wenn sie, wie in Spanien und Portugal unausgenommen auf dem Grill landen. Aber es ist noch schlimmer ich mag auch Ölsardinen aus der Dose, kulinarische Abgründe. Jawoll! Aber ich stehe dazu und beim Stöbern im Internet bin ich dann auch wirklich auf ein Rezept mit Ölsardinen gestossen und das im Mutterland der feinen Küche, in Frankreich. Luis Robin, von dem stammt dieses Grundrezept, betreibt ein Restaurant in Nantes und ich traue mich endlich aus der Nische des Dosenfutters heraus mit einem fast geadelten Rezept.

Zutaten für 2 Personen
  • 1 Dose Ölsardinen in Olivenöl
  • 150 gramm gepulte Erbsen
  • 80 gramm Ziegenfrischkäse
  • ½ Zitrone
  • ½ Bund Schnittlauch
  • Pfeffer, Salz und eine Prise Muskat
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Die Bahn kulinarisch, mit Tim Mälzer im Speisewagen….. fast

Vorbei die Zeiten als die Bahn ihre Speisewagen abschaffen wollte, und uns nur noch mit gummiartigen, folienverschweißten Baguette beglücken wollte, bei denen es eigentlich egal war ob sie mit Schinken oder Käse belegt waren. Lediglich die Thunfisch“Baguette“ waren anders, weil nach dem Entfernen der Folie der Thunfisch samt Tomate sofort herunterfiel. Damit hat es ein Ende, die Bahn rüstet auf, zumindest kulinarisch. Deutsche TV-Köche arbeiten unter dem Namen „TV-Köche fahren Bahn“ für die Deutsche Bahn und stellen monatsweise jeweils drei Rezepte vor. Im Juli hatte ich bereits das Vergnügen Hühnerbrust mit Chorizofüllung von Stefan Marquard essen zu dürfen, war lecker, hatte aber leider den Fotoapparat im Wagen vergessen. Diesmal habe ich den Foto nicht vergessen und es gab Rinderroulade mit Feigen und Kartoffel-Zitronen-Basilikum-Püree von Tim Mälzer

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Brombeer Joghurt Sorbet, erfrischender wird dieser Sommer nicht mehr

Bei den Brombeeren ist es wie mit Geheimtipps, die man nicht bekommt. Ich glaube jeder hat seine unbekannte Brombeerhecke, die kein anderer kennt und findet, an der die besten, grössten und süssesten Brombeeren wachsen, die es auf dem Erdenball überhaupt gibt. Ich erinnere mich an eine Rheingauwanderung auf der ich einem Ehepaar begegnete das einen Riesenkorb saftiger Brombeeren gesammelt hatte, und sie wollten, soweit ich mich erinnere auch Brombeereis machen. Hier wurde wahrscheinlich der Grundstein gelegt für mein Brombeersorbet,  gedanklich zumindest.  Viel unprosaischer habe ich meine Brombeeren im Obstladen gekauft, weil bei meinem „Geheimtipp“, die Brombeeren noch nicht reif sind.

Zutaten
  • 250 gramm Brombeeren
  • 1 milder Joghurt
  • 7 Teelöffel Zucker
  • 1 Spritzer Zitrone
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Vitello tonnato al pepe verde, Kalbfleisch mit Thunfischsauce und grünem Pfeffer

Aus dem Urlaub zurück gekommen, ein kurzer Blick in den Kühlschrank ob Sardellen und Kapern noch vorrätig sind. Dann die restlichen Zutaten besorgen und los kann es gehen mit mit meinem geliebten vitello tonnato, einem leckeren Sommeressen. Als ich mit der Zubereitung begann entpuppten sich die Kapern als grüne Pfefferkörner. Ich sollte erst in den Kühlschrank nach der zweiten Tasse Kaffee sehen. Also statt Kapern, die dort hinein gehören, grüner Pfeffer, unfreiwillig ein neues Rezept kreiert, gar kein Schlechtes, nur muss man mit der Menge grünem Pfeffer vorsichtig sein sonst überdeckt er den doch eher sanfteren Thunfischgeschmack.

Zutaten für 2 Personen
  • 400 gramm Kalbsnuss oder auch Kalbsbraten
  • 125 ml Weisswein
  • 1 Kräuterstrauss mit Rosmarin, Lorbeer und Thymian
  • 30 ml Olivenöl
  • 1 Dose Thunfisch
  • 3 Sardellenfilets
  • 2 Eigelb
  • 1 Zitrone
  • 1 Joghurt
  • 2 Esslöffel Weissweinessig
  • 2 Teelöffel eingelegte grüne Pfefferkörner, für das klassische Vitello tonnato natürlich Kapern
  • Pfeffer und Salz

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Roastbeefröllchen mit Gorgonzola auf Kohlrabicarpaccio und Kartoffelchips

Nein keine  Schinkenröllchen, heute gibt es Roastbeefröllchen und zwar sehr leckere. Schinkenröllchen, war das vielleicht eine Creation von Clemens Wilmenrod?  Waren die nicht mit Fleischsalat gefüllt, damit man ordentlich was auf die Rippen bekam. Heute geht es mehr um das Hüftgold , wie Martina so schön schreibt. Dennoch sind Röllchen jedweder Art in der Küche sehr präsent. Involtini, Rouladen, Fischröllchen, Wrap  was immer auch sich rollen und füllen lässt. Cornelia Poletto hatte letztens bei Lanz Hühnerbruströllchen gekocht, klang sehr lecker. Ich habe mir die Sache einfach gemacht und Roastbeefscheiben gefüllt mit einer Creme aus Gorgozola und scharfen Merrettich, ich hätte nicht gedacht das diese Kombination so gut zusammen passt, habe sie vorher im Labormassstab ausprobiert und es war oberlecker. Dazu ein paar krosse Kartoffelchips, die mag ich auch im Sommer und es ist ein perfektes Essen.

Zutaten für 2 Personen
  • 200 gramm aufgeschnittenes Roastbeef
  • 50 gramm Gorgonzola
  • 2 Teelöffel scharfer Meerettich, aus dem Glas macht die Sache einfacher
  • 1 Kohlrabi
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel weisser Balsamico
  • 1 Lauchszwiebel
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 4 mittelgrosse Kartoffeln
  • Pfeffer und Salz

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Hackfleischbällchen gefüllt mit Chorizo und süssauren Karotten, Carote in agro

Diese Rinderhackbällchen sind richtig würzig, und die Chorizo gibt ihnen dazu eine schöne Schärfe. Das ist gut, wenn man vielleicht durch die Gartenarbeit oder durch Sport so richtig geschwitzt hat. Bei den Temperaturen in den vergangenen Tagen war ja „das Erdendasein an sich“ durchaus schon eine schweisstreibende Angelegenheit und da tut etwas Scharfes, Salziges so richtig gut. Ich erinnere mich an eine Wanderung mit meinem Sohn, an einem heissen Tag im Rheintal, ich meine er hat drei Currywürse nacheinander verdrückt, wahrscheinlich weniger wegen der Würste, sondern wegen des Salzes. Aber heute gibt es keine Currywurst es gibt leckere Rinderhackbällchen mit Chorizofüllung. Die süsssauren Karotten lassen sich sehr gut vorbereiten, und im Sommer würde ich sie gerne nur kalt geniessen. Wie sich auch die Hackbällchen abgekühlt oder gar kalt geniessen lassen.

Zutaten für die Hackbällchen
  • 500 gramm Rinderhack
  • 1 Ei
  • 2 Esslöffel Paniermehl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • einige Scheiben Chorizowurst
  • 500 ml Olivenöl
  • Pfeffer und Salz

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Gasthaus Schütz, eine Reise in die Pommes freie Zone Hintertaunus

Ich meine damit nicht, dass es irgendein Qualitätsmerkmal wäre keine Pommes Frites zu haben. Es ist nur auffallend. Fiel meinem Mitwanderer und mir vor vielen Jahren schon in anderen Gasthäusern des Hintertaunus auf. Es gab Kartoffeln und Klöße statt Pommes und Kroketten. Mittlerweile wurden einige dieser Gasthäuser von ihrer Mitbewerbern mit der Fritteuse erfolgreich bekämpft und haben aufgegeben oder sie haben sich angepasst und schwimmen mit im Frittenfett.

Das Gasthaus Schütz hat sich zumindest bei diesem Besuch als Pommes freie Zone gezeigt, sowohl auf der „normalen“ Speisekarte, wie auch der Mittagskarte gab es bodenständige Küche, die in ihrer Zusammenstellung sehr an die Küche der 70er Jahre erinnert, beispielsweise Schweinerückensteak mit Champignons, grüner Pfeffersauce, Reis und Salat. Der Salat kam, wie immer, zuerst. Es war Kopfsalat, frisch, mit Sauerrahmdressing, Schnittlauch und Borretsch, selbst gemacht. Allerdings war die Salatschleuder an diesem Tag wohl ausser Betrieb, sodass sich unten in der Schale das Wasser sammelte. Das Rückensteak saftig, die Champignons aus der Dose, eben wie in den Siebzigern. Die Pfeffersauce war der aufgegossene Brateinsatz, reduziert, ohne Sahne schnörkellos eben wie ein Sugo. Ich habe sie komplett ausgelöffelt, oberlecker.

Unser zweites Essen war Sauerbraten, rheinische Art mit Apfelkompott-Preiselberren und Klößen. Das Fleisch zart, die Klöße nicht selbst gemacht und die Sauce nicht reduziert und mit etwas Stärke abgebunden, wohl nicht typisch, aber deshalb nicht schlecht, eben etwas anders. Der Sauerbraten mit € 8,20 und das Rückensteak mit € 9,20 durchaus preiswert. Alle Tagesgerichte unter 10 €, lediglich das Rehragout mit Champignons und Schweinelendchen mit Rahmsauce, Speckstreifen und Pfifferlingen lagen etwas über 10 €.

Ansonsten gibt es aus der Alltagsküche Rumpsteak, Schnitzel, Bratwurst mit Brot und die ganze Palette der belegten Brote vom Bratenbrot, strammer Max bis hin zum Käsebrot alle Brote unter €4.

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Saiblingfilet mit Petersilienmayonnaise und Gurkensalat

Sommerküche sollte schnell gehen. Ich hätte keine Lust stundenlang in der Küche zu stehen, zu hacken, rühren und was auch auch immmer bei einem feinen Essen ansteht. Das heisst nicht das Sommerküche nicht ebenso lecker sein kann. Sie sollte abgestimmt sein auf die Temperaturen, frisch und leicht. Das Rezept ist im Original eigentlich mit einer Meeräsche, aber die Saiblingfilets in der Fischtheke sahen wirklich verlockend aus und der Gurkensalat mit einer Petersilien“mayonnaise“, die auch gut zum Fisch passt, einfacher gehts nicht.

Zutaten pro Person
  • 200 gramm Saiblingfilet
  • ½ Landgurke
  • 10 gramm Butterschmalz
  • 1 Eigelb
  • 8 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 3 Stängel glatte Petersilie
  • 75 gramm saure Sahne
  • Pfeffer und Salz
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Saiblingfilet mit Petersilienmayonnaise und Gurkensalat

Gargantua 19:34