Saiblingfilet mit Petersilienmayonnaise und Gurkensalat

Sommerküche sollte schnell gehen. Ich hätte keine Lust stundenlang in der Küche zu stehen, zu hacken, rühren und was auch auch immmer bei einem feinen Essen ansteht. Das heisst nicht das Sommerküche nicht ebenso lecker sein kann. Sie sollte abgestimmt sein auf die Temperaturen, frisch und leicht. Das Rezept ist im Original eigentlich mit einer Meeräsche, aber die Saiblingfilets in der Fischtheke sahen wirklich verlockend aus und der Gurkensalat mit einer Petersilien“mayonnaise“, die auch gut zum Fisch passt, einfacher gehts nicht.

Zutaten pro Person
  • 200 gramm Saiblingfilet
  • ½ Landgurke
  • 10 gramm Butterschmalz
  • 1 Eigelb
  • 8 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 3 Stängel glatte Petersilie
  • 75 gramm saure Sahne
  • Pfeffer und Salz
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Schinkensülze, Jambon persillé

Auf die Idee wieder mal ein Sülze zu machen kam ich im Weinhaus Bahles, die hatten Wildschweinsülze auf der Karte. Ich hatte zwar kein Wildschein, aber mit gekochten Schinken ist es auch lecker. Zum Schinken habe ich noch Karottenwürfel  zugegeben, sieht schön aus und reduziert auch ein bisschen den Fettgehalt. Wer keine Gelatine verwenden möchte, kann zum Gelieren auch Agar Agar oder andere pflanzliche Geliermittel benutzen. Kühlschrankkalt auf den Teller mit krossen Bratkartoffeln fand ich es ein sommerliches Abendessen.

Zutaten
  • 300 gramm gekochter Schinken, am Stück
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel weisse Pfefferkörner
  • 1 Teelöffel gelbe Senfsaat
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 100 ml Weisswein
  • 2 Esslöffel Cognac
  • 500 ml Kalbsfond
  • 1 Teelöffel Weissweinessig
  • 7 Blatt Gelatine
  • Salz
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Holunderblütensorbet

Die Geschichte des Sorbets ist schon ziemlich alt. Es kam aus dem 16. Jhdt. nach Europa und diente als Erfrischung in einer mehrgängigen Mahlzeit,  wie auch heute noch.  Sorbets waren , denke ich in der aufkommenden Mehrgänge-Gastronomie Mitte der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts ein beliebter Zwischengang. Auch unsere Kids haben das entdeckt, es heisst mittlerweile Slush. Ist im Prinzip nichts anderes, kommt aus den Maschinen auf den Jahrmärkten, gibts aber auch in Jugendherbergen, und die Frage heisst natürlich nicht willst Du es mit Holunder, sondern willst Du Erdbeer und Zitrone, „was gibst es sonst noch?“, oder mit allem.

Im Prinzip wissen sie was es ist, dennoch bringt es wunderbare Ergebnisse; wenn sie darüber schreiben: z.B. „Einfach Eiswürfel mit Sirup Stufe 6 mixen, bis gewünschte Konsistenz erreicht ist“, ein echter Minamalist! Eine weitere originelle Idee: „ich kaufe immer diese kratzeis im becher, fülle das ganze in eine plastikflasche um, lege sie ins eisfach und schüttel sie regelmäßig. dadurch friert es nicht als ganzes ein, sondern das gefrorene wird immer wieder kaputt gemacht! und ihr habt nach ein paar stunden die konsistenz von dem slush vom jahrmarkt! „Juhu, wer auch immer es war, er/sie hat es verstanden. Schwieriger sind schon die Kiddys, die es einfach zu gut machen wollen z.B.: „ich werde mir eine Eis-Slush-Maschine für meine Fete ausleihen und wollte gerade Erdbeerkonzentrat mit kleinen Stücken erwerben. Der Lieferant kann jetzt nicht liefern und die anderen Wettbewerber, die ich kenne, haben nur Slush-Konzentrat ohne Fruchtstücke…. und weiter…Kann man Slush-Getränke auch irgendwie selbst machen? Oder kennt Ihr Lieferanten, die hochwertiges Konzentrat mit Fruchtstücken liefern?“. Meine Empfehlung, Jungs schwingt euch auf, neben der Arschbombe im Schwimmbad, mal zu zeigen, wie eine Erfrischung auch geht. Es lohnt sich die Mädels suchen danach.

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Weinhaus „Zur Pfalz“, eine Perle im Freistaat Flaschenhals

Im Freistaat Flaschenhals? Ist das in der Nähe von Mainz, er ist! Dann ist er eine Erfindung des Mainzer Karnevals, ist er nicht und es gab ihn wirklich, mit eigenem Geld und mit eigener Verwaltung. Die Geschichte ist skurril, geschah 1919, als nach ersten Weltkrieg, die Besatzungszonen im Rheintal aufgeteilt, eigentlich mit dem Zirkel gezogen, wurden und ein schmaler Streifen zwischen St. Goarshausen und Rüdesheim übrigblieb und auch nicht besetzt wurde. Auf der Seite vom Weingut Bahles sieht man die Grenzziehung und auf der Wikiseite kann man etwas mehr über diese Geschichte nachlesen.

Doch zurück zu den feinen Sachen, die nicht im Geschichtsbuch stehen und die auf dem Teller oder im Glas sind. Auf der Karte finden sich die üblichen Verdächtigen einer Weinstube, die Hausmacher Wurst, Wildweinschweinsülze mit Bratkartoffeln, der Spundekäse, Weinkäse in guter Qualität, zu moderaten Preisen, und in Portionen die auch den hungrigen Radler oder Wanderer satt bekommen, und nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen, nach dem Motto “mein Gott, wer soll das denn alles essen“. Weniger ist eben manchmal mehr ! Unser Favorit, vor allem für Damenwelt, ist immer wieder der vegatarische Flammkuchen mit grünen, schwarzen Oliven, Tomaten und Schafskäse, selbstgemacht, und wirklich lecker. Die geräucherten Forellenfilets von der Wisperforelle mit Merettichsahne und richtig guten Bratkartoffeln. Der Flammkuchen kostet € 6,80, die geräucherte Forelle € 8,20.

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Krabben-Frikadellen auf Gurken-Koriander-Salat

Das Rezept klingt sehr interessant. Kleine Krabbenkuchen, die auch kalt gegessen werden werden können. Dazu ein Gurken-Sellerie-Salat hört sich auch gut an. Schöne Sommerküche. Bei dem Rezeptlesen kamen allerdings leichte Zweifel ob man mit Mayonnaise ein Bratgut abbinden kann. Enthalten Krabben irgendwelche Klebestoffe, die auf zauberhafte Weise, das Ganze zusammenfügen? Ich habe das Rezept auch erst mal so nachgekocht. Ich weiss nicht warum, manchmal setzt eben auch der Kochverstand aus, der mir sagen hätte müssen, mit Mayonnaise kann man auch Krabbenfrikadellen nicht abbinden. Und es kam, wie es kommen musste, beim  Drehen der Küchlein geschah die Katastrophe, sie zerfielen in ihre einzelne Bestandteile. Also gab es einen zweiten Anlauf. Den Rest der Masse habe ich nochmal ausdrückt und dann mit einem Ei abgebunden. Diesmal stimmte das Ergebnis und es kamen kleine Krabbenküchlein heraus. Sehr lecker. Ich hätte auch gleich sorgfältig die Internetseite vom Weingut Beringer und das Rezept von Laurie Hooks lesen sollen und somit wäre mir das kleine „Kitchenchaos“ erspart geblieben, denn sie schreibt: “Without the egg, pay careful attention that ingredients are binding together as needed: Pinch the crab mixture together with 3-4 fingers“. Ach, das Curry-Öl das sie noch über diese köstlichen Krabbenteilchen gibt, war mir wirklich zu aufwendig.

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Pfirsichparfait mit Walderdbeeren auf Hagebuttenspiegel.

Ich wusste garnicht, dass Parfaits so einfach zu machen sind. In der Gastronomie werden sie gerade bei größeren Veranstaltungen gerne angeboten, eben wegen der Zubereitung und der einfachen Präsentation. Von der der Konsistenz sind  Parfaits ein Halbgefrorenes. Mein Tipp für den Genuss: das Parfait antauen lassen dann entfaltet es seinen ganz sahnigen Geschmack.

Zutaten
  • 4 reife Pfirsiche
  • 3 Eier
  • 100 gramm Zucker
  • 100 ml Sahne
  • ½ Orange
  • 2 Teelöffel Hagebuttenmark
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Tortilla mit Thunfisch und Basilikum, Tortilla de thon au four

Jetzt im beginnenden Sommer habe ich es gerne wenn ich etwas zubereite, das nicht unbedingt heiß gegessen werden muss,  oder gar auch kalt zu geniessen ist. Da bietet sich eine Tortilla an. Man bekommt sie in Tapas Bars auch kleingewürfelt, ein Schälchen Oliven dabei, dazu einen frischen Weisswein, braucht man/frau mehr um zufrieden zu sein? Das Rezept für eine Tortilla mit Thunfisch habe ich bei Jean-Charles Karmann gefunden,  einem französischen Kochbuchautor  und ausprobiert. Die Tortilla war warm, wie auch kalt wirklich lecker.

Zutaten für 2 Personen
  • 350 gramm Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Dose Thunfisch
  • 4 Eier
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Stängel Basilikum
  • Pfeffer und Salz


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Spargel mit Pfefferminzbutter, Jakobsmuscheln und Parmesanchips

„Oh my god, it is so crazy“ würde Lena Meyer-Landrut sagen. Okay es war crazy, das Wetter in der letzten Zeit und der viele Regen, aber es war nicht „god“ es war Petrus der uns so verwöhnt hatte das man im Garten überhaupt nicht giessen musste. Und die Pfefferminze hat sich sichtlich wohl gefühlt, ist sie doch geradezu explodiert. Also ab damit in die Küche und was leckeres daraus gemacht. Zum Spargel eine Pfefferminzbutter, das hatte ich noch nicht gemacht. Und die Parmesanchips waren absolutes Neuland und gelesen hatte ich das bei „Aldi inspiriert“, einem kleinen Rezeptheftlein, dieses doch immer wieder überraschenden „auch“ Feinkosthändlers.

Zutaten pro Person
  • 250 gramm Spargel
  • 5 Jakobsmuscheln
  • 10 gramm Butterschmalz
  • 20 gramm Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Stängel frische Pfefferminze
  • 30 gramm geraspelter Parmesan
  • Pfeffer und Salz

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Weisser Spargel mit Butter, Meeresspargel und Peperonata

Spargel mit Butter, Butterkartoffeln und Schweinefilet war unser Sonntagsklassiker zuhause, in der Spargelzeit,  wenn meine Mutter unseren Vater überreden konnte keine Sauce Hollandaise dazu zu machen. Die Hollandaise war in eine Wahrheit eine Bechamelsauce mit Ei. Trotzdem war diese „Hollandaise“ lecker, ich habe sie auch geliebt, aber nie nachgekocht. Und dieser Sonntagsklassiker sollte nun auch noch heftige Veränderungen erfahren, gewürzt mit Meerespargel, so wird Salicorn auch genannt, und er passte richtig gut mit seiner salzigen Würze, die sonst vielleicht eine Sauce übernimmt. Auch die Pepperonata war nicht nur für die Galerie, auch die gibt eine aparte Note, wenn man sie mit dem Spargel nimmt.

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Café arabica gebeizte Hühnerbrust mit Ingwerkarotten

Die Hühnerbrüste sollten eigentlich Entenbrüste sein, aber die gab es nicht mehr. Tengelmann macht bei uns leider Ausverkauf, weil er sich aus der Region zurückzieht. Beim Bäh, Bäh-Discounter gab es nur eine vorgewürzte halbe Ente. Blieb nur Alnatura,  denn für den Markt war es schon zu spät. Vielleicht sind Entenbrüste auch wirklich etwas für den Winter, ich weiss es nicht, weil ich sie nicht so oft verwende. Mit den Hühnchenteilen war das aber auch gut. Das Beizen hat auch gut gepasst und das Fleisch hatte leichte Caféaromen, und unterstützt von der Cafésauce war es richtig lecker.

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Café arabica gebeizte Hühnerbrust mit Ingwerkarotten

Gargantua 9:57