Jakobsmuscheln mit Karottentagliatelle und Salicorn

Ich muss gestehen, die Anregung stammt von Juan Amador. Von dieser Anregung ist allerdings, ausser den Jakobsmuscheln nicht viel übrig geblieben. Der Rest seiner Creation war origenell, gefiel mir aber nicht. Es waren Jakobsmuscheln auf Tintenfischsauce. Trotz mehrfachen versuchens schmeckt mir diese Sauce einfach nicht. Die Tagliatelle über den Jakobsmuscheln waren aus Tintenfisch, wollte ich auch nicht, gerösteten Knoblauch habe ich weg gelassen und Puffreis geht mit haushaltüblichen Geräten nicht. Deshalb meine Variation von Jakobsmuscheln auf Zucchinicreme mit etwas anderen Tagliatelle und dazu Salicorn, dieser würzigen, mineralienreichen Bombe aus den Salzwiesen.

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Huhn mit Kapern und Sardellen

Rezepte werden meist um das feinste Teil, ein Filet, ein Huhn, einen Fisch herum kreiert. Eher selten benutzt man eine Zutat oder gar eine Beilage dazu. In diesem Fall waren es die Kapern,  die einfach sensationell waren,  da musste ich zuschlagen und es war auch nicht schwer ein entsprechendes italienisches Rezept zu finden in dem sie eingebaut wurden. Wiki klärt mich zwar auf das die Kapern je kleiner je feiner sind, ich hatte wohl nach französischer Klassifikation :„Hors calibres“ („Communes“, 13–15 Millimeter) aber für dieses rustikale Hähnchengericht war das bestimmt nicht falsch.

Zutaten
  • 1 Hähnchen
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 handvoll Kapern
  • 1 Dose geschälte Tomaten
  • 1 Glas Weisswein
  • 3 Sardellenfilets
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Pfefferkörner
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • Pfeffer und Salz

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Kalbsschnitzel in Zitronenbutter mit gratiniertem Spargel

Der Frühling geht weiter und die Marktstände füllen sich mit den ersten Frühlingsgemüsen aus Südeuropa. Es gab  spanischen grünen Spargel. Kein Wunder, wenn man auf die Temperaturen schaut, die es derzeit schon in Andalusien hat. Dazu eine frische Sauce, die das Frühlingsfrische unterstützt. Ich habe eine Zitronenbutter gewählt. Und wenn sich noch ein kleines Kalbsschnitzelchen auf dem Teller verirrt,  soll’s auch recht sein.

Kalbsschnitzel in Zitronenbutter mit gratiniertem Spargel

Zutaten
  • 1 Kalbsschnitzel ca.180 gramm
  • 1 Glas Weisswein
  • ½ Bund Schnittlauch
  • 100 gramm Butter
  • 150 gramm grüner Spargel
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 30 g geriebener Käse
  • Pfeffer und Salz

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Rhabarberteilchen, Rhabarber in Blätterteig

Juhu der Frühling ist da, eindeutiges Zeichen, es gibt frischen Rharbarber auf dem Markt und ich kann endlich meine Lieblingsteilchen mit Creme und Rhabarber machen. Wenn ich ihn ein paar Minuten in Zuckerwasser sieden lasse, wird er so wunderbar süss, dass selbst der Breitmaulfrosch einen Kussmund bekommt . Okay, das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich finde solche Teilchen sind super schnell gemacht und man kann sie mit allem belegen, was der Frühling hervor zaubert, Hauptsache Rhabarber ist dabei. Und das schlaue Wiki weiss auch dass: „…..teilchen besitzen eine Art Eigendrehimpuls, der als Spin bezeichnet wird“, stimmt ich kann es drehen und wenden wie ich will,  sie sind von jeder Seite lecker.

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Dogajolo Rosso, ein Sangiovese Toscano vom Feinsten

Una Trovata, würde ich für mich sagen, und zwar nicht gefunden beim Wandern durch die toskanischen Berge, sondern durch „meine“ Einkaufsmeilen, zu denen auch Jaques Weindepot gehört. Dort habe ich diesen wunderbaren Wein gefunden, und zwar über das Etikett, das mir sofort aufgefallen ist. Ich bin ja der Meinung das die Ausstattung der Weine, auch etwas über den Winzer und auch die Qualität der Weine sagt. Schurken können keine guten Etiketten machen . In diesem Fall kommt der Wein auch noch aus dem Weingut Carpineto, dass ich von sehr ordentlichen Chiantis kenne.

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Roastbeef mit Aioli und Kartoffelchips, Entrecote et aioli

Wie schön das manche Gerichte sich nicht verändern müssen. Mir geht es so bei Roastbeef mit Bratkartoffeln, das kann so bleiben und ist immer wieder gut. Wir nennen es Roastbeef, wenn es kalt serviert wird, meist mit Remoulade und dazu leckere Bratkartoffel. Die Franzosen nennen es Entrecote, manchmal auch „rosbif“, in ihrer unnachahmlichn Art Anglizismen abzulehnen, und es gibt Aioli und Baguette dazu. Ich habe die deutsch-französische Verständigung ausprobiert, Roastbeef mit Aioli und Kartoffelchips. Zudem habe ich die Aioli mit frischer Rauke (rucola) verfeinert, sozusagen gekräutert.

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Weinhaus Heilig Grab, Boppard

Wo anders als in einem Gasthaus mit diesem Namen kann man einen Karfreitag besser verbringen? Eine ausgiebige Wanderung durch den Bopparder Hamm, die grosse Rheinschleife, mit einer 75 ha grossen Weinbaufläche im Steillagenanbau, Hangneigung bis zu 80 %, da rutscht ein normal Sterblicher schon beim Hinsehen den Berg runter, machte Lust auf eine Weinstube in der Altstadt. Ein winziges Schild an einem Weinbergpfosten wies auf eine Weinstube Heilig Grab hin, in der Zelkesgasse, gegenüber dem Bahnhof. Zurück in Boppard fand sich an der Uferpromenade auch gleich ein Hinweis „zum Bahnhof“, wo auch die Zelkesgasse leicht zu finden war. Schon von außen ein rustikales Ambiente mit Butzenscheiben, ein ehr kleiner Eingang mit einem kleinen Flur und dann der Eintritt in die Gaststube, mit Dielenfussboden, rustikalen Holztischen und einer einladenden Gemütlichkeit, die einem sofort sagt: hier will man bleiben.

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Orangentarte mit Feta

Orangentarte ist ein französischer Klassiker. Hier musste sie an Jürgens Osterlammkeule angepasst, sozusagen assimiliert werden. Aber bei Orangen ist das in Griechenland nicht schwer, Orangen gibt es überall. Die meisten Strassenbäume in den Städten sind übrigens Orangenbäume, allerding hier die nicht essbare Art der Bitterorange, schade, weil sie wirklich hübsch sind. Eingefallen sind mir Artischocken, die gibt es auch überall, auch wild, Ouzo, Oliven und klar doch, Feta. Käse und Orangen müssten sich vertragen und sie haben sich vertragen, und wie! Der Feta bindet sich wunderbar in die Süsse der Orangencreme ein und verliert fast völlig seine Salznote. Dazu ein kleines Gläschen vom selbstgemachten Orangenlikör.

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Koriandersuppe mit gebratenen Crevetten und gerösteten Pinienkernen

Nach so einer schönen Vorlage für ein Ostermenu, Jürgens Lammkeule auf griechische Art, will ich doch mal das zu einem Menu ergänzen mit einer Suppe und einem Nachtisch. Aber wer jetzt denkt es gibt die griechische Ostersuppe „Margiriza“, den muss ich enttäuschen. Es gibt sie nicht! Ich durfte sie in Griechenland zu Ostern probieren. Sie ist aus allem gemacht was man am Lamm nicht mit grillen kann; Herz, Lunge, Leber und Milz und das sie am Schluss mit verquirletem Ei und Zitronensaft abgebunden wird, macht sie auch nicht runder. Ich finde für meinen mitteleuropäische Gaumen ist sie nicht geignet. Deshalb hier eine leckere Koriander-Senf-Suppe, mit Crevetten und Pinienkernen, um ein bischen Süden in die Suppe zu bekommen.

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Mangold mit Käse, Blette et fromage

Kennen gelernt habe ich dieses Gericht bei einer Wanderwoche in der Ardeche, zubereitet vom Wanderpapst der Ardeche, Uli. Es ist ein rustikales Gericht, so wie die Ardeche eine rustikale Gegend ist. Wenn man alleine wandert, sollte man sich nicht verlaufen, denn auf dem km² leben gerade mal 17 Menschen, zum Beispiel in der Gemeinde Valgorge, und wenn die tagsüber alle auf der Arbeit sind hat man keine Chance jemand nach dem Weg zu fragen. Wenn man angekommen ist, dann lockt dieser leckere Mangold. Zum Füllen eignet sich Picodon, ebenfalls aus der Ardeche, ein Ziegenfrischkäse, aber auch andere etwas festere Frischkäse passen.

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Mangold mit Käse, Blette et fromage

Gargantua 12:03