Spitzkohl meets Kimchi,김치

Mit Weihnachten hat das schnelle Spitzkohl-Kimchi nichts zu tun. Entstanden ist auch nicht, weil ein asiatisches Essen anstand, sondern weil einige kochfreie Tage vor mir lagen, und der Spitzkohl diese Tage nicht überstanden hätte. Und wenn er überlebt hätte, dann in einem anderen Aggregatzustand, der eher für die Biotonne geeignet wäre, als für den Kochtopf. Ich erinnerte mich an meinen koreanischen Kochkurs, in dem wir ein schnelles Kimchi aus Chinakohl gemacht hatten. Warum nicht Spitzkohl statt Chinakohl verwenden? Einen schönen Artikel über traditionelles Kimchi, eingelegten Chinakohl fermentiert mit einer Milchsäuregärung, gibt es bei Wiki. Meine Variante hier: ein schnelles Kimchi, das ist in zwei Stunden fertig und ist fast genau so lecker. In diesem Fall habe ich zur Hälfte Sojasauce und weissen Balsamico verwendet. Im Kochkurs haben wir Reisessig und Birnensaft verwendet. Beides hatte ich nicht zuhause. Wobei die Sojasauce durch Birnensaft zu ersetzen sinnvoll ist, wegen der schöneren Farbe. Ich finde mein Kimchi trotzdem gelungen. Und an Weihnachten kommt es auch zu Einsatz, zum Fondue, für alle, denen meine Tomaten-Chili-Paste nicht scharf genug ist!

Zutaten
  • 1 Spitzkohl
  • 5 kleine Chilischoten
  • mehrere Teelöffel Salz
  • 3 Esslöffel Sojasauce
  • 4 Esslöffel weisser Balsamico

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Lammgulasch indisch-asiatisch gewürzt

Pikantes Lammgulasch indisch gewürzt

Ich glaube, die Verkäuferin beim Edeka, die mich dieser Tage erst an der Käse- und dann an der Fleischtheke bedient hat, hatte nicht ihren besten Tag. Ich wollte 150 g Gorgonzola. Die abgepackten Stücke waren aber allesamt deutlich schwerer als 200 g. Und da ich den Käse für eine Soße brauchte, hatte ich kein Interesse zuviel zu kaufen. Nachdem sie das vierte, abgepackte Stück auf die Waage gelegt hatte und auch dieses viel zu schwer war und mir jedesmal nur ein Kopfschütteln entlockte, murmelte sie was von „ich schneid jetzt aber kein neues Stück an“ und fragte, ob ich den auch den mit 48 % Fett nehmen würde. Der war mir sogar lieber – ich hatte vorher nicht gesehen, dass der andere 58 % hatte – und bejahte. Nun musste sie dafür allerdings auch ein neues Stück anschneiden. Der erste Versuch zeigte dann 260 g auf der Waage. Sie zerteilte dann dieses Stück und erhielt eines mit 200 und eines mit 60 g. Okay, neuer Versucht. Der war allerdings keinen Deut besser. Das habe sogar ich im Ansatz gesehen, dass dieses zweite Stück nicht leichter wird (es hatte dann 278 g). Also zerteilte sie auch dieses – in ein Stück zu knapp 80  und eines zu 200 Gramm. Der dritte Versuch (250 g Gesamtgewicht) brachte dann nach dem erneuten Teilen, immerhin ein Stück mit 170 Gramm. Okay, bevor sie noch den gesamten Gorgonzola-Vorrat zerstückelte, gab ich mich dann damit zufrieden.

Fünf Minuten später trafen wir uns dann an der Fleischtheke erneut. Dort wollte ich gut 500 g Lammgulasch kaufen. Hilfesuchend wandte sie sich an ihren Kollegen, der 5 Meter entfernt an der Wursttheke bediente.

Sie: „Haben wir Lammgulasch?“
Kollege: „Eventuell, im zweiten Wagen von rechts.“

Zielsicher griff sie zu dem einzigen Gulasch, das dort lag. Das sah allerdings schon etwas trocken aus und auch eher nicht nach Lamm. Sicherheitshalber zeigte sie es ihrem Kollegen, der es mit „Das ist Kalb“ kommentierte. „Aber da ist noch Lammkeule“.

Sie: „Und wer schneidet die?“
Er: „Mach mal, ich bediene noch.“
Sie (leise vor sich hinmurmelnd): „Hm, ob ich das kann?“
Ich: „Ich kann das auch selber schneiden.“.
Sie (hastig): „Nein, nein, so war das nicht gemeint.“

Woraufhin sie dann, offensichtlich ungeübt (mir wurde jedenfalls ganz anders, als ich sah, wie sie ihre Finger hielt) 530 g Lammgulasch abschnitt. Nächstes Mal nehme ich das gleich am Stück, das spart mir Zeit und reduziert die Verletzungsrisiken beim Personal. 😉

Nach diesem kleinen Abenteuer trug ich dann endlich meine Beute nach Hause und konnte dieses neue Lammgulasch-Rezept ausprobieren. Hat mir gut gefallen. Die Würzung ist sehr lecker, irgendwie zwischen indisch und asiatisch. Beim nächsten Mal würde ich es aber mal mit gemahlenen Nelken und Cardamom machen. Denn das Herausfischen ist doch sehr mühsam und unerwartet auf eine Nelke oder einen Cardamomsamen zu beißen, finde ich nicht so angenehm.

Zutaten
  • 500 g Lammgulasch (oder Lammkeule ohne Knochen)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Tomaten gewürfelt (oder eine 400g-Dose gehackte Tomaten)
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 EL Currypulver (ich habe Thaicurry genommen)
  • 1/2 TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • 1 Prise Chili
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 4 Gewürznelken
  • ein 2-cm-Stück Zimtstange
  • 2 Kardamomkapseln
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 4 Knoblauchzehen
  • ein haselnussgroßes Stück Ingwer
  • 200 g grüne Erbsen (frisch oder TK-Ware, bitte nicht aus der Konservendose)
  • 2 – 3 EL Tomatenmark
  • 200 ml Wasser
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Stängel frischer Koriander oder Blattpetersilie

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Schweinefilet mit Mangold und Paprika

Ist denn die Mangold-Zeit noch nicht rum? Nach einem kurzen Urlaub und einer Lieferpause stand die Gemüsekiste vor der Tür und enthielt einen wunderbaren, gelbstieligen Mangold. Optisch macht der ziemlich was her, aber sonst konnte sich Mangold bei mir bisher ja noch nicht als Lieblingsgemüse etablieren. Wird es auch nicht mehr. Trotzdem habe ich die Suche nach einem Rezept für diese äußerst appetitlich aussehende Variante sofort gestartet und war bei cuisine.at auch fündig geworden, einer meiner Lieblings-Rezeptseiten im Internet. Kein Geschwätz, kein Schischi, einfach nur Rezepte.

Das Rezept entfaltet, zumal wenn man wie am Ende der Zubereitung beschrieben das 5 Gewürze-Pulver frisch selbst macht, ungewohnte Aromen. Irgendwas daran war für mich mal wieder „authentisch“, auch wenn ich nicht weiß, wo ich das gegessen habe. Aber in meinem Hinterkopf regt sich der Gedanke an Nordlaos und an Gerichte in einem kleinen Dorf, die ganz ähnlich waren, obwohl von den Zutaten her doch anders. Alles in allem weder Lieblingsgemüse noch Lieblingsgericht, aber für ein Mangoldgericht fürs nächste Jahr habe ich mir das zum Nachkochen schon mal vorgemerkt!

Zutaten
  • 500 Gramm Schweinefilet
  • 1 Teelöffel Chinesische 5-Gewürze Mischung
  • 400 Gramm Mangold
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Schalotten eventuell mehr
  • 2 Esslöffel Sesamöl
  • 3 Esslöffel Pflanzenöl
  • 75 Milliliter Hühnerbrühe
  • 3 Esslöffel Sherry oder Mirin
  • 4 Esslöffel Sojasauce
  • Pfeffer frisch gemahlen

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Gegrilltes Schweinefleisch Babi Pangang 2.0

Babi Pangang - gegrilltes Schweinefleisch auf indonesisch

Babi Pangang, das gab’s doch schonmal hier, oder? Stimmt, hier die erste Version. Aber bei diesem neuen Rezept, das ich bei Gusto & Aroma gefunden habe, ist die Soße noch besser, deshalb gestatte ich mir ausnahmsweise mal eine Wiederholung und verblogge diese Rezeptvariante. 😉 Die entscheidende Änderung ist der Ananassaft, der macht die Soße fruchtiger. Gut gefällt mir auch, dass der Tomatenketchup durch Tomatenmark und Reisessig ersetzt wird. Die Version mit dem Tomatenketchup war zwar auch lecker, aber der Ketchup wird beim Erhitzen – hm, wie soll ich sagen… etwas penetrant. Ich glaube das hängt auch von der Ketchupsorte ab. Ach ja, bei der Marinade habe ich statt Ingwer-, Knoblauch- und Zwiebelpulver, jeweils die frischen Zutaten verwendet. Wenn man stattdessen ausschließlich auf die Pülverchen setzt, muss man ggf. noch einen dritten Esslöffel Ketjap Manis zugegeben, sonst könnte die Marinade etwas staubig werden. 😉

Babi Pangang ist übrigens nicht nur ausgesprochen lecker, es läßt sich auch prima vorbereiten, wenn man Besuch erwartet und macht wenig Arbeit. Einfach das Fleisch parieren und in die Marinade geben, die Soße zusammenrühren und sobald der Besuch eintrudelt nur noch den Ofen anwerfen und das Fleisch garen. An Restarbeit bleibt dann lediglich das Schnippeln des Weißkohls und das Kochen des Reis. Auf den Weißkohl habe ich übrigens wieder verzichtet. Nicht weil er mir dazu nicht gefallen würde, aber ich weiß immer nicht, was ich mit der restlichen Hälfte machen soll. 😉

Zutaten
  • 600 g Schweinefilet
  • 1/2 Kopf Weißkohl
Für die Marinade
  • 2 EL Ingwerpulver oder 2 TL geriebener frischer Ingwer
  • 1 EL gemahlener Galgant
  • 1 EL Zwiebelpulver oder 1/2 Zwiebel, fein gerieben
  • 1 EL Knoblauchpulver oder 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 – 3 EL Ketjap Manis
Für die Sauce
  • 60 g brauner Zucker
  • 60 ml Reisessig
  • 60 ml Fleischbrühe
  • 2 EL Ketjap Manis
  • 2 EL Tomatenmark
  • 200 ml Ananassaft
  • 2-cm-Stück Ingwer
  • 2 EL Speisestärke
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 EL Erdnussöl
  • 1 EL Sambal Oelek

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Entenbrust süß-sauer mit Chili-Ananas und Walnüssen

Entenbrust süß-sauer mit Chili-Ananas und Walnüssen

Eigentlich wollte ich mit dieser Entenbrust noch einmal die leckere Brombeer-Cognac-Soße probieren. Aber dann kam ich erst verspätet zur Brombeerernte und die meisten Brombeeren waren entweder schon abgepflückt oder vertrocknet. Es reichte gerade noch für die heißgeliebte Marmelade und Brombeer-Holunder-Gelee sowie eine doppelte Portion Brombeer-Likör, und so blieben  für die Soße leider nicht mehr genug Beeren übrig .  Nun wollte ich die tiefgefrorene Entenbrust nicht bis zur nächsten Brombeerernte im Gefrierschrank lassen, Also habe ich mich für ein asiatisches Entenbrustrezept entschieden. Bisher kannte ich das nur mit Cashew-Kernen. Die Variante mit Walnüssen gefiel mir, weil ich davon noch eine reichliche Portion vom letzten Jahr eingefroren hatte, die so langsam mal verarbeitet werden musste. Obwohl’s geschmeckt hat, würde ich beim nächsten Mal doch lieber wieder Cashew-Kerne nehmen. Die Walnüsse schmecken mir zu stark hervor und dominieren das Gericht zu sehr.

Zutaten
  • 1 Entenbrust (ca. 280 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 2 TL Speisestärke
  • 1/2 kleine Ananas (oder 1/2 400g-Dose schwach gesüßte Ananas in Stücken)
  • 1 Chilischote
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 80 g Walnüsse
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Reisessig (oder ein anderer neutraler, milder Essig)
  • 2 – 3 EL Sojasoße

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Grünes Fischcurry mit Thai-Basilikum

Grünes Fischcurry mit Thaibasilikum

Bei manchen Gerichten ist es interessant zu sehen, wie die Änderung einer Zutat für eine neue Geschmacksrichtung sorgt. Vor längerer Zeit hatte ich mal dieses Fischfilet in grüner Currysauce gemacht. Ein einfaches und schnelles Rezept, das ich diesesmal in leicht veränderter Form gekocht habe. Anstelle von Schnittlauch kam Thaibasilikum rein, der gerade sehr schön auf der Fensterbank gedeiht, dazu noch zwei mittelscharfe, grüne Chilischoten und schon hatte ich ein neues Gericht. Mit Thaibasilikum meine ich übrigens den, der im Aroma so ein bisschen an Lakritze erinnert. Ich glaube der heißt auch „süßer Basilikum“ und hat geschmacklich wenig Ähnlichkeit mit dem, den wir aus der mediterranen Küche kennen.

Übrigens: Auch wenn das Gericht „grünes Fischcurry“ heißt, wirklich grün wird die Currysoße nicht. Im Gegensatz zur gelben oder roten Currypaste, die ein ansprechendes Gelb oder Rot erzeugen, schafft die grüne lediglich eine leicht schmutzig-graue Färbung der Kokosmilch – wie man schon bei meinem ersten Fischcurry mit grüner Currypaste sehen konnte. Schmecken tut das aber trotzdem. 😉

Ach ja, der Thaibasilikum, der momentan noch in voller Blüte steht, darf mit diesem Rezept an multikulinarias Blog-Event „Balkon-Bewohner“ teilnehmen, bevor er im Herbst ganz abgeerntet wird. 🙂

Zutaten
  • 350 g Fischfilet (von einem möglichst festfleischigeren Weißfisch, ich hatte Kabeljau, der zerkocht leicht und ist nicht so ganz ideal)
  • 2 EL neutrales Öl
  • 250 ml Kokosmilch
  • 1 EL Fischsoße
  • 2 Kaffir-Zitronen-Blätter
  • 2 bis 3 Zweige Thai-Basilikum
  • 1 – 2 grüne Chilischoten
  • 1 EL grüne Currypaste
  • 1 Bio-Limette
  • 2 TL brauner Zucker

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Asiatisch angehauchte Kürbis-Zucchini-Suppe mit Hähnchenbrust

Kürbis-Zucchini-Suppe "Asia-style"

Kürbissuppe hatte ich schon, ebenso Zucchinisuppe. Aber wie wär’s mal mit einer Suppe aus Kürbissen und Zucchini? Irgendwie hat mich aber keines der Rezepte, die ich fand, so richtig angesprochen. Also habe ich aus verschiedenen Rezeptideen schließlich eine eigene Version einer Zucchini-Kürbis-Suppe kreiert und ihr einen asiatischen Touch gegeben – mit Currypaste, Chili und Kokosmilch. Hat mir gut gefallen. Die süße Sahne kam jetzt nur zur Resteverwertung rein, kann man durch etwas mehr Kokosmilch ersetzen. Die Suppe kann ich mir auch gut als vegetarische Version vorstellen, z.B. indem man die Hühnerbrust durch Tofu ersetzt und diesen genauso anbrät und würzt wie das Huhn.

Zutaten
  • 600 g Hokkaido-Kürbis
  • 1 Zucchini (ca. 350 g)
  • 1 Schalotte oder eine kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL gelbe Currypaste
  • 3 EL neutrales Öl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch
  • 100 ml süße Sahne
  • 300 g Hähnchenbrust
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • gemahlene Chili
  • 1 EL Butterschmalz

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Malaysisches Curry mit Rind: Malay Rendang Beef

Malaysisches Curry mit Rind - Rendang Beef

Nachdem ich mich in den letzten Wochen überwiegend mit europäischer und gelegentlich arabischer Küche verköstigt habe, fand ich es an der Zeit mal wieder den Wok anzuwerfen und was leckeres Asiatisches zu kochen. Vor einiger Zeit war ich auf die deutschsprachige Seite CurryWelten gest0ßen und hatte sie in meine Bookmarks gelegt. Dort finden sich diverse Curryrezepte aus verschiedenen asiatischen Ländern. Zunächst entschied ich mich für das Fisch-Curry Malay. Aber da ich aus Erfahrung wusste, dass es öfters mal Probleme gibt, brauchbaren Fisch zu ergattern, wenn man erst spät zum Einkaufen kommt, hatte ich als Plan B die Zutaten für Malay Rendang Beef auf dem Einkaufszettel notiert. Eine richtige Entscheidung, denn kurz vor sechs gab es beim Edeka nur noch einen traurigen Rest Thunfisch, den ich beim besten Willen nicht mitnehmen mochte. Red und White Snapper waren überhaupt nicht vorrätig und auch kein adäquater Ersatz. Also bin ich weitergezogen zur Fleischtheke und habe Rindergulasch mitgenommen.

Bei einer Zutat war ich etwas unsicher: 3 bis 4 Esslöffel (!) Chilipaste? Hm, was für eine Chilipaste sollte es wohl sein? Beim Googeln bin ich dann auf eine weitere schöne (allerdings englischsprachige) Rezepteseite gestoßen: RasaMalaysia, wo es ebenfalls ein Rezept für Beef Rendang gibt. Dort ist auch die Zubereitung der Chilipaste beschrieben. Ich erinnerte mich dann an Martina-Lottas Chilipaste auf Luang-Prabang-Art und da die mit deutlich weniger Chili auskam, habe ich die Paste letztendlich nach diesem Rezept gemacht. Zum Einsatz kamen dann allerding nur gut 3 Teelöffel voll und nicht Esslöffel.

Dieses Curry ist ausgesprochen würzig und lecker. Die Variante bei RasaMalaysia scheint mir noch etwas würziger zu sein, das probiere ich beim nächsten Mal aus. Im Gegensatz zu anderen Curry hat dieses nicht viel Soße, daher fand ich den Basmatireis, den ich dazu gemacht hatte, nicht optimal. Hier sollte man wohl doch lieber im Dampf gegarten Klebreis nehmen.

Zutaten
  • 400 g Rindfleisch, z.B. Gulasch
  • 400 ml dicke Kokosnussmilch
  • 3 EL Kokosraspeln
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 2 Kaffir-Zitronenblätter
  • 3 EL neutrales Öl (z.B. Erdnussöl)
  • 3 – 4 TL Chilipaste (z.B. Lottas Luang Prabang Chili Paste)
  • 1 – 2 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2-cm-Stück Ingwer oder Galgant
  • 1/2 TL Kümmelpulver
  • 3 Schalotten

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Philippinisches Hühnchen Adobo

Philippinisches Hühnchen Adobo

Adobo ist eigentlich ein spanisches Wort und bedeutet u.a. „Beize“. Wie kommt ein philippinisches Gericht dazu? Nun, es ist wohl ein Relikt aus der spanischen Kolonialzeit, denn im 16. Jahrhundert beglückten die Spanier den philippinischen Archipel mit den Segnungen der damaligen Supermacht: Inquisition, Söldner, Feuerwaffen. Im Gegenzug übernahm man dafür gerne auch das eine oder andere Rezept. Unter anderem diese Art und Weise Fleisch zuzubereiten: Es wird hierbei in einer Essig-Sojasoßen-Marinade geschmort, die mit Knoblauch, Lorbeer  und Pfeffer gewürzt wird. Genauer beschrieben ist das bei Wikipedia.

Ich war einfach mal neugierig und habe es darum ausprobiert. Die Hühnerkeulen mit Brustanteil hatte ich noch da, ansonsten kann man aber einfache Keulen oder auch Hähnchenflügel nehmen. Mirin und Speisestärke sind eine Zugabe von mir, das ist nicht authentisch. Ich fand, dass etwas Süße den Geschmack heben würde und da die Soße am Ende der Kochzeit arg dünn war, habe ich etwas Stärke zum Binden genommen. Und dazu habe ich sie halt in den Wein gerührt. 😉 Geschmacklich hat mir das Rezept gut gefallen. Allerdings war die Beilage (Basmatireis mit einer handvoll grüner Erbsen) jetzt nicht so der Knüller. Aber ich hatte nicht die Zeit noch lange nach authentischen Beilagen zu forschen.

Zutaten
  • 3 Hühnerkeulen mit Brustanteil
  • 400 ml asiatische Hühnerbrühe (gibt es im Asia-Laden in Form von Suppenwürfeln)
  • 5 – 6 Lorbeerblätter
Marinade
  • 125 ml helle Sojasoße
  • 125 ml Reisessig oder Apfelessig
  • 4 – 5 Knoblauchzehen
  • 1 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 TL Speisestärke
  • 50 ml Mirin (süßer japanischer Reiswein)

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Rindfleisch thailändisch mit zwei scharfen Soßen

Rindfleisch thailändisch mit zwei Soßen

So, jetzt habe ich endlich mal wieder meinen Wok anwerfen können. „Rindfleisch mit zwei scharfen Soßen“ klang recht interessant und so kam noch einmal Rinderhüftsteak auf den Tisch. Das Rezept geht übrigens so schnell, das hätte ich letzte Woche gut und gerne anstelle des Rinderfilets in der Pilz-Sherry-Soße machen können. Aber gut. Ganz originalgetreu habe ich das Gericht übrigens nicht nachgekocht. Dort werden die Gurkenwürfel nämlich roh dazu gereicht. Nicht, dass ich etwas gegen rohe Gurke hätte… aber angesichts der unklaren Lage mit diesen üblen EHEC-Keimen und ihrer noch ungeklärten Herkunft, beschloss ich verschärfte Hygienemaßnahmen (obwohl ich statt einer Salat- eine Gartengurke hatte, die wohl nicht aus Spanien stammte). Dazu gehörte nicht nur ein gründliches Waschen der Gurke und anschließendes Schälen, sondern auch besonders intensives Händewaschen (was allerdings sowieso die Regel ist, wenn ich Huhn verarbeite) und darüber hinaus habe ich die Gurkenwürfel zum Schluss noch zwei Minuten mit dem Fleisch zusammen angebraten. Da ich geschmorte Gurke mag, fand ich das nicht störend. Außerdem habe ich keine frischen Tomaten genommen, sondern Dosentomaten. Insgesamt hat mich das Essen aber nicht überzeugt. Das Fleisch mit der Gurke waren nicht schlecht und die Chili-Tomatensoße hat mir auch gefallen. Dagegen war die Chili-Ingwer-Soße nicht so mein Ding. Da es insgesamt nicht gerade ein „soßiges“ Gericht ist, fand ich es mit dem Reis dann auch etwas zu trocken. Was dazu führte, das mein Verbrauch an Tomaten-Chili-Soße exorbitant hoch war. 😉

Zutaten
  • 300 g Rinderhüftsteak oder Rinderfilet
  • Salz
  • Weißer Pfeffer
  • 15 g Butter
  • 1 EL neutrales Öl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 cm Frische Ingwerwurzel
  • 2 Rote Chilischoten
  • 1 1/2 TL Gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 Salatgurke oder 1 kleine Gartengurke
Chili-Ingwer-Soße
  • 2 Rote Chilischoten
  • 2 1/2 cm Frische Ingwerwurzel
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
Tomaten-Chili-Soße
  • 2 Tomaten oder 1/2 Dose gehackte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL gemahlene Chili
  • Salz

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Rindfleisch thailändisch mit zwei scharfen Soßen

Jürgen 19:45