Panna Cotta, neu interpretiert: Spargel-Panna Cotta

Spargel-Panna Cotta

Spargel-Panna Cotta

Interpretationen leben davon, dass sie etwas Neues ausprobieren. Neue Zutaten in klassischer Art zubereitet. Aber mal im Ernst, nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen Spargel-Panna Cotta zuzubereiten. Und schon gar nicht mit drei Stunden Zubereitungszeit, die im Rezept angegeben waren. Ich stell‘ mich doch nicht drei Stunden in die Küche um dann ein Panna Cotta zu haben, von dem ich nicht mal weiss, ob es schmeckt. Pah!!!!, das brauche ich doch nicht. Dennoch bin ich um das Rezept, aus dem Alnatura Magazin, Mai-Ausgabe, herumgeschlichen, wie die Katze um den Goldfischteich. Und schliesslich hat es mich doch erwischt. Ich begann Spargel zu schälen, Zutaten bereit zustellen und ich wusste jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück. Du machst Spargel-Panna Cotta und das für mindestens die nächsten Stunden, und es wurden Stunden!

 

Zutaten
  • 500 g weisser Spargel
  • ½ Zitrone
  • 30 g Butter
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 100 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • 50 ml Sahne, steif geschlagen
  • 1 Vanilleschote
  • 1 einige Kirschtomaten, ich hatte Coeur de pigeon, gibs’t gerade bei Aldi
  • ½ Frühlingszwiebel
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • ½ Esslöffel weisser Balsamico

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Mistkratzer mit Wacholderkohl

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Hühnchen mit Wacholder-Weisskohl

Ob mein Mistkratzer jemals einen Misthaufen gesehen hat? Zumindest soll es ein freilaufendes Hühnchen gewesen sein, bevor es den Weg in den Backofen genommen hat. Den Namen Mistkratzer habe ich von Saisonküche übernommen, denn von ihnen stammt das Rezept. Dort heisst es „Mistkratzerli“, weil die Schweizer die Verkleinerungsform lieben. Es gibt Hörnli, Rippli, Knöpfli und was auch immer. Nur der Basler Morgenstraich heisst noch nicht Morgenstraichli, dazu ist er auch viel zu grossartig, als das er des Diminutivs bedurfte.

Für dieses Rezept brauchte ich auch Gin. Aber in Königstein trinkt niemand mehr Gin, zumindest gibt es keinen zu kaufen. Ich habe also Gin durch Korn ersetzt und die Wacholderbeeren, die im Rezept vorgesehen sind, in den Korn eingelegt. Ich dachte das könnte einen Geschmack nach Gin ergeben. Weit gefehlt. Es war ein grauenhaftes Gebräu, das zwar auch nach Wacholder schmeckte, aber auch nach sämtlichen schrecklichen Arzneien, die es auf der Welt gibt. Dass, das Rezept dennoch gelungen ist, verdanke ich dem Backofen.

Zutaten
  •  1 freilaufendes Hühnchen, noch besser aber eingefangen, und vielleicht auch
  • gerupft
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel Wacholderbeeren
  • ½ Weisskohl
  • 2 Esslöffel Honig
  • 2 Esslöffel Butter
  • 100 ml Gin, oder Korn
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Pfeffer und Salz

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Pastéis de Nata, Blätterteig-Törtchen auf portugiesische Art

Pastéis de Nata

Pastéis de Nata

Diese kleinen Törtchen sind warscheinlich von den Mönchen des Hieronimos-Klosters in Belém zuerst gebacken worden. Belém ist heute ein Stadtteil von Lissabon. Das berühmte Kloster und der Torre de Belém sind die modernen Pilgerstätten. Für Foodies ist das Pastéis de Belém, das Cafe, die erste Adresse für die kleinen Kuchen. Dort wird die Pastéis de Nata, sie heisst dort Pastéis de Belem, seit 1837 gebacken und gilt als die Beste. Nach reichlich Kultur kann man sich ein paar Pastéis de Nata gönnen. Und dann ganz gemütlich mit der Strassenbahn Nr.15 zurück ins Zentrum zur Praca do Commércio fahren. Ich habe meine Pastéis de Nata nach einem Rezept von Anke Gröner gemacht. An diesem Rezept hat mir gefallen, dass weniger Eigelb und je zur Hälfte Sahne und Milch verwendet werden. Und die Masse hat trotzdem gestockt.

 Zutaten für 3 Pastéis de Nata*
  •  1/4 Rolle Blätterteig aus der Kühltheke
  • 3 Eigelb
  • 40 g Zucker
  • 60 ml Sahne
  • 60 ml Vollmilch
  • 1 Vanilleschote
  • etwas Butter zum Ausfetten der Backform
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Zitronenkuchen – saftig und extra zitronig

Foto: zitroniger Zitronenkuchen

Zitronenkuchen sehr zitronig und extra saftig

Da überkam mich doch gestern ganz plötzlich die Lust auf Kuchen. Da die Geschäfte geschlossen hatten, musste es natürlich einer sein, den ich mit den vorhandenen Vorräten realisieren konnte. In der Regel wird es dann ein Schokoladenkuchen, der zu meinen Lieblingskuchen gehört und für den ich auch fast immer alles da habe. Aber eben nur fast. Diesesmal hatte ich nämlich keine Zartbitterschokolade im Haus. Dafür aber jede Menge Zitronen und ein schöner Zitronenkuchen kommt direkt nach Schokoladenkuchen. 😉

Das Rezept dafür hatte ich schon vor längerem Mal bei pi mal Butter gesehen und fand es sehr ansprechend. Vor dem Backen war aber erstmal Kopfrechnen angesagt. Da ich keine 25-cm-Kastenform habe, sondern nur je eine mit 20 und 30 cm, und die vorhandene Butter haarscharf nicht gereicht hätte, habe ich das Rezept um 20% reduziert. Allerdings nicht ganz durchgängig, denn die Menge Zitronenschale und -saft habe ich unverändert gelassen – der Kuchen sollte ja extra zitronig werden. Und das wurde er dann auch. Sehr lecker muss ich sagen. Und das, obwohl mir das mit den Zitronenzesten überhaupt nicht gelungen ist. Da ich kein Werkzeug dafür in meinem Küchenfundus habe, musste ich die Schale ebenfalls auf der Reibe abreiben. Was dann natürlich sehr fein wird. Dann wäre mir beinahe noch der Zuckersirup angebrannt. Ca. 1 Minute bevor es Kohle wurde, habe ich den kleinen Topf mit dem Zitronenabrieb vom Herd genommen. Mit der Folge, dass der Zucker bereits zu Karamell geworden war. Geschmacklich fand ich das nicht schlecht, aber es lässt sich halt nur schwer auf dem Kuchen verteilen, weil der Karamell, kaum dass man ihn aus dem heissen Topf genommen hat, anfängt zu erstarren. Daher sieht das Ergebnis nicht so schön dekorativ aus wie bei pi mal Butter. Lecker war’s trotzdem 😉

Zutaten (für eine 20cm-Kastenform)
  • 200 g Butter
  • 160 g Zucker
  • 3 Eier, Größe M
  • 3 Zitronen
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 225 g Mehl
 Für die Glasur
  • Saft einer Zitrone
  • 80 g Puderzucker
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 4 EL Wasser
  • 2 EL Zucker

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Aprikosentarte mit Jochelbeeren-Creme

Aprikosen-Tarte mit Jochelbeeren-Creme

Ich glaube so richtig backen kann ich gar nicht. Backen bedeutet sich exakt an die Zutaten zu halten, sie richtig zu mischen und nicht irgendwelche „freecooking“ Experimente zu machen, die ich sonst in meiner Küche so liebe. Nach dem Motto arbeiten „mal sehen was da raus kommt“, mag der Backofen überhaupt nicht und im Zweifelsfall kommt ein nicht aufgegangener Teig heraus, hart wie eine Sperrholzplatte und die Früchte sehen aus wie Trockenpflaumen. Also bleibe ich bei meinen Tartes, die kann ich im Schlaf. Und da bieten sich auch genügend Variationen an. Hier zum Beispiel Aprikosen in einer Jochelbeeren-Creme.

Zutaten für den Mürbeteig
  • 150 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 1 Prise Salz

 

Zutaten für die Jochelbeerencreme
  • 200 g Aprikosen
  • 100 g Jochelbeeren
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 20 g Butter

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Erdbeer-Soufflé, ein Klassiker

köstliches Erdbeer-Soufflé

Mit den Kindern kochen war früher einfach. Zuerst war es buntes Kartoffelpüree. Später folgte Spaghetti Bolognese, auch das war noch zu meistern. Doch heute sind die Ansprüche gestiegen, wenn ich mit meinem Sohn koche. Bei der Forelle auf Wiesenkräutern hatte ich keine Chance, einfach Sahne in die Sauce zu kippen. Es musste eine Buttersauce mit Weisswein/Balsamicoreduktion sein und aufgeschlagen mit kalter Butter. Er hat ja recht: so gehört sich das für einen traditionelles Gericht. Für das Erdbeer-Soufflé mussten wir auf ein Kochbuch-Klassiker von 1978 zurückgreifen: So kocht Frankreich von Rotraud Degner. Es war eine spannende Zubereitung und ein gelungenes Ergebnis!

Zutaten
  • 125 g Erdbeeren
  • 4 Esslöffel Milch
  • 60 g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 4 Eiweiss
  • Butter und etwas Zucker zum Ausbuttern

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Brennessel-Kartoffel-Püree mit gekräuterten Pilzen und Rindersteak aus dem Ofen

Brennessel-Kartoffel-Püree

Die Brennesseln im Garten zählen zu den nachwachsenden „Rohstoffen“. Kaum ist die Brennesselsuppe ausgelöffelt und verbloggt, ist schon wieder eine ausreichende Menge an „Gemüse“ im Garten nachgewachsen. Also rein in die Gummihandschuhe und geerntet. Das kräftige Abbrausen gegen die stechenden Härchen hat bei mir nicht geholfen. Die Brennesssel in ein Tuch wickeln und kräftig verhauen, habe ich noch nicht probiert, soll aber auch gehen. Ich habe tapfer Blatt für Blatt abgezupft(nicht ohne meine Handschuhe). Der Geschmack des Brennesselgemüses ist eine Mischung aus Spinat und Wiese. Ein wenig krautiger, als Spinat, selbst wenn man die Blattstiele sorgfätig entfernt. In der Mischung mit dem Kartoffelpüree ist es ein durchaus aparter Geschmack. Und wer sich noch mehr Brennesseln geben möchte, dem empfehle ich Martinas Wildkraüterrisotto mit Brennesseln.

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Herz-Cupcakes zum Muttertag

Herz-Cupcakes zum Muttertag

Herz-Cupcakes zum Muttertag

Bald ist wieder Muttertag. Dieses Jahr, um genau zu sein, am 13. Mai. Zeit, sich allmählich Gedanken zu machen, was man verschenkt, bastelt und backt.

Vor ein paar Jahren haben wir eine Muttertagstorte vorgestellt. Die ist ziemlich leicht zu machen, wenn man schon etwas Übung beim Kochen und Backen hat. Leichter gehen aber Cupcakes! Cupcakes sind sowas ähnliches wie Muffins, nur dass der Teig sorgfältiger gerührt wird. Normalerweise haben Cupcakes ein dickes Sahne- oder Cremehäubchen, aber unsere Cupcakes sehen am schönsten aus, wenn sie ganz „nackt“ sind, dann sieht man nämlich, was ihr Geheimnis ist: Das eingebackene Herz! Diese Cupcakes sind wirklich etwas besonderes! Weiterlesen

Kürbis-Wirsing-Käse-Quiche oder auf Schweizerisch Kürbis-Wirz-Quiche

Und wieder hat ein Schweizer Rezept mich überzeugt, aus der Rezeptschmiede von „Saisonküche„. Der aufmerksame Leser stellt sicher fest, dass der Titel auf Deutsch „Kürbis-Wirsing-Käse-Quiche“ heißt, in der Schweizer Version allerdings nur „Kürbis-Wirz-Quiche“ genannt wird. Da fehlt doch der Käse! Stimmt! Ich habe den Käse hinzugefügt. Ich konnte mir ein Schweizer Rezept ohne Käse nicht vorstellen. Verzeihen sollten mir meine Schweizer Leser, dass ich Gouda genommen habe. Die Mehlmischung aus Weizenmehl und Maismehl gibt dem Quicheteig eine interessante Note. Diese Quiche ist sehr würzig, und macht auch pappsatt. Kein Wunder, bei den Zutaten: Butter, Eier, Sahne und holländischer Käse.

Zutaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Kürbis
  • 200 g Wirsing
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Eier
  • 200 ml Sahne
  • 80 g Käsewürfel
  • Pfeffer, Salz und Muskat
 für den Teig
  • 80 g Weizenmehl
  • 80 g Maismehl
  • 1 Teelöffel Salz
  • 125 g Butter
  • 4 Esslöffel kaltes Wasser

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Frisch und lecker: Kartoffelpüree mit Crème fraîche

Kartoffel in HerzformFrüher habe ich Kartoffelbrei ausschließlich mit Butter und etwas Milch angerührt. Bis ich in einer Kochsendung (leider habe ich vergessen, welche das war, bzw. welcher Koch) den Tipp sah, statt Unmengen Butter – wie sie bspw. bei Horst Lichter in die Stampfkartoffeln wandern – Crème fraîche zu nehmen. Dadurch wir der Kartoffelbrei zwar nicht gerade zu einem Diätessen, aber doch deutlich leichter als wenn man nur Butter nimmt. Außerdem bekommt er einen… hm, wie soll ich es sagen… „frischeren“ Geschmack. Am ersten Feiertag habe ich diese Kartoffelpüree-Version zu Boeuf Stroganow gemacht – das ist zu diesem Essen meine Lieblingsbeilage.

Zutaten
  • 800 g mehlig kochende Kartoffeln (andere gehen aber auch)
  • Salz
  • 1 EL Butter
  • 150 g Crème fraîche
  • 50 – 75 ml Milch

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Frisch und lecker: Kartoffelpüree mit Crème fraîche

Jürgen 13:18