Spitzkohl meets Kimchi,김치

Mit Weihnachten hat das schnelle Spitzkohl-Kimchi nichts zu tun. Entstanden ist auch nicht, weil ein asiatisches Essen anstand, sondern weil einige kochfreie Tage vor mir lagen, und der Spitzkohl diese Tage nicht überstanden hätte. Und wenn er überlebt hätte, dann in einem anderen Aggregatzustand, der eher für die Biotonne geeignet wäre, als für den Kochtopf. Ich erinnerte mich an meinen koreanischen Kochkurs, in dem wir ein schnelles Kimchi aus Chinakohl gemacht hatten. Warum nicht Spitzkohl statt Chinakohl verwenden? Einen schönen Artikel über traditionelles Kimchi, eingelegten Chinakohl fermentiert mit einer Milchsäuregärung, gibt es bei Wiki. Meine Variante hier: ein schnelles Kimchi, das ist in zwei Stunden fertig und ist fast genau so lecker. In diesem Fall habe ich zur Hälfte Sojasauce und weissen Balsamico verwendet. Im Kochkurs haben wir Reisessig und Birnensaft verwendet. Beides hatte ich nicht zuhause. Wobei die Sojasauce durch Birnensaft zu ersetzen sinnvoll ist, wegen der schöneren Farbe. Ich finde mein Kimchi trotzdem gelungen. Und an Weihnachten kommt es auch zu Einsatz, zum Fondue, für alle, denen meine Tomaten-Chili-Paste nicht scharf genug ist!

Zutaten
  • 1 Spitzkohl
  • 5 kleine Chilischoten
  • mehrere Teelöffel Salz
  • 3 Esslöffel Sojasauce
  • 4 Esslöffel weisser Balsamico

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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Maronensüppchen mit Chili und Walnuss

Unvergessen „Keschte und neie Woi“ bei den Großeltern. Keschte sind geröstete Esskastanien und „neie Woi“ war nicht Federweisser, sondern junger frischer Wein, schon durchgegoren, trüb, noch ungeklärt, und noch nicht filtriert. Er schmeckte schon nach Wein und wir durften auch schon ein wenig probieren. Begleitet haben mich die Maronen die ganze Zeit. Auf den Weihnachtsmärkten gab es immer eine Tüte davon. In meiner Küche waren sie über Jahre hinweg verschwunden, bis ich bei Uli, dem Ardechereisenpapst, war und eine Woche Esskastanien pur zum Essen bekam. Die Ardeche-Region ist ein einziger, riesiger Kastanienwald, wirklich beeindruckend. Bleibend im Gaumen war auch Ulis Kastanienbraten, den ich hier schon verbloggt habe. Er ist der Lieblingsbraten einer lieben Freundin , soviel darf ich verraten. Jetzt gibt’s aber ein Maronensüppchen. Wenn man nach einer Wanderung nach Hause kommt, ist das wirklich eine schnelle Suppe und wärmt Bauch und Seele.

 

Zutaten für 2 Personen
  • 100 g Maronenpüree aus der Dose
  • 2 Esslöffel Albaöl oder Rapsöl
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 kleine Chilischote
  • Pfeffer und Salz

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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Frische Kräuter selber ziehen – Teil 3

Basilikumpflanzen

Dies ist der dritte und vorerst letzte Teil meiner kleinen Kräuterreihe. Im Gegensatz zum letzten Mal sind, von der Chilipflanze abgesehen, keine Exoten dabei, sondern (fast) nur einheimische Kräuter, die überwiegend problemlos in unseren Breiten gedeihen. Na ja, es gibt auch Ausnahmen, wie den wärmeliebenden Basilikum; den immer mal wieder schwierigen Kerbel oder die zickige Petersilie. 😉 Weiterlesen

Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

Kohlrabistifte mit Erbsen-Ingwer-Creme

Kohlrabi und Erbsen sind jetzt auf dem Wochenmarkt zu finden. Einzeln zubereitet habe ich sie im Frühling  schon oft. Heute gibt es eine Premiere, denn beide sollen sich ergänzen. Im ursprünglichen Rezept war es eine Erbsen-Minz-Sauce. Diese Kombination habe ich im Küchenlabor ausprobiert. Sie hat mir nicht gefallen. Ich fand das passt gar nicht zusammen. Ich habe deshalb die Erbsencreme mit frischem Ingwer aufgepeppt,und das hat mit gut gefallen. Wenn man die Kalbsschnitzel weg lässt, ist das ein veritables vegetarisches Essen. Dann sollte man allerdings über eine „Sättigungsbeilage“ nachdenken.

Zutaten für 2 Personen
  • 1 große  oder 2 kleinere Kohlrabi
  • 4 Esslöffel Albaöl
  • 150 g frische Erbsen
  • 30 g frischer Ingwer
  • 1/2 Chilischote
  • 75 ml Sahne
  • Salz und Pfeffer

als Beilage

  • 2 kleine Kalbsschnitzel
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Pfeffer und Salz

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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Rindfleisch thailändisch mit zwei scharfen Soßen

Rindfleisch thailändisch mit zwei Soßen

So, jetzt habe ich endlich mal wieder meinen Wok anwerfen können. „Rindfleisch mit zwei scharfen Soßen“ klang recht interessant und so kam noch einmal Rinderhüftsteak auf den Tisch. Das Rezept geht übrigens so schnell, das hätte ich letzte Woche gut und gerne anstelle des Rinderfilets in der Pilz-Sherry-Soße machen können. Aber gut. Ganz originalgetreu habe ich das Gericht übrigens nicht nachgekocht. Dort werden die Gurkenwürfel nämlich roh dazu gereicht. Nicht, dass ich etwas gegen rohe Gurke hätte… aber angesichts der unklaren Lage mit diesen üblen EHEC-Keimen und ihrer noch ungeklärten Herkunft, beschloss ich verschärfte Hygienemaßnahmen (obwohl ich statt einer Salat- eine Gartengurke hatte, die wohl nicht aus Spanien stammte). Dazu gehörte nicht nur ein gründliches Waschen der Gurke und anschließendes Schälen, sondern auch besonders intensives Händewaschen (was allerdings sowieso die Regel ist, wenn ich Huhn verarbeite) und darüber hinaus habe ich die Gurkenwürfel zum Schluss noch zwei Minuten mit dem Fleisch zusammen angebraten. Da ich geschmorte Gurke mag, fand ich das nicht störend. Außerdem habe ich keine frischen Tomaten genommen, sondern Dosentomaten. Insgesamt hat mich das Essen aber nicht überzeugt. Das Fleisch mit der Gurke waren nicht schlecht und die Chili-Tomatensoße hat mir auch gefallen. Dagegen war die Chili-Ingwer-Soße nicht so mein Ding. Da es insgesamt nicht gerade ein „soßiges“ Gericht ist, fand ich es mit dem Reis dann auch etwas zu trocken. Was dazu führte, das mein Verbrauch an Tomaten-Chili-Soße exorbitant hoch war. 😉

Zutaten
  • 300 g Rinderhüftsteak oder Rinderfilet
  • Salz
  • Weißer Pfeffer
  • 15 g Butter
  • 1 EL neutrales Öl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 cm Frische Ingwerwurzel
  • 2 Rote Chilischoten
  • 1 1/2 TL Gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 Salatgurke oder 1 kleine Gartengurke
Chili-Ingwer-Soße
  • 2 Rote Chilischoten
  • 2 1/2 cm Frische Ingwerwurzel
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
Tomaten-Chili-Soße
  • 2 Tomaten oder 1/2 Dose gehackte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL gemahlene Chili
  • Salz

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Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.

Lammhacksteaks, schwarze Linsen und Schafskäse

Eigentlich wäre es eine klassische griechische „Marriage“, Lammhack mit Schafskäse, hätten sich nicht die Belugas in die Besucherritze geschmuggelt, und so diese griechische Hochzeit vermasselt. Wobei ich finde, die Belugalinsen haben diesen Klassiker gar nicht entstellt, sondern eher aufgewertet. Mit ihrer Würze haben sie die Lammhacksteaks wunderbar ergänzt und einen schönen geschmacklichen Kontrast zum Schafskäse gesetzt. Mit einem Glas Retsina und anschließend dem erfrischend witzigen Film „My Big Fat Greek Wedding“ kann dann ein entspannter „griechischer Abend“ daraus werden. Viel Spass.

Zutaten für 2 Personen

  • 250 g Lammhackfleisch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Ei
  • 1 Chilischote
  • einige Zweige frischer Oregano
  • etwas Semmelbrösel
  • 150 g Belugalinsen
  • 1/2 Zwiebel
  • 20 g Schinkenspeck
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 80 g Schafskäse
  • Pfeffer, Salz
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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Avocado-Terrine mit zweierlei Meeresfrüchten in Chiliöl

Diese Vorspeise ist aus einem Chefkoch-Rezept entstanden. Ich hatte mit einer lieben Freundin gekocht. Die Avocado-Terrine war ein Teil der Vorspeise und wurde ergänzt durch eine Nuss-Parmesan-Salsa. Jetzt ist schon die Avocado nicht gerade ein Leichtgewicht, eine Frucht bringt es auf  schlappe 550 kcal. Aber die vorgeschlagene Salsa war nochmal ein „Hüftgold“ aus Macademia, Pekannüssen, Parmesan und nochmal Avocado. Jedes Teil für sich war lecker, aber zusammen war es einfach zu viel des Guten. Ich hatte versprochen über eine Variante der Avocado-Terrine nachzudenken. Voilà, hier ist mein Ergebnis. Diese leckere Avocado-Terrine habe ich mit Garnelen, Flusskrebsen und ein wenig Chiliöl ausprobiert.

Zutaten für 2 Personen
  • 2 reife Avocado
  • 100 g Crème fraîche
  • 1 kleine Karotte
  • 6 Blatt Gelatine, oder die entsprechende Menge Agar Agar
  • 6 große Garnelen
  • 30 g Krebsfleisch
  • 1 große Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Lotta in Laos 1: Luang Prabang Chili Paste

Lotta in Laos: Mich, Martina-Lotta, hat es die beiden letzten Februarwochen nach Laos verschlagen. Nicht etwa in den Urlaub, sondern zur Arbeit. 14 Tage habe ich die Übersetzung mehrerer tausend Powerpointfolien als Unterrichtsmaterial für die Ausbildung zum Frauenarzt betreut. Das tat ich im Rahmen meiner langjährigen Arbeit als Mediengestalterin für das Collaboratingcenter for Postgraduate Training in Gynecology and Obstetrics, das von Freiburg aus gemanagt wird und momentan mit Schwerpunkt Vietnam und Laos arbeitet. Das ist in Deutschland nur schwer zu bewältigen, weil mir hier die entsprechenden laotischen Fachleute fehlen, und jemanden zu engagieren würde am Ende genauso viel kosten, wie selbst nach Asien zu reisen. Also bin ich nach Vientiane gejettet. Dort fand ich neben der Arbeit natürlich noch Gelegenheit, mich umzuschauen. Mein erster Aufenthalt in Laos war das nicht, ich war 2006 schon einmal einen knappen Monat im Land unterwegs, damals aber privat.

Mitgebracht aus Laos habe ich das geniale Kochbuch „Food from Northern Laos. The Boat Landing Cookbook.“, zu dem es sogar eine eigene Webseite https://www.foodfromnorthernlaos.com/ gibt. Ein Blick auf diese Seite lohnt sehr, weil hier auch Zutaten beschrieben werden.

Nun wollte ich ohne großen Kopfstand, also ohne weit zum nächsten Asien-Lebensmittelladen zu gehen, kochen und entschied mich für Fried Rice Luang Prabang. Das „Luang Prabang“ darin (das ist die alte Königsstadt im nördliche Laos) bezieht sich hauptsächlich auf die verwendete Gewürzpaste, die der Speise einen speziellen Geschmack gibt. Die Zubereitungsart habe ich etwas modifiziert, weil in deutschen Küchen selten mit Holzkohle gearbeitet wird.

Zutaten
  • 3 Knollen Knoblauch
  • 1/2 Tasse Schalotten (ich nehme Kaffeebecher als Maß). Wenn man hat, nimmt man die kleinen runden asiatischen Schalotten, wenn nicht, normale
  • 1 daumengroßes Stück Galgant, frisch oder aufgetaut
  • 1 TL Salz
  • 3-4 getrocknete scharfe Chilischoten
  • 2 TL Zucker

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Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer … Grünkohl!

Kabeljaufilet mit Orangen-Ingwer-Sauce auf Reisnudeln

Es war nicht der kluge aalfred der den Ausschlag gab. Es war einfach das Angebot an der Fischtheke. Dennoch ist es immer wieder lesenswert,was aalfred zusammenträgt. Über den Kabeljau weiß er er: „Mark Kulansky (…) verfasste eine Kulturgeschichte des Kabeljau“, und weiter: „Das Fleisch ist so reinweiß, daß die großen Flocken auf dem Teller fast schon leuchten. Weiß ist die typische Farbe (…) für das Muskelgewebe von Fischen, die in dem nahezu schwerelosen Milieu am Grunde des Ozeans schweben.“ Unglaublich, was manche Menschen wissen. Chapeau! Also diesen wunderbaren weißen Fisch sollte es mit einer Sauce geben. Zu dieser Sauce hatte mich Rainer Sass inspiriert, der ja auch nicht so weit weg vom Kabeljau wohnt, und er hatte diese Sauce glaube ich mit einem Meeresfisch serviert. Schade, dass Rainer Sass nicht mehr zu Lanz kocht eingeladen wird. Er hatte neben diesem schönen norddeutschen Tonfall auch oft bodenständige Rezepte. Dafür gibt es jetzt „Wünsch dir Sass“ im NDR. Dort berät er eher „Nichtprofis“ und wie man sieht, kann man auch da noch lernen, siehe Orangensauce. Wobei ich mich keinesfalls als Profi bezeichnen würde, allenfalls als interessierter Laie.

Zutaten für 2 Personen
  • 400 g Kabeljaufilet
  • 10 g Butterschmalz
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 2 Orangen
  • 2 Esslöffel weißer Balsamico
  • 2 Eigelb
  • 30 g Butter
  • 2 cm Ingwer
  • 1 kleine Chilischote
  • 160 g Reisnudeln
  • Pfeffer und Salz
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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Rinderfilet mit Kürbis-Chilibutter und Polentaschnitten

Okay, schon wieder so ein Knaller, mit Fleisch und reichlich Butter? Ja, ich ich finde, wie bei jedem Entzug sollte es langsam vonstatten gehen nach Weihnachten. Schnelle und harte Entzüge funktionieren nicht, weder in der Drogentherapie, noch in der Gourmettherapie. Ansonsten drohen beim abendlichen Arbeiten, oder gar beim Fernsehen, Chips- oder sogar Schokoladenattacken von grauenhaften Ausmaßen. Und schließlich ist das neue Jahr noch Stunden entfernt, ab dem wir alles überflüssige Hüft- bzw.Bauchgold sowieso los werden.

Zutaten für 2 Personen
  • 2 kleine Rinderfilets
  • 2 Kürbisschnitze
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 100 g Butter
  • 1 Chilischote
  • 3 Knoblauchzehen
  • Pfeffer und Salz
für die die Polentaschnitten
  • 150 g Maisgrieß
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • reichlich Olivenöl
  • Pfeffer und Salz
für den Radicchiosalat
  • 1 kleiner  Radicchio
  • 3 Zweige Petersilie
  • Essig, Olivenöl, Pfeffer und Salz

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Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.

Rinderfilet mit Kürbis-Chilibutter und Polentaschnitten

Gargantua 16:35