Wenn am Sonntagabend der Hunger kommt und ich feststelle, dass wie erwartet die Gemüsevorräte noch für ein Hauptgericht gut sind, ist mal wieder die Improvisation angesagt. Diesmal mit Soja-Hack. Ein bisschen pervers ist es ja schon, dass für Vegetarier auf Biegen und Brechen Nahrungsmittel hergestellt werden, die Fleisch von Textur und Geschmack sehr ähnlich sind. Miss Clean hatte letztens eine vegetarische Lyoner im Kühlschrank, der man es kaum anmerkt, dass sie nicht aus totem Tier besteht.

Sojahack (auf dem Foto in der Mitte das Ausgangsmaterial – Sojabohnen) kommt nun nicht in die Verlegenheit, wie Hackfleisch zu schmecken, aber die Textur ist – fertig zubereitet – sehr fleischähnlich. Dem fleischfressenden Gatten sagte ich erst nach der Mahlzeit, dass kein Fleisch drinne war – und er fand es gar nicht so arg schlimm. 😉
Eine schnelle Nudelsoße aus Gemüse zu zaubern, ist nun keine große Sache. Wie ich das Soja-Geschnetzelte allerdings aus seinem geschmacksneutralen Dornröschenschlaf wecke, musste ich erst durch Internetrecherchen erkunden. Aber es ist mir gelungen, deswegen hier das Rezept.
Zutaten für 4 Portionen
- 100 g Soja-Hackfleisch (trocken)
- 400 ml heißes Wasser
- 1 EL Tomatenmark
- Curry, Paprika Edelsüß, Pfeffer
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- Sojasoße
- 2 Zucchini
- 1 Karotte
- 1 kleines Stück Sellerie (oder etwas Staudensellerie)
- 1 Dose gehackte Tomaten
- Oregano
- Salz, Zucker
- Olivenöl
Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer … Grünkohl!
Suppentage bei Lotta? Wie es scheint, ist der Suppenkasper unterwegs. Ach nee, der Anti-Suppenkasper: „Ja, ich esse meine Suppe!“
Wir hatten die Doraden schon gekauft, als ich in der Fischtheke Sardinenfilets entdeckt habe. Fertig filetierte Sardinen sind ein Grund, zuzuschlagen. Ich habe schon kiloweise Sardinen geschuppt, ausgenommen und filetiert, und das ist wirklich nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Also gingen 6 schöne Doppel-Filets mit nachhause. Was ich damit mache, ist immer klar: Pasta mit Sardinen, nach sizilianischem Rezept.
Dieses Rezept ist anstrengend, wenn man keinen Gemüsehobel mit der Möglichkeit zum Julienne schneiden hat. Hab ich nicht. Ich habe ein Pfund grünen Spargel mit der Hand, bzw. dem Messer in feine Streifen geschnitzt. Aber wenn man das einmal geschafft hat, ist der Rest ein Kinderspiel und sehr, sehr lecker. Das Rezept stammt aus dem neuen meine Familie & ich – kreativ küche-Heft „Erdbeeren & Spargel“, das mich allein mit den Fotos in Verzückung bringt.
Der Einkaufs-Gatte hatte die Aufgabe, frischen Fisch für die Feiertage zu besorgen. Gedacht war paniertes Fischfilet und Kartoffelsalat. Mitgebracht hat er ein halbes Aquarium voll Zander und mich mit Hundeblick gefragt, ob ich denn da nicht eine Mahlzeit mit einer süßsauren, asiatischen Soße machen könnte. Fragt er Samstagabend. Aber ein Blick in Küche und Kammer zeigte: Ja, geht, wenn auch mit etwas improvisierten Zutaten.
Das ist wohl die Woche der schnellen Rezepte. Letzte Woche war mehr Asia-Woche, irgendwie. Aber es war auch immer stressig und das Kochen sollte einfach nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Muss auch mal sein.
Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal in Indonesien war. [Ich muss mal kurz die Katze maßregeln: Kaum gibt man was von seinem Huhn ab, wird sie fröhlich und sie möchte jetzt gerade einen USB-Stick verschleppen … stopp!!!] Ein paar wenige Rezepte aus der indonesischen Küche koche ich noch ab und an, aber ich habe mich in letzter Zeit eher an die etwas leichtere laotische Küche gehalten. Diese Woche ist mir ein Rezeptheft in die Hände gefallen, das ich vor Jahren gekauft und dann anscheinend vergessen habe. *schäm* Und da sind so unglaublich lecker klingende und aussehende Rezepte drin. Und eines hat mich besonders angelacht, da stand „indonesisch“ dran. Jo, dachte ich mir, indonesisch könnteste auch mal wieder kochen. [Die Katze tut gerade, als hätte ich das Hühnerfleisch auf dem Schreibtisch deponiert? Was um alles in der Welt …??? Aah, jetzt hat sie das halbe Rezept gelöscht …]
Wenn mir nichts einfällt, koche ich „chinesisch“. Gewürzsoßen sind eigentlich immer reichlich vorhanden, auch das eine oder andere getrocknete oder sonstwie konservierte Gemüse, und dann braucht es nur noch etwas frisches Gemüse und vielleicht Fleisch. Der Reißzahngatte schwört, ohne Fleisch nicht nachhaltig satt zu werden. Aber er weiß ja nicht immer, was im Essen ist. 😉
2 halbe Hähnchenbrustfilets
Hausmannskost. Einfach. Nicht schnell, aber eine ganze Weile unaufwendig. Das Ergebnis ist wie bei Muttern. Oder besser.