Holunderblütenmousse mit Orangen-Zimt-Sauce und Rhabarber

Einmal im Jahr muss ich frische Holunderblüten verarbeiten, das ist im meinem Kopf drin, seit ich in meinem Kochen „italienisiert“ wurde. Damals haben wir mit Begeisterung Holunderblüten in Teig ausgebacken und waren stolz wie Oskar, weil wir andere Desserts als Fürst-Pückler-Eis oder Birne Helene hatten. Leider kann man Holunderblüten nur kurze Zeit verarbeiten, dann rieseln sie schon am Busch aus. Die Holunderblütenmousse hat einen sehr feinen, fast eleganten Geschmack. Die Orangen-Zimt-Sauce brennt ein wahres Feuerwerk im Mund ab. Die Säure der Orangen wird gepuffert vom Zimt, Rhabarber gibt sein Bestes und die Minze fügt eine schmeckbare Frische zu. Einfach Klasse, fand ich!

Zutaten für 2 Personen

für den pochierten Rhabarber:

  • 200 ml Orangensaft
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 5 Teelöffel Zucker
  • 6 Blätter frische Pfefferminze
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 2 Stangen Rhabarber

für die Holunderblütenmousse:

  • 3 Eiweiß
  • 20 ml Holunderblütensirup
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 200 ml Schlagsahne
  • 3 Blatt Gelatine
  • 1 Vanilleschote
  • Erdbeeren zur Dekoration und zum Essen

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Pflaumenkompott mit Zimttoast

Jetzt ist der Herbst auch bei mir angekommen. Einmal wegen der Pflaumen, die läuten für mich schon den Herbst ein und vor allem, wenn ich Zimt verwende, dann ist es Herbst und um die Ecke schielt schon der Nikolaus.  Zu schielen beginnt man auch im Supermarkt, die haben schon Weihnachten eröffnet und ich fürchte, schon bald stehen die ersten Nikolausis im Regal, wo ich doch gerade erst dabei war, die Sonnencreme abzuduschen und mich auf herbstliche Gefühle – wie nasse Stiefel, Maronen und Sahnesaucen für den Winterspeck – vorzubereiten. Dennoch viel Spaß mit diesen herbstlichen Pflaumen mit Zimttoast. Zimttoast ist, ich muss es gestehen, nicht meine Kreation, ich habe ihn aus einem Buch über Gewürze und fand, er sollte zu Pflaumenkompott passen und das hat er. Sehr lecker für schnelle Winternachtische, pardon Herbstnachtische.

Zutaten für 2 Personen
  • 250 g Pflaumen , ich hatte italienische Pflaumen genommen,die sind anfangs etwas fest aber nach zwei Tagen gut
  • 3 Esslöffel Balsamico
  • 3 Teelöffel Zucker, das ist Geschmackssache, mehr geht auch in der persönlichen nach oben hin offenen Richterskala
  • 4 Scheiben Weizentoast
  • 2 Teelöffel Zimtpulver
  • 1 Zimtstange
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Nusszopf „Frieda-Martina“

In kurzer Folge jetzt zweimal Hefegebäck als Feiertags-Schmaus. Mit unterschiedlichem Erfolg …

Hefegebäck ist mir von allen Kuchen fast immer das Liebste. Manchmal packt mich auch die Lust auf einen Rührkuchen, aber alles in allem fällt mir der Verzicht auf Kuchen und Teilchen nicht schwer. Der Rest Frischhefe im Kühlschrank hat mich aber motiviert, einen Hefeteig anzusetzen. Eigentlich wollte ich nur einen Zopf machen (habe ich aus einem Teil des Teiges auch gemacht). Und dann hatte ich auch noch keine Lust zum Abwiegen von Zutaten.

Wenn jemand ein genaues Rezept haben möchte, muss er bei Ilonas Oma nachschauen. Beziehungsweise dort, wo Ilona die Rezepte aus den Notizen ihrer Großmutter veröffentlicht hat, im Chefkoch-Forum nämlich. Dort findet sich „Friedas genialer Nusszopf“, ein im WWW sehr beliebtes Rezept, wie es scheint.

Mein Zopf besteht aus nicht ganz abgewogenen Zutaten und relativ wenig Hefe, aber viel Zeit für die Teigreife, deswegen hier nur kurz die Arbeitsweise.

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Orangentarte mit Feta

Orangentarte ist ein französischer Klassiker. Hier musste sie an Jürgens Osterlammkeule angepasst, sozusagen assimiliert werden. Aber bei Orangen ist das in Griechenland nicht schwer, Orangen gibt es überall. Die meisten Strassenbäume in den Städten sind übrigens Orangenbäume, allerding hier die nicht essbare Art der Bitterorange, schade, weil sie wirklich hübsch sind. Eingefallen sind mir Artischocken, die gibt es auch überall, auch wild, Ouzo, Oliven und klar doch, Feta. Käse und Orangen müssten sich vertragen und sie haben sich vertragen, und wie! Der Feta bindet sich wunderbar in die Süsse der Orangencreme ein und verliert fast völlig seine Salznote. Dazu ein kleines Gläschen vom selbstgemachten Orangenlikör.

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Ouzo-Garnelen auf überbackener Tomatensoße

Ein schönes Sommeressen, aber etwas aufwändig in der Zubereitung. Lohnt sich aber, weil so viele schöne Aromen zum Zuge kommen. Das Rezept stammt grob aus der griechischen Ecke, so ähnlich hat es mal einer bei Alfredissimo gekocht, aber ich habe noch Fenchel mit verarbeitet, der weg musste.

Zutaten:
  • 500 g Eiertomaten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • 1/2 Zimtstange
  • 3 Lorbeerblätter
  • ein guter Schuss Olivenöl
  • 200 g Feta
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Fenchelknollen
  • 2 Zweige Thymian
  • Olivenöl zum Braten
  • 250 g Garnelen
  • ein Schuss Ouzo

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Doppelmarzipan Stollenkonfekt

stollenkonfekt01

Lien hat für den kulinarischen Adventskalender (oder wie es in Aufsätzen von Grundschülern gerne heißt: Adsventskalender) "Stollenhäppchen mit Marzipan" hinter dem 14. Türchen versteckt. Die musste ich nachbacken. Erstmal weil der Marzipangatte Stollen mit Marzipan liebt. Und dann weil ich selbstgebackenen Stollen liebe. Allerdings eigentlich ohne Marzipan. Stollen, der noch so richtig nach Hefeteig schmeckt und nicht nach Glucosesirup, ist doch ein Traum! Aber das weiß außer mir hier niemand zu schätzen.Und ich hätte ihn auch Anfang November backen müssen, damit er schön durchgezogen ist.

Um aber doch noch Stollen zu machen, kam mir das Rezept mit den Häppchen gerade recht, allerdings habe ich es etwas modifiziert. Mehr Marzipan. Weniger Ei. Mehr stollengleich. Im Gegensatz zu Liens Rezept habe ich die Häppchen noch mit Marzipan gefüllt (zusätzlich zum Marzipan im Teig, der den Zucker ersetzt). Außerdem habe ich die Häppchen nicht vor dem Backen mit Ei eingepinselt, sondern nach guter alter Stollentradition nach dem Backen mit heißer Butter und dann dick mit Puderzucker bestreut. 2 Pfund Hüftgold mehr also. 😉

Zutaten
  • 300 g Weizenmehl
  • 85 g Butter, weich
  • 3/4 Tl Christstollengewürz (oder je eine Prise Kardamom, Ingwer, Nelken, Koriander und 2 Prisen Zimt, zusammen ungefähr 3/4 Teelöffel)
  • ½ Tl Salz
  • 1 Tl abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
  • 1 Tl abgeriebene Orangenschale (unbehandelt)
  • 2 Tl getrocknete Hefe (oder ± 20 g frische Hefe)
  • 130 g lauwarme Milch
  • 100 g Marzipan, in kleinen Würfeln
  • 50 g Mandelblättchen oder fein gehackte Mandeln
  • 125 g Rosinen
  • 50 g Korinthen
  • 50 g Orangeat, klein gewürfelt
  • 100 g Marzipan, zur dünnen Wurst gerollt

Zum bestreichen:

  • 75 g zerlassene Butter
  • Puderzucker, gesiebt

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Preussen-Parade

Schweinsöhrchen heißen sie gemeinhin in Deutschland, Preussen nennen die Schweizer sie. Beides kann ich nicht so ganz nachvollziehen, sind doch Schweineohren eher spitz und Preußen … naja, nicht aus Blätterteig.

Wenn man fertigen Blätterteig im Haus hat und Besuch auf der Matte steht, oder wenn man einfach nur Lust auf schnelles Kaffeegebäck hat, sind Schweinspreussenöhrchen eine gute Sache. Nach ca. einer halben Stunde hat man die Exemplare fertig. Sie dürfen dann noch einen Moment abkühlen, damit sie fest werden und ihr Aroma entfalten können.

Man nehme
  • 1 Packung fertigen Blätterteig (am besten frisch, dann gehts schneller als mit gefrorenem)
  • etwas Butterschmalz
  • Zucker
  • geriebene Mandeln
  • Zimt
Zubereitung

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Blätterteig entrollen, Butterschmalz schmelzen und auf den Blätterteig streichen (man kann es auch weglassen). Zucker, Mandeln und Zimt nach Geschmackaufstreuen, mit dem Nudelhoz etwas festdrücken. Von zwei Seiten zur Mitte hin locker aufrollen und von dieser Rolle ca. 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech bugsieren. Sie müssen nicht perfekt aussehen, wenn sie im Backofen aufgehen, werden sie von alleine wieder schön. Im Backofen goldbraun backen (ca. 15 Minuten). Etwas auskühlen lassen und servieren.

Gefüllte Calamari sizilianische Art

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Putenbollen zum Kürbisrisotto

Das Kürbisrisotto mit Gorgonzola wollte ich doch gerne nochmal ausprobieren. Diesmal mit Hokkaido-Kürbis, den ich nicht geschält und in recht kleine Würfel geschnitten habe. Nein, nicht den ganzen Kürbis, 1/4 Kürbis hat mir gereicht zu 150 g Reis (das vollständige Rezept ist hier).

Eine Beilage wollte ich noch dazu haben, und Putenhackfleisch hatte ich, da mir unbekannt und außerdem im Angebot, noch vorrätig. Ich mag Putenfleisch nicht. Eigentlich. Hackfleisch ist ja immer nochmal was anderes. Aber um es kurz zu fassen: Ich mag auch kein Putenhackfleisch! Ich fand, es schmeckt seltsam. Warm konnte ich die Bollen, die orientalisch gewürzt waren, gar nicht runterkriegen. Abgekühlt und etwas durchgezogen waren sie einigermaßen erträglich, gehören aber trotzdem in die „muss ich nicht haben“-Kategorie. Das Gleiche mit Rinder- oder Lammhack oder Kalbshack (obwohl ich auch Kalb nicht so besonders mag, das finde ich ist geschmacklich nah an der Pute) wäre aber sicher nicht verkehrt. Alles, nur nicht Pute.

Zutaten
  • 300 g Hackfleisch (alles, nur keine Pute!)
  • 1 handvoll Rosinen (am besten die aromatischen Arabischen aus einem orientalischen Lebensmittelmarkt)
  • eine Prise Zimt
  • eine Prise Piment
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • Chili nach Geschmack
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

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Gewürzmischung Baharat selbst machen

Baharat ist eine Gewürzmischung wie Curry: es gibt nicht das Eine. In der wikipedia wird ein Rezept angeführt mit Paprikapulver. Hier ein anderes:

  • 1 EL Koriandersamen und
  • 1 EL Kreuzkümmel

ohne Fettzugabe in einer Pfanne rösten. Mit

  • 1 1/2 EL schwarzen Pfefferkörnern
  • 1/2 EL Kardamom
  • 1/2 EL Piment
  • 1 EL Gewürznelken
  • 1 EL Muskat
  • 1 EL Zimt

(die letzten beiden Zutaten evtl. als Pulver)

mörsern oder in einer Küchenmaschine mahlen. Mit je

  • 1 Prise Chili und Ingwerpulver

bekommt das Ganze den letzten Schliff.

Gewürzmischung Baharat selbst machen

Martina 9:24