Selbstgebackene Brötchen (Grundrezept)

Ich habe das Gefühl, dass die Brötchen vom Bäcker in letzter Zeit immer schlechter werden. Einmal hatte ich welche, die waren nicht richtig ausgebacken. Und das nächste Mal war wohl das Backtriebmittel ausgerutscht. Jedenfalls hatten drei von sechs Brötchen riesige Löcher im Innern.

Aber auch wenn sie ordentlich gemacht wurden. Gegen frische selbstgebackene können die vom Bäcker nicht mithalten. Und das Selberbacken ist gar nicht schwer. Die reine Arbeitszeit ist kaum länger als man braucht um zum Bäcker zu gehen. Die Gehzeit des Teiges ist natürlich ein Argument. Will man Sonntags ofenfrische Brötchen zum Frühstück haben, heißt es beizeiten aufstehen. 😉

Zutaten
  • 500 g Weizenmehl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Butter
  • 1 TL Lecithin-Pulver
  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 300 ml Wasser (ca. 40 Grad warm)

Zubereitungszeit: 90 Minuten
Portionen: 10 – 12
Schwierigkeitsgrad: normal

Zubereitung

Mehl, Salz, Zucker und Lecithin in einer Schüssel mischen. Die Hefe in einem Becher (o.ä.) mit dem Wasser auflösen und dann zu dem Mehl geben. Die weiche Butter zugeben. Das ganze 5 bis 7 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einem Ballen formen und bei 20 – 25 Grad Celsius 20 Minuten in einer abgedeckten Schüssel gehen lassen.

Den Teig nun in 10-12 möglichst gleichgroße Teile teilen. Am Anfang empfiehlt es sich die Teigstücke abzuweigen, bis man ein Gefühl für die Menge entwickelt hat. Nun zu Brötchen formen; das geht folgendermassen:

Auf einer sauberen, nicht bemehlten Arbeitsplatte werden die Brötchen gerollt. Mit der hohlen Hand über dem Teigstück werden gleichmässig kreisende Bewegungen vollzogen, so dass sich ganz rasch wie von selbst das Brötchen formt. Der Handballen und die Fingerspitzen berühren dabei die Arbeitsfläche. Wer lieber längliche Brötchen möchte (z.B. für Hot Dogs), der rollt zum Schluss noch ein paar mal die runden Teigteile länglich aus.

Die fertigen Brötchen auf Backpapier auf ein Backblech legen und evtl. mit Wasser bepinseln (man kann die Brötchen auch zur Hälfte oder ganz in Wasser tauchen) und dann in Körnern wälzen. Gut geeignet sind Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne, aber auch Kümmel (dann ein wenig grobes Salz mit drauf streuen) oder Käse.

Abdecken und weitere 40 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 250 Grad Celsius vorheizen. Die Brötchen in den Ofen schieben und etwa 300 ml kochendes Wasser in die Fettpfanne füllen und diese zuunterst in den Ofen schieben. Die Brötchen etwa 20 bis 25 Minuten backen.

Notizen

Lecithin bekommt man in der Apotheke oder bei Spinnrad. Es heisst genau Reinlecithin P. Notfalls kann man es aber auch weglassen.

Ich verwende immer eine Mehlmischung, die aus Weizenmehl Type 550, Type 1050, manchmal etwas Vollkornmehl und bis zu 50 g Haferflocken (die extrazarten von Kölln) besteht. Je höher die Type desto dunkler werden die Brötchen. Wer ganz helle haben will kann Type 405 nehmen. Brötchen aus reinem Vollkornmehl mag ich nicht, sie werden doch ziemlich massiv.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Selbstgebackene Brötchen (Grundrezept)

Jürgen 10:26