Currywurst mit selbstgemachter Currysoße nach Tim Mälzer

Currywurst mit selbstgemachter Currysoße nach Tim Mälzer

Currywurst mit selbstgemachter Currysoße nach Tim Mälzer

Irgendwie bekam ich beim letzten Einkauf mal wieder Lust auf Currywurst. Der Auslöser war wohl ein beiläufiger Blick im Vorübergehen auf die Produkte im Fertiggerichteregal. Dort gab es eine Convenience-Version der geliebten Currywurst, mit einem lecker anzusehenden Bild.  Versteht sich, dass ich nach dem Desaster mit dem Schweine-Rahm-Geschnetzelten vom Edeka keine große Lust verspürte das auszuprobieren. Also war mal wieder selbermachen angesagt. Der erste Versuch vor zwei Jahren war ja nicht schlecht und die Currywurst-Varaiante von Martin Baudrexel, die er in einer Sendung „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“ gemacht hatte, war sogar noch besser. Irgendwo hatte ich dann aber noch ein weiteres Rezept in die Finger bekommen, das noch besser sein sollte. Statt mit Cola wird es mit Orangensaft gemacht. Ich glaube es wurde von Tim Mälzer in einer Kochsendung vorgestellt. Genaues kann ich aber nicht mehr sagen, denn ich hatte es seinerzeit nur hastig auf einen Zettel gekritzelt. Die Soße ist zunächst recht dick geworden. Nun konnte ich mich nicht mehr erinnern, ob das Tomatenmark zweifach oder dreifach konzentriert war und ob nicht auch noch passierte Tomaten reinkamen. Also war ein bisschen experimentieren angesagt und so habe ich eine halbe Packung passierte Tomaten dazugegeben. Die Soße bekommt damit eine schönere Konsistenz und schmeckt richtig lecker. Das ist eindeutig mein Favorit in Sachen Currywurst-Soße.

Zutaten
  • 1 EL Olivenöl
  • 125 g Tomatenmark (dreifach konzentriert)
  • 250 ml passierte Tomaten
  • 250 ml Orangensaft
  • 3 Sternanis
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL gekörnte Gemüsebrühe
  • 1 EL Cayennepfeffer oder 1 TL gemahlene Chili
  • 3 EL (ggf. etwas mehr) gutes Currypulver (ich habe „Thai-Curry“ genommen)
  • Salz, Pfeffer

Portionen: 6
Zubereitungszeit: 15 Minuten

Zubereitung

Als erstes die Bratwurst in die Pfanne geben und das Öl für die Pommes frites aufsetzen.

Dann das Olivenöl in einem  Topf erhitzen, das Tomatenmark zugeben und eine Minute unter kräftigem Rühren anrösten. Currypulver und Cayennepfeffer (oder Chili) darüber stäuben und mit dem Orangensaft ablöschen. Passierte Tomaten, Sternanis und gekörnte Brühe zugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Falls die Soße zu dick sein sollte, kann man sie mit etwas Wasser verdünnen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. noch etwas Curry abschmecken. Die Sternanis wieder entfernen.

In der Zwischenzeit sollte die Bratwurst durchgebraten und auch die Pommes fertig sein. Wem es noch nicht genug Curry ist, der kann beim Servieren noch ein wenig Currypulver über die Wurst geben. Habe ich diesmal gemacht, weil mir die Soße dann – trotz mehrmaligem Probieren – doch nicht genug nach Curry schmeckte.

Tipp

Die Soße ist auch eine schöne Alternative zum Curry-Ketchup, den man fertig zu kaufen kriegt. Sie schmeckt besser und enthält weniger Zucker – ganz zu schweigen von irgendwelchen Aromatstoffen, Geschmacksverstärken oder Farbstoffen. Na gut, ein bisschen kommt durch die gekörnte Brühe rein… aber wirklich nur ein bisschen. 😉

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
Print Friendly, PDF & Email

21 Kommentare zu “Currywurst mit selbstgemachter Currysoße nach Tim Mälzer

  1. Selbstgemachtes schmeckt immer besser als diese halbherzigen Fertigprodukte aus dem Kuehlregal – werde es demnaechst mal ausprobieren und mir den Weg zur Lieblingscurrybude um die Ecke sparen

    Gruesse, euer ScoutConcierge

  2. In solchen Fällen koche ich immer die doppelte Menge Curry- oder Barbecue-Sauce und friere den Rest im Eiswürfelbehälter bzw. der sonst unbenutzten Eierablage aus dem Kühlschrank ein. So hat man immer ein bißchen selbstgemachtes Ketchup, wenn man es braucht.

    Liebe Grüße, Sus

    • @Sus: das mit dem Einfrieren ist ein interessanter Tipp. Das habe ich bei solchen Soßen noch nie probiert. Ich dachte die Konsistenz würde darunter leiden. Scheint aber nicht der Fall zu sein. Ich werde es das nächste mal ausprobieren, wenn ich wieder eine größere Soßenmenge mache.

  3. ja das mitn einfreieren ist super habe ich grade auch gemacht, weil echt diese mengen bekommt man so garnicht weg..
    ist echt ne leckere soße da könnte sich die ein oder andere pommesbude ne scheibe von abschneiden 😉

  4. Pingback: Nicht königlich: Curry King XXL von Meica

  5. Super Sosse, da kann man einfach nicht nein sagen. War nach dem
    Rezept echt begeistert. Selber machen anstatt Fertigsosse merkt man
    auf alle Fälle VG Kai

  6. Ja ja, Onkel Timmy hat da ein echt gutes und vor allem super einfaches Rezept auf den Markt gewofen. Ich hab es aber ohen Sternanis gemacht weil ich mich frage, was denn mit den Sternchen passiert. Holt man die raus oder müssen sie vorher pulverisiert werden? Und kann man auch normales Anis verwenden und wenn ja: wie viel?
    Viele Grüße, Chris

  7. @Chris: Die Sternanis nimmt man aus der Soße, sobald diese fertig ist. Auf keinen Fall drin lassen oder gar klein gemahlen hineingeben, das wird viel zu intensiv! Wie es mit normalem Anis schmeckt kann ich nicht sagen, den verwende ich nicht

  8. Ich glaube, ich habe einen Widerspruch im Rezept gefunden. Im Tipp heißt es: “ und enthält weniger Zucker — ganz zu schweigen von irgendwelchen Aromatstoffen, Geschmacksverstärken oder Farbstoffen.“ Und bei den Zutaten steht gekörnte Gemüsebrühe, die imho fast nur aus Geschmacksverstärkern besteht …

  9. Es gibt auch hefefreie gekörnte Gemüsebrühe, die sollte man sowieso vorziehen. Am besten ist, man macht die sich selbst aus selbst getrocknetem Gemüse mit Salz, alles fein geschreddert.

  10. @DirkNB: Nö, das ist kein Widerspruch. Die Instant-Brühen bestehen zunächst einmal überwiegend aus Salz, weshalb man auch mit zusätzlichen Salzgaben zurückhaltend sein sollte. Dann sind Gemüse, Kräuter und Gewürze drin. Unter Umständen ist als Geschmacksverstärker Hefeextrakt drin – sogar bei Bioprodukten! Es gibt aber auch Produkte, die ohne das auskommen.

  11. Da muss man aber ganz schön suchen, wenn man eine solche gekörnte Brühe ohne Glutamat, ohne Hefeextrakt oder andere Geschmacksverstärker finden will. Bisher habe ich noch keine gefunden, ich würde mich also über einen entsprechenden Tipp freuen.
    Immerhin kann man sich ein vergleichbares Produkt auch selber zubereiten. Einfach Wurzelgemüse und dergleichen – was eben so in eine Brühe kommt – möglichst fein hacken und mit Salz mischen. Dann kommt alles in Schraubgläser und in den Kühlschrank. Dort ist diese Mischung hinreichend lange lagerbar und man hat immer eine Gemüsebrühe zum Aufgießen mit heißem Wasser.

  12. @DirkNB: bei Alnatura gibt es eine hefefreie Instant-Gemüsebrühe. Ich muss allerdings zugeben, dass ich lieber das Bio-Produkt vom Edeka nehme, auch wenn dort Hefeextrakt drin ist. 😉

  13. Pingback: moer's BBQ Pit | Nachkochliste

  14. Currysoße ohne Ketchup ist widerlich.

    Das hier ist einfach nur ne Tomatensoße. Vielleicht gut für Nudeln, aber Currysoße für Currywurst muss einfach einen gewissen Anteil Ketchup enthalten.

    BÄHH!

  15. @Jorgen: Nö, muss es nicht. Außerdem, woraus bitte besteht Ketchup denn? Na? Genau: aus Tomaten, Zucker, Essig, Gewürzen – und die gekaufte Version noch aus diverser Chemie. 😉 Hier kommt die Säure vom Orangensaft statt vom Essig. Insgesamt seht lecker.

  16. Super lecker!! Habe noch einen TL Honig dazu, einen Sprutz Zitrone und eine Knoblauchzehe (nur ziehen lasse. Das wird nun unsere absolute Lieblingssoße 🙂

  17. Habe die sauce zum ersten mal gekocht und bin begeistert . Da Gäste kamen , hab ich etwas mehr gemacht . Leider ist noch einiges übrig geblieben und ich frage mich nun , wie lange die sauce im Kühlschrank hält .habe sie in ein Twist -off Glas gefüllt .

  18. @Moni: Im Kühlschrank hält sie auf jeden Fall eine Woche. Ansonsten empfehle ich den Tipp von @Sus, die Soße im Eiswürfelbehälter einfrieren.

  19. @Sascha: Ein Rezept mit Pfirsichen in der Currysoße habe ich auch mal im Fernsehen gesehen, aber nicht ausprobiert. Das war mit Dosenpfirsichen. Da die süßer sind, als Orangensaft, wäre ich dann zumindest mit dem Zucker zurüchaltender. Ich weiß leider nicht mehr, was da sonst an Zutaten drin war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Currywurst mit selbstgemachter Currysoße nach Tim Mälzer

Jürgen 11:17