Es gibt Düfte, die einen augenblicklich in den Sommer zurückversetzen. Frisch gemähte Wiesen gehören dazu – und der unverwechselbare Duft reifer Himbeeren. Wer schon einmal an einem warmen Julitag mit leicht roten Fingern zwischen dicht gewachsenen Himbeersträuchern gestanden hat, weiß genau, wovon ich spreche.
Während Himbeermarmelade ihren ganz eigenen Charme besitzt, hat sie auch einen Nachteil: Die Kerne in den Himbeeren. In diesem Jahr war das Frühjahr recht trocken. Das hat dem Geschmack der Himbeeren zwar keinen Abbruch getan, aber die Früchte sind kleiner als üblich. Damit haben die Kerne natürlich einen höheren Anteil in der Marmelade. Das hatte ich vor einigen Jahren schonmal und empfand es als etwas störend.
Mit Himbeergelee vermeidet man dieses Problem. Es ist wunderbar klar, streichzart und intensiv fruchtig. Keine störenden Kerne und warme Wetter hat für ein sehr intensives Aroma gesogt. Auf einem noch warmen Brötchen, einem knusprigen Croissant oder einfach auf einer Scheibe frischem Toastbrot schmeckt es nach Sommer, Sonne und Garten.
Das Schöne daran: Himbeergelee selbst herzustellen ist viel einfacher, als man zunächst denkt. Ein wenig Geduld braucht man lediglich beim Entsaften der Früchte – den Rest übernimmt fast von allein der Kochtopf. Das Ergebnis sind leuchtend rote Gläser voller Fruchtaroma, die sich nicht nur hervorragend zum Frühstück machen, sondern auch ein schönes selbstgemachtes Mitbringsel sind. Gerne verwende ich Fruchgelees auch, wenn ich eine Salatvinaigrette mache. Ein oder zwei Löffel Gelee geben der Vinaigrette eine wunderbar fruchtige Note.
Zutaten
- 2 kg reife Himbeeren
- 500 ml Wasser
- Saft einer Zitrone
- 500 g Gelierzucker 2:1
- alternativ 1000 g Gelierzucker 1:1


