Selbstgemachtes Ajvar (Paprika-Auberginenmus)

Ajvar selber machen ist ganz einfach und das Ergebnis ist deutlich schmackhafter als die Fertigware aus dem Supermarkt. Die ist meistens so schrecklich lasch gewürzt. Wahrscheinlich hatten die Pepperoni bei der Produktion nur die Rolle unbeteiligter Zuschauer. Außerdem kann man so prima Auberginen- oder Paprikareste oder Ernteüberschüsse verwerten. Verwenden kann man es sowohl als Brotaufstrich als auch zu kurzgebratenem oder gegrillten Fleisch. Es sollte auf keiner Grillparty fehlen.

Dieses Rezept ist eine vereinfachte Version, bei der das Gemüse nicht erst angeröstet und gehäutet wird. Dadurch macht es deutlich weniger Arbeit.

Zutaten
  • 1 kg rote Paprika
  • 400 g Auberginen
  • 100 ml Essig
  • 400 ml Wasser
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Pepperoni
  • 150 ml Olivenöl
  • 1 TL Salz

Zubereitungszeit: 150 Minuten

Zubereitung

Paprika entkernen und in grobe Stücke schneiden. Die Auberginen ebenfalls in Stücke schneiden. In einem grossen Topf zusammen mit Wasser und dem Essig ca. 15 Minuten kochen. Inzwischen den Knoblauch schälen und die Peperoni entkernen, beides grob zerkleinern, zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Essigwasser abgiessen und auffangen (das Bild rechts zeigt das Gemüse kurz vor dem Pürieren).

Das Gemüse entweder durch einen Fleischwolf drehen (Ajvar wird grober) oder in den Mixer geben oder mit dem Pürierstab pürieren (Ajvar wird feiner) . Das Salz zugeben. Die ganze Masse wieder in den Topf geben und ca. 2 Stunden auf kleinster Hitze köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren und gelegentlich etwas von dem aufgefangen Essigwasser hinzufügen. Zum Schluss das Olivenöl dazugeben und nochmal kurz aufkochen. Das Ajvar sollte nicht zu flüssig sein. Gereinigte Schraubverschlussgläser bei 100 Grad im Backofen 5 Minuten sterilisieren und das Ajvar in die heißen Gläser füllen. Auf jedes Glas zum Abschluss einen Schuss Olivenöl geben. Die Gläser verschliessen und an einen kühlen Ort stellen.

Notiz

Luftdicht verschlossen ist dieser Ajvar einige Monate haltbar. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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11 Kommentare zu “Selbstgemachtes Ajvar (Paprika-Auberginenmus)

  1. bei mir sieht das ajvar aber irgendwie anders aus.
    viel heller und ohne diese weissen stückchen und das obwohl ich genau die mengen abgewogen habe

  2. Das kann auch am Foto liegen. Es sieht auf jedem Monitor anders aus. Weiße Stückchen sind in dem fertigen Ajvar eigentlich nicht drin – es sei denn da wäre mal ein Pepperonikern durchgerutscht und dem Pürierstab entgangen.

  3. Pingback: Calamari in Chili-Tomatensoße - Lotta - kochende Leidenschaft

  4. @melrose: Wir wollten, dass du wieder kommst, deswegen haben wir uns dumm gestellt. 😉 Dein Rezept kommt sofort auf die Liste, das muss ausprobiert werden (nächstes Jahr, wenn es wieder schöne Paprika gibt). Klingt aber logisch, dass das Anrösten des Gemüses im Ofen lecker ist!
    Željeli smo da vam se vratiti, tako da smo postavili sebi glup. 😉 Vaš recept je sada na listi, kako bi se pokušao vanjska strana (iduće godine, ako je opet lijepa paprike). No, to zvuči logično da SRJ povrća u pećnici je ukusna! (http://translate.google.com/#de|hr| )
    🙂

  5. @melrose: Wenn ich die Übersetzung von Google richtig verstehe ist der entscheidende Unterschied in deinem Rezept, dass die Paprika und Auberginen im Ofen geröstet werden. Das werde ich beim nächsten mal auf jeden Fall ausprobieren. Danke für den Link!

  6. Ja, das ist der kleine abeeeeeeeeeer feine Unterschied, gibt ganz anderes Geschmack (meine Meinung nach besseres). Ich freue mich auf deinen Post!

  7. Ich esse sehr gerne Ajvar.
    Das obige Rezept wird noch schmackhafter, wenn man es im Bach-Vakuum-Gartopf zubereitet.
    Hier handelt es sich um ein Sousvide/Vakuumgar-Verfahren bei Niederigtemperatur, das die wertvollen Inhaltstoffe weitgehend bewahrt und auch viel Energie spart.

  8. Pingback: Was isst man in ... Kroatien? | blog.speisekarte.de

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Selbstgemachtes Ajvar (Paprika-Auberginenmus)

Jürgen 18:56