Kulinarik im Mittelrheintal, ein kleiner Erlebnisbericht

Das Rheintal ist für seine zauberhaften Ausblicke bekannt. In der Lorelei von Heine wird der wunderbare Rhein, die schöne Jungfrau und schliesslich auch der Schiffer beschrieben, der in den Wellen verschlungen wird. Das kann dem kulinarischen Besucher nicht geschehen  er wird nicht verschlungen. Und mit dem Verschlingen hat er es auch nicht einfach. Verschlingen sollte man sowieso nicht. Und gar nicht unter all den Gipfeln des Berges. Genug der Vorrede und ich beginne meine kleine Tour in Oberwesel. Im bekannten Weinhaus Weiler gibt es thailändische Küche

ich hatte ein superleckeres Hähnchen in grünem Thai Kokos Curry mit Jasmin Reis, sehr empfehlenswert.

Aber mich  zieht es weiter, mit dem ehrwürdigen Schaufelraddanpfer Goethe nach Kaub.

Diese Fahrt sollte man nicht dienstags machen. Denn in Kaub ist dienstags alles geschlossen.  Nur das Deutsche Haus hatte geöffnet und hier sind Gäste nach eigener Angabe wegen Corona Überfüllung mit Gästen, zurückgewiesen worden. Selbst die Pommes Bude am Fähranleger hatte geschlossen,.Bliebe nur noch die Jugendherberge mIt ihrer Tiefkühlkulinarik, oder Tante Marion, das kleine Lädchen in der Altstadt, mit einem Obsttag und temporäres Heilfasten bis zum Mittwoch. Dort öffnete dann um 17 Uhr das Restaurant Hotel zum Turm,  gehobene  Landhausküche mir origineller Küche.

Weiterlesen

Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre

Gerade geht die Rhabarber-Zeit zuende. Eine gute Gelegenheit, die letzten geernteten Rhabarber-Stangen zu einer fruchtig-frischen Konfitüre zu verarbeiten. So hat man im Winter immer etwas Sommerfeeling auf dem Frühstückstisch. Die Kombination aus Erdbeeren und Rhabarber finde ich besonders schön, weil die Konfitüre nicht nur ein kräftiges Erdbeeraroma mitbringt, sondern durch den Rhabarber auch eine schöne Säure. Das Mengenverhältnis kann man, je nach Geschmack variieren. Ich nehme gerne von beiden die gleiche Menge. Wer es erdbeeriger mag, kann aber ohne Weiteres 1 kg Erdbeeren nehmen und nur 500 g Rhabarber. Bei meinem Mengenverhältnis nehme ich den 1:1 Gelierzucker. Bei einem größeren Erdbeeranteil kann man durchaus auch den 2:1 Gelierzucker nehmen oder sogar 3:1. Diese Konfitüren sind dann allerdings nicht ganz so lange haltbar.

Ich verwende mittlerweile bevorzut normalen Haushaltszucker und das Geliermittel separat dazu. Das hat den Vorteil, dass ich nicht verschiedene Zuckersorten bevorraten muss und außerdem kann ich den Zuckeranteil zwischen 1:1 und 2:1 noch selber variieren.

Zutaten
  • 750 g Rhabarber
  • 750 g Erdbeeren
  • 5 EL Zitronensaft
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1,5 kg Gelierzucker 1:1

Weiterlesen

Grüne Sauce, aus unserem Garten

Kräuter aus dem Garten

Unser Garten ist jetzt in weiten Teilen ein Wildblumen und Kräutergarten. Was liegt also näher als alle Kräuter zu einer Grünen Sauce zu verarbeiten. Mit englischem Zierrasen geht das leider nicht.  Wobei englischer Rasen gar nicht schwer ist. Ein englisches Ondit sagt: Es ist ganz einfach englischen Rasen zu bekommen. Viel Regen und den Rasen jeden Tag mähen, und das 200 Jahre lang. Ich war selbst mal gespannt wie der Geschmack sein wird.

Hier die Kräuter die ich verwendet habe:
  • Giersch
  • Sauerampfer
  • Spitzwegerich
  • Schnittlauch
  • Estragon
    wilder Majoran
  • Gundermann
  • Creme fraiche
  • Joghurt

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Krauter waschen und abtropfen lassen. Lediglich beim Estragon, Gundermann und Sauerampfer muss man die Blätter vom Stiel zupfen. Anschliessend die Kräuter mit dem Wiegemesser fein wiegen. Creme fraiche und Joghurt verrühren und die Kräuter unterheben und die Grüne Sauce  leicht salzen. Mein Fazit unsere Garten Grüne Sauce ist sehr Kräuter intensiv. Giersch kann man reichlich verwenden. Bei Gundermann reichen 4-5 Stängel. Er ist sehr geschmacksgebend. Bei meinem nächsten Versuch werde ich mehr wilden Majoran und auch mal Pfefferminze verwenden. Die habe ich mal weggelassen, weil sie sehr dominant ist und vieles überlagern würde.

Und hier die erste Anwendung meiner Garten Grüne Sauce

Lachs-Crevetten-Spiess mit Spargel und Grüne Sauce

Weiterlesen

Tagliatelle mit Spargelspitzen und Morcheln

Tagliatelle mit Spargelspitzen und frischen Morcheln

Irgendwie hat man doch in diesen Pandemiezeiten, ganz viel Zeit zum Kochen und vorbereiten. Trotzdem sehe ich den Blogs, Newslettern und Kundenzeitschriften viele schnelle Rezepte. Vielleicht ja auch deshalb, weil man viel öfter zuhause kocht. Andererseits sind unsere Papiertonnen voll mit Pizzakartons und Verpackungsmüll durch den Versandhandel. Und in Amerika geht eine Liefer App namens Door Dash an die Börse. Und die Fertigpizzen sind in Deutschland das beliebteste Tiefkühlprodukt. Und jetzt keine neue Nachrichten mehr, sondern viel  Spass beim Nachkochen!

Zutaten
  • 100 g Tagliatelle
  • 50 g grüne Spargelspitzen
  • 10 g frische Morcheln
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 40 ml Weisswein
  • 100 ml Creme fraiche
  • Salz, Pfeffer 1 Prise Muskat

Weiterlesen

Spaghetti Frutti die Mare

Spaghetti mit Frutti di Mare in Tomatensoße

Ein wirklich schnelles Rezept ist das. Der besondere Pfiff: die Spaghetti werden im Wasser zunächst nur zu dreiviertel gegart. Anschließen werden sie in der Tomatensoße, in der auch die Meeresfrüchte sind, fertig gekocht. Dadurch nehmen sie besonders gut den Geschmack der Soße an.

Zutaten
  • 1 Packung Tiefkühl Frutti di Mare (350 g)
  • 1 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer
  • 6 Kirschtomaten
  • 1/4 Bund glatte Petersilie
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 1/2 Dose gehackte (oder passierte) Tomaten
  • 200 g Spagehtti,
  • 1 EL Olivenöl

Weiterlesen

Schnelle Lauch-Tarte mit Schinken und Käse

Schnelle Lauchtarte mit Schinken und Käse

Statt Fertigpizza greife ich gerne auf Blätterteig zurück. Das geht bis auf eine kurze Vorbereitungszeit für den Belag , fast genauso schnell und ist einfach und leckerer. Und ausserdem gibt es meines Wissens keine Fertigpizza mit Lauch. Lauch, Schinken und Käse müssten eigentlich nach französischem Vorbild eine Mariage feiern, so gut wie sie zusammenpassen. Und in dieser Tarte machen sie das, geadelt durch den Backofen. Für den Kochschinken bevorzuge ich ganz dünn geschnittenen Schinken. Richtig gut macht das immer mein italienischer Feinkostladen.

Zutaten

  • Eine Lage Blätterteig
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • Etwas Olivenöl
  • 2 Eier
  • 80 ml Schlagsahne
  • Muskatnuss
  • 30 g gekochter Schinken
  • 100 g Münsterkäse, oder vergleichbarer Rotschmierkäse
  • Salz und Pfeffer

Weiterlesen

Rosenkohlauflauf , schnelle Küche

Rosenkohlauflauf

So komisch es klingt, wir haben doch in diesen Corona Zeiten eigentlich alle Zeit um ausgiebig vorzubereiten und zu kochen. Und trotzdem gelingt es mir manchmal nicht und ich habe Lust auf mehr als ein Butterbrot. Und ausserdem bin ich eigentlich noch nicht fertig mit meiner Arbeit am Computer. Die Lösung etwas kurz vorbereiten und dann in den Backofen. Und das muss auch noch richtig satt machen. Voila hier ist meine Lösung.

Zutaten
  • 300 g Rosenkohl
  • ½ Dose stückige Tomaten
  • 1 Bechern Creme fraiche
  • 50 g geraspelter Bergkäse
  • Salz und Pfeffer

Weiterlesen

Bier kann auch Umani.

 

 

FesttagsBiere

Umani ist nach süß, sauer, bitter, salzig und scharf die Geschmackskomponente die durch Glutaminsäure ausgelöst wird. Die Beschreibung wäre herzhaft, würzig, das uns die Glutaminsäure als Bestandteil des Proteinmoleküls auf der Zunge meldet. Und unsere Rezeptoren weisen auf Eiweißbestandteile hin, wie wir sie in Käse und Fleisch finden. Wein hat auch Umaninoten, aber längst nicht so stark wie die hier vor gestellten Festagsbiere, und Glühwein schon ganicht, Glühwein geht dieses Weihnachten schon garnicht, dazu braucht es Minusgrade und das  Geklingel des Karussell. Deshalb mein Vorschlag, kein Glühwein auch nicht am Kaminofen, das ballert nur und hinterher ist die Lust auf  herzhaft noch viel größer. Also gleich ein Dunkelbier wie Elchbräu aus der fränkischen Schweiz, das Burgund des Bieres, wie Jörn Kabisch, Taz Redakteur schreibt, und er zitiert den Braumeister, „ein klassisches Dunkel, bei dem die Röstaromen deutlich im Vordergrund stehen. Mit Aromen nach Bitterschokolade, geröstetem Schwarzbrot aber auch grüner Hopfenfrische und eleganter Malzigkeit.“ Besser kann ich es nicht ausdrücken. Als zweites Festtagsbier möchte ich hier unseren Lokalmatodor aus Frankfurt vorstellen. Carolus der Starke, benannt nach wem wohl?  Wer es sofort weiß, darf einen weiteren Schluck nehmen.  Carolus ist nur zur Weihnachtszeit verfügbar, und das nur im Vertiebsgebiet der Binding Brauerei. Auch Eintracht Frankfiúrt Fan Club genannt.

Carolus ist deutlich malziger, hat aber auch hopfige Frische und vor allem eine nicht zu unterschätzende Umdrehungszahl. Für alle Leser die weder Elchbräu oder Carolus  finden können es gibt auch bundesweite Alternativen, wie Andechser Doppelbock oder Weihenstephan Doppelbock.

Weiterlesen

Rindfleisch-Karotten-Kohlrabi-Eintopf

Der Herbst geht zu Ende. Der Winter steht vor der Tür. Zeit den Garten winterfest zu machen und das letzte Gemüse zu ernten. Um diese Jahreszeit gibt es neben dem typischen Wintergemüse wie Feldsalat, Grünkohl oder Pastinake, das noch lange stehen bleiben kann, auch noch Kohlrabi und Möhren. Und die passen ganz wunderbar in diesen Eintopf. Anstelle von Kohlrabi kann man aber auch Kartoffeln nehmen.

Das ganze ist auch prima geeignet, um auf Vorrat zu kochen. Den Eintopf kann man einfrieren oder einwecken und hält sich dann noch viele Monate.

Zutaten
  • 900 g Rindfleisch (Schulter oder Wade)
  • 500 g Karotten
  • 500 g Kohlrabi
  • 2 Gemüsezwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 150 g Dörrfleisch
  • 2-3 Tomaten oder eine kleine Dose gehackte Tomaten
  • 40 g Butterschmalz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 300 ml trockener Rotwein
  • 1 ½ l Rinderbrühe
  • 3 Lorbeerblätter
  • 4 Pimentkörner
  • 1 EL rote Pfefferbeeren
  • Salz
  • Pfeffer
  • ½ Bund glatte Petersilie

Weiterlesen