China-Restaurant „Paradies“ Mongolischer Grill

Was tun, wenn der Sitzungsraum nur bis neun Uhr gebucht ist, aber die Tagesordnung noch lange nicht abgearbeitet ist und die Mägen der Beteiligten mindestens schon in den Kniekehlen hängen? Nun, eine pragmatische Lösung ist dann, die Sitzung in ein nahegelegendes Restaurant zu verlegen. Dank guter Ortskenntnisse einiger Teilnehmer wurde klar, dass das Chinarestaurant „Paradies“ ein geeigneter Ort wäre. Gesagt – beschlossen, und so zog die gesamte Gruppe um.

Das Restaurant ist modern eingerichtet, ohne Schnickschnack und bietet Tische für bis zu 10 Personen. Letztere sind runde Tische mit einer großen Drehscheibe in der Mitte. Eine nette Sache, wenn man verschiedene Gerichte mit mehreren teilen will. Aber es erfordert etwas Aufmerksamkeit, damit man die Scheibe nicht gerade dann weiterdreht, wenn sich gerade jemand bedienen will ;-).

Die Speisekarte ist, wie bei den meisten Chinesen, elend lang, überladen und unübersichtlich. Die Spezialität des Hauses ist der „mongolische Grill“ wo man seine gewählten Fleisch- oder Fischgerichte vom Koch zubereiten lassen kann, während man ihm auf die Finger schaut. Da das aber etwas aufwändiger ist, wollte das gestern keiner ausprobieren.

Ich wählte Rindfleisch „Guan ban“ (hoffentlich habe ich den Namen jetzt noch richtig in Erinnerung) für 13,80 €: knusprig gebratene Rindfleischstreifen mit Paprika und Zwiebeln. Das Fleisch war tatsächlich knusprig aber trotzdem noch zart. Enttäuscht war ich allerdings von der Soße. Auf der Karte stand bei dem Gericht „scharf“, aber das war es beim besten Willen nicht. „Würzig“ oder „pikant“ wäre vertretbare Attribute gewesen, aber scharf ist was anderes. Auch die anderen Gerichte hätten zum Teil etwas kräftgier gewürzt sein dürfen und so griff mancher zu den bereitstehenden Würzsoßen oder dem Salz.

Positiv erwähnen muss man die Freundlichkeit und Schnelligkeit des Service. Aber auch die Küche arbeitete ausgesprochen schnell und so kam das Essen nach ca. 10 Minuten und zeitgleich für alle auf den Tisch. Einziger Patzer: die Frühlingsrollen, eigentlich ja eine Vorspeise, kamen mit Verspätung und auch erst auf Nachfrage.

Alles in allem würde ich sagen, das es ein Durchschnittschinese ist. Eventuell könnte der mongolische Grill noch ein paar Extrapunkte bringen. Das Preisniveau liegt dagegen eher etwas über dem Durchschnitt, zumindest wenn man Abends dorthin geht. Die Preise der Mittagskarte liegen dagegen im üblichen Rahmen.

Insgesamt ein „kann man hingehen“-Restaurant vor allem wenn man in der Gegend ist und nicht lange suchen will. Mir erscheint es auf jeden Fall als bessere Wahl, als das direkt gegenüber liegende „MoschMosch“, eine japanische Nudelbar. Davon gibt es in Frankfurt noch eine Ausgabe, sowie vier weitere in anderen Städten. Die andere Frankfurter Filiale hatte ich vor Jahren mal besucht und bei dem einen Besuch war es dann geblieben.

China-Restaurant „Paradies“
Mongolischer Grill
Baseler Str. 10, im OVAL-Gebäude
60329 Frankfurt

Tel.: (069) 26 95 26 98
Fax:: (069) 26 95 26 98
www.china-paradies.de

Öffnungszeiten:
Täglich von 11:30 – 15:00 Uhr und von 17:30 – 23:30 Uhr

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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China-Restaurant „Paradies“ Mongolischer Grill

Jürgen 9:16