Never again: Restaurant Viehweide in Hofheim

Neulich war mal wieder so ein Tag, wo alles schief ging. Diesesmal gl├╝cklicherweise aber nicht bei mir. ­čśë Wir hatten uns mit einer kleinen Gruppe f├╝r den Abend zum Essen verabredet. Und da das Wetter noch sch├Ân war, gleichzeitig der Regen aber schon in Aussicht gestellt worden war, beschlossen wir, noch einen kleinen Spaziergang davor zu schalten. Treffpunkt war vor dem Restaurant Viehweide in Hofheim und von dort sollte es zum Waldgasthof Gundelhard gehen – eine gute dreiviertel Stunde Fu├čmarsch. Es fing dann schon damit an, dass unser Geburtstagskind anrief und mitteilte, dass sie ihren Autoschl├╝ssel im Wagen hatte steckenlassen und jetzt hoffte, dass der eilends alarmierte Gatte mit dem Ersatzschl├╝ssel baldigst eintraf. Das klappte dann auch so einigerma├čen und sie kam „nur“ 20 Minuten zu sp├Ąt. Zwischenzeitlich hatten wir allerdings schon andere Sorgen: Eine weitere Teilnehmerin kam nicht. Da sie sonst die Zuverl├Ąssigkeit und P├╝nktlichkeit in Person ist, machten wir uns schon etwas Sorgen und versuchten, sie per Handy zu erreichen. Das gelang dann schlie├člich auch und wir erfuhren, dass sie sich – trotz Navigationsger├Ąt – verfahren hatte. Der Grund: Die Adresse des Lokals lautet „Viehweide 1“ und das muss man im Navi auch eingeben. Nicht etwas „Viehweidenweg“ – die Webseite des Restaurants weist darauf auch extra hin. Sonst kann es n├Ąmlich passieren, dass man man im Viehweidenweg in Langenhain landet – und das sind ungef├Ąhr 11 km daneben.  ­čśë Schlie├člich gelang es uns, die Verirrte mittels Navi und Handy an das richtige Ziel zu lotsen – kaum eine Stunde nach der verabredeten Zeit. Irgendwie hatten wir da alle nicht mehr so die rechte Lust, jetzt noch eine Stunde durch die K├Ąlte zu laufen und beschlossen, stattdessen in der Viehweide zu essen. Dort hatten wir zwar nicht reserviert, bekamen aber gl├╝cklicherweise noch einen Tisch f├╝r 8 Personen.

Der Service war dann schnell mit der Getr├Ąnkebestellung und den Speisekarten zur Hand. Die Karte zeigt das ├╝bliche Sammelsurium an Gerichten, das man von Ausflugslokalen kennt: Pizza, Pasta, Salate, Schnitzel. Ungew├Âhnlich waren hier lediglich zwei indische Gerichte. Eines davon w├Ąhlte ich aus, das Rogan Josh Kashmiri (Lammgulasch in w├╝rziger Curryso├če mit Basmatireis). Denn da das Personal irgendwie einen indischen Eindruck machte, hoffte ich, dass dies auch beim Koch der Fall ist und dieser mit den beiden Gerichten heimische K├╝che kredenzt. Auch das zweite indische Gericht fand eine Abnehmerin, w├Ąhrend sich die ├╝brigen Teilnehmer f├╝r Bew├Ąhrtes und Bekanntes entschieden: Salate (u.a. mit H├Ąhnchenbrust) oder Schnitzel.

Die Salate kamen dann auch sehr z├╝gig. Leider gab es eine kleine Panne: Statt einem Salat mit Bacon und zwei Tellern, um ihn sich zu teilen, wurden zwei Salate geliefert. Okay, kein Problem, der ├╝berfl├╝ssige wurde ohne zu Murren wieder mitgenommen. Alle Salate waren frisch und knackig und von ausreichender Menge. Nur das Dressing lie├č doch sehr zu w├╝nschen ├╝brig. Nach einhelliger Meinung aller Mitesser ein Fertigdressing und nicht mal ein besonders gutes. Schade, die erste Chance zu punkten war vertan. Kurz darauf kamen dann die Hauptgerichte. ├ťblicherweise sind mir die Portionen in diesen Ausfluglokalen eher zu gro├č. Diesmal war das anders. W├Ąhrend die Schnitzelportionen tats├Ąchlich recht ├╝ppig waren, sah mein Rogan Josh mit dem kleinen Reisporti├Ânchen auf dem gro├čen Teller irgendwie etwas verloren aus. So als fehlte da noch eine Beilage. Geschmacklich war es „na ja“, das Fleisch zum Teil etwas fett und Knorpel geh├Ârt an die St├╝cke auch nicht unbedingt. Aber die Menge war ein Witz. Das w├Ąre kaum als Seniorenteller durchgegangen und das f├╝r ├╝ppige 13,80 ÔéČ! Es war so wenig, dass ich danach noch immer Hunger hatte. Sowas ist mir schon lange nicht mehr passiert. Gl├╝cklicherweise konnte ich einen Anteil von einer der ├╝ppigen Schnitzelportionen abstauben. Diese Portionen war mehr als ├╝ppig. Wobei… „gl├╝cklicherweise“ ist relativ. Das halbe Schnitzel und ein paar Pommes s├Ąttigten mich zwar, aber es war kein Genuss. Das Schnitzel war noch ganz ordentlich. Die J├Ągerso├če war immerhin mit frischen und nicht mit Dosenchampignons gemacht, schmeckte aber nach… hm, eigentlich nix. Keine Ahnung womit sie die gew├╝rzt hatten, vielleicht mit braunem So├čenbinder? Und die Pommes waren richtig schlecht: weich und labberig mit einem deutlichem Frittierfettaroma. Das ganze f├╝r 10,90 ÔéČ muss ich auch nicht haben.

Fazit

Eigentlich schade, das Restaurant bietet einen wunderbaren Panoramablick auf Frankfurt und im Sommer eine sch├Âne Au├čenterrasse. Aber bei diesem Essen sehe ich keinen Grund, dort noch einmal einzukehren. Die Qualit├Ąt ist unterirdisch, die Preise eher hoch und damit stimmt das Preis-Leistungs-Verh├Ąltnis mal ├╝berhaupt nicht. Okay, im Sommer kurz einkehren, um nach einer Wanderung ein Bier zu trinken, das kann ich mir noch vorstellen, mehr aber wirklich nicht.

Und hier noch ein paar Kommentare der anderen Teilnehmer: „War dein Essen auch so schlecht?“, „Das Essen war richtig schlecht. Das kann man nicht empfehlen.“.

P.S.: Fotos kann ich leider diesesmal nicht liefern, da ich nur das alte Smartphone ohne Blitz und mit geringer Aufl├Âsung dabei hatte und daf├╝r reichte das Licht weder drinnen noch drau├čen. N├Ąchstes Mal wieder. ­čśë

Restaurant Viehweide

Viehweide 1
65719 Hofheim am Taunus
Telefon (06192) 99 09 0
Telefax (06192) 99 09 15
E-Mail: mail@viehweide.de

├ľffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11.00-24.00 Uhr
Feiertags 11.00-24.00 Uhr
Montag Ruhetag

0 Kommentare zu “Never again: Restaurant Viehweide in Hofheim

  1. Einen sch├Ânen Tag an den Bewerter. Als angeblichen
    Restaurantkritiker, haben Sie kein gerades Haar an dem Restaurant
    Viehweide gelassen. Ein echter Kritiker sch├╝ttet keinen Eimer mit
    F├Ąkalien noch ├╝ber die komplette Gastst├Ątte. Das gibt es nicht. Es
    gibt nichts einfacheres ein negatives Urteil zu beschreiben, da man
    bei positiven Bewertungen auch Fachkenntnis haben mu├č. So wie Sie
    diese Bewertung geschrieben haben,ist hier kein Restauranttester am
    Werk gewesen. Die erste Frage an den Bewerter : Warum haben Sie
    sich nicht beim Service beschwert? Wenn mir etwas nicht schmeckt,
    und ich bewerte das Restaurant nach HACCP und die Speisen nach
    Geschmack, Gr├Â├če und Preis, und esse mich nicht vorher satt, und
    behaupte dann das Essen w├Ąre sche…. gewesen. Hier klingt es nach
    einem Vorfrust nach den geschehen Situationen. Einfach den Dampf
    beim Portal mal ablassen. Unser Test Viehweide Hofheim am Taunus.
    Im Jahre 2010 wurde durch einen geschulten Gastronomietester das
    Lokal als zufrieden bis gut bewertet. Ein typsches Ausflugslokal
    mit guten Parkplatzm├Âglichkeiten und sch├Ânem Ambiente.
    Bodenst├Ąndige Speisen, die genau nach dem Wunsch des Gastes f├╝r
    „Deutsche K├╝che“ entsprechen. Die Preise liegen im standardm├Ą├čigen
    Bereich. So sehen Sie, hier hat unser Bewerter (gelernter Koch und
    Meister mit TV Sendungen) bestimmt keine Geschmacksverirrung
    gehabt. mit freundlichen Gr├╝├čen, und einen Tip die Gastst├Ątte
    Viehweide zu besuchen, um gut zu speisen Anonymus Gru├č an Volker
    von F

  2. Hm, ein anonymes Posting, um eine unerw├╝nschte Kritik zu relativieren? Habe ich behauptet, ich sei ein Restaurantkritiker, gar noch einer der das hauptberuflich macht? Ich habe lediglich beschrieben, was ich erlebt habe und dazu die Meinungs├Ąu├čerungen einiger weiterer Teilnehmer einer netten Runde wiedergegeben. Und was Ihr angeblicher Test der Viehweide in 2010 angeht (so es nicht ein Fake ist, was ich mal aufgrund des anonymen Postings und fehlenden Link vermute): Was soll das aussagen, wenn in der Zwischenzeit z.B. der Koch gewechselt hat? Und das war wohl der Fall, wenn man sich die j├╝ngsten, nat├╝rlich auch ganz laienhaften, Kritiken auf qype.com oder restaurant-kritik.de durchliest.
    Egal, ich schreib auch k├╝nftig was ich erlebt habe – Positives wie Negatives – und das ganze rein subjektiv und ohne den Anspruch, eine professionelle Restaurantkritik zu verfassen. Und im ├╝brigen kann jeder hingehen und sich selber ein Bild machen.
    Irgendwie erinnert mich das jetzt an die Sache mit dem „Klangwelt“ vor drei Jahren… warum blo├č http://www.digilotta.de/2008/05/20/klangwelt-in-frankfurt-raucherlokal-oder-was/

  3. Pingback: Das Horror-Wirtshaus im Taunus (Zum Fuchstanz) - Lotta - kochende Leidenschaft

  4. Restaurantbesuche sind immer Momentaufnahmen. Ich war mit einer Gruppe von Wanderern seit langem mal wieder in der Viehweide. Und ich war angenehm ├╝berrascht. Der Service war flott und freundlich. Und mein Essen: H├╝hnerbrust mit Pfefferrahmsauce, Bratkartoffeln und Rosenkohl war lecker. Sahnige Sauce, krosse Bratkatoffeln und gut gegarter Rosenkohl. Auch die anderen „Mitesser“ waren zufrieden, Sehr leckere Haxe, kross gegrillt und saftiges Fleisch. Das Holzf├Ąllersteak war gut, ebenfalls krosse Kartoffelecken und ein w├╝rziges Schweinesteak.
    Es ist eine Ausflugs-bzw. Waldgastst├Ątte, daf├╝r gibt es eine gute Qualit├Ąt: Never again kann ich nicht unterschreiben!

  5. Ich m├Âchte mich gerne Gargantua anschlie├čen. Meine Frau und ich waren erst letzten Dienstag dort und bezichtigem dem Essen sehr gute Qualit├Ąt und ausreichende Masse. Der Salat (mit einem Joghurt Dressing) war absolut spitze.
    Ich w├╝rde Sie bitten diese Kritik vielleicht bei einem neuen Besuch nochmal zu ├╝berdenken und dann hier zu l├Âschen…

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Never again: Restaurant Viehweide in Hofheim

J├╝rgen 11:33