Ist das wirklich von Alexander Herrmann? Gebratenes Lachsfilet mit Avocadocréme und Kartoffelchips

Gebratenes Lachsfilet mit Avocado und Kartoffelchips

Oh Mann, irgendwie habe ich momentan mit dem Nachkochen von neuen Rezepten kein Glück. Erst das Desaster mit den gefüllten Mangoldblättern und dann dieses Beinahe-Fiasko mit dem gebratenen Lachsfilet. Erst nachdem ich es ausprobiert hatte – und ziemlich enttäuscht war – erfuhr ich, dass es scheinbar von Alexander Herrmann stammt. Zumindest entdeckte ich es hier unter dem Titel „Alexander Herrmanns Lachs mit Avocado und Pfefferkartoffeln“ mit nur geringen Abweichungen von dem was ich gemacht habe. Das kann ich irgendwie nicht glauben. Also nicht, dass es wirklich schlecht war, jede der einzelnen Komponenten hat geschmeckt: Das Lachsfilet war saftig (aber nicht mehr glasig) und hatte einen feinen Geschmack; die Kartoffelchips waren wunderbar knusprig und würzig und die Avocadocreme war frisch und pikant. Nur, für meinen Geschmack passte das alles so gar nicht zusammen. Die knusprigen Chips vertrugen sich nicht mit dem Lachs. Die Avocadocreme passte weder zum Lachs noch zu den Chips – ich würde sie aber jederzeit zu mexikanischen Fajitas reichen. Ne, also das war nicht so ganz mein Fall. Aber ein Gutes hat das Rezept: Die Kartoffelchips sind extrem lecker und lassen alle gekauften ziemlich alt aussehen. Die mache ich bestimmt wieder einmal – von daher notiere es mal unter der Überschrift „Kartoffelchips selbstgemacht“ ;-). Und zum Lachs gibt es künftig wieder ein bewährtes Basilikum- oder Zitronenrisotto.

Ach ja, ich hab das Rezept leicht abgewandelt gegenüber dem mutmaßlichen Original von Alexander Herrmann gekocht. Im Original ist kein Thymian dabei und der Lachs wird auch nicht zusammen mit einer Knoblauchzehe gebraten und die Kartoffelchips werden nur mit Salz und Pfeffer gewürzt. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es mir ohne diese Zutaten auch nicht besser gefallen hätte.

Zutaten
Für das Lachsfilet
  • 400 g Lachsfilet mit Haut
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Mehl
  • 1 Stängel frischer Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
Für die Avocadocrème:
  • 1 reife, aber noch feste Avocado
  • 1 Tomate
  • 1 Knoblauchzehe
  • Saft einer halben Zitrone
  • 50 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • etwa gemahlene Chili
Für die Kartoffelchips
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • Salz, Pfeffer (oder Rosenpaprika)
  • 1 l Öl zum Frittieren

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 35 Minuten

Zubereitung
Kartoffelchips

Kartoffeln schälen und mit dem Sparschäler lange Späne abschneiden. Kurz in kaltes Wasser geben und anschließen gut trocken tupfen. Die Kartoffelchips portionsweise in heißem Öl frittieren bis sie schön goldbraun sind. Zum Entfetten auf Küchenkrepp geben, leicht salzen und kräftig mit Pfeffer würzen oder alternativ mit etwas rosenscharfem Paprika bestäuben – das ist dann zwar nicht original, aber ich habe beide Würzungen probiert.

Avocadocrème

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen und sofort mit dem Zitronensaft übergießen. Das Avocadofleisch mit dem Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab cremig mixen. Die Tomaten waschen, vierteln oder achteln – je nach Größe – und entkernen. Die Tomatenwürfel unter die Avocadocréme rühren und die Masse abschmecken.

Lachsfilet

Das Lachsfilet auf beiden Seiten salzen und mit dem Mehl bestäuben. In einer Pfanne im heißen Olivenöl zusammen mit der angequetschten Knoblauchzehe und dem Thymianzweig auf beiden Seiten jeweils knapp 2 Minuten scharf anbraten. Herausnehmen und im vorgeheizten Ofen noch fünf Minuten gar ziehen lassen. Wer es glasig mag, wickelt den Lachs in etwas Alufolie und läßt in noch 3 Minuten ziehen. Ggf. noch etwas salzen und mit ein wenig Zitronensaft beträufeln.

Die Avocadocréme auf Teller verteilen, die Lachsfilets drauf setzen und die Kartoffelchips dazu legen.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Jürgen 13:15