Portugal-Türkei. Fischpfannkuchen-Linsenfrikadellen

eurologo.atAnpfiff 20.45 Uhr. Die Portugiesen gegen die Türken in Genf. Die Türken standen seinerzeit mal vor Wien und wurden dort gestoppt. Jetzt dann also doch noch Genf. Die Portugiesen hätten als Hauptsponsoren für die Entdeckung Amerikas in die Geschichte eingehen können, hatten damals aber einen Nichtskönner namens Columbus vor die Türe gesetzt. Ihn hatten sie dabei möglicherweise richtig eingeschätzt, sein Geschick, die richtigen Leute für die richtigen Aufgaben zu rekrutieren, haben sie allerdings unterschätzt. Na gut, schlussendlich war der Kerl ja gescheitert: Den Seeweg nach Indien hat er tatsächlich nicht gefunden, das war später Vasco da Gama, und zwar für die Portugiesen.

Die aufregendste portugiesische Entdeckung seitdem war Luís Figo, der allerdings beim Spiel um Platz 3 der WM 2006 ausgerechnet gegen die deutschen Flaschenkicker seinen Länderspielabschied nahm. Dabei hätten wir dem gerne nochmal beim Trikottausch zugeschaut. Mal ehrlich, wer will Deco sehen?

Also braucht ein Essen zum Spiel sowas wie einen „Trostfaktor“. Pfannkuchen statt Figo. Linsenfrikadellen statt schlechter Laune. Die beiden hier vorgestellten Gerichte sind etwas aufwändiger in der Vorbereitung, bieten aber die richtige Nervennahrung. Wenn das Spiel genauso aufregend wird …

Fischpfannkuchen – Bolinhos de Peixe

Kategorien: Portugal

Menge: 4 Portionen

Zutaten
  • 500 Gramm Fischfilet
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
  • 1 Zwiebel(n), gehackt
  • 1 Ei
  • 3 Essl. Paniermehl
  • Salz und Pfeffer
  • Öl, zum Backen

gefunden bei: https://www.chefkoch.de/rezepte/17891003497400/Fischpfannkuchen.html

Zubereitung

Fischfilet, Petersilie und Zwiebel fein hacken. Mit dem Ei und 3 EL Paniermehl mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Mundgerechte Fladen formen, diese in Öl goldbraun backen. Können warm, aber genauso gut kalt gegessen werden!

Dazu „Massa de Pimentos“ (Paprikadipp) reichen.

Linsenfrikadellen – Mercimek köftesi

Kategorien: Türkei

Menge: 8 Portionen

Zutaten
  • 2 Gläser Linsen, rote (Trinkgläser)
  • 1 1/2 Gläser Bulgur, feiner (Trinkgläser)
  • 3 Zwiebel(n)
  • 3 1/2 Essl. Margarine
  • 2 1/2 Teel. Paprikapulver, rotes
  • 2 1/2 Teel. Kümmel, gemahlen
  • 2 1/2 Teel. Piment, gemahlen
  • 1/2 Bund Dill
  • 1/2 Bund Petersilie, glatte
  • 6 Frühlingszwiebel(n)
  • 1 Essl. Tomatenmark
  • 1 Salat, grüner
  • 700 ml Wasser

gefunden bei: https://www.chefkoch.de/rezepte/148071063881788/Linsenfrikadellen.html

Zubereitung

Zwiebeln waschen, sehr klein schneiden und in der erhitzten Margarine gut andünsten. Gewaschene Linsen in ca. 700 ml Wasser weich kochen. Den Bulgur in die noch heißen Linsen geben und ziehen lassen, bis das ganze Wasser aufgesogen ist. (Ist die Masse zu weich, mit etwas Bulgur auffüllen). Die gedünsteten Zwiebeln, Salz, Paprikapulver, Pfeffer, Kümmel, Piment und Tomatenmark dazugeben und gut vermischen. Zum Schluss die Frühlingszwiebeln, Petersilie und den Dill untermischen. Aus der Masse werden dann längliche, „zweifingedicke“ KÖFTE (Frikadellen) geformt und mit Salatblättern wird das ganze angerichtet. Eignet sich prima als Antipasti, aber auch jetzt zur Grillsaison- passt optimal zu Geflügel und Lamm.
Vorsicht: Stark sättigend!!! Wer es lieber etwas würziger mag, gibt noch etwas Sambal Olek in die Masse.

Zubereitungszeit: 30 Min.

Schwierigkeitsgrad: simpel

Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer …
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0 Kommentare zu “Portugal-Türkei. Fischpfannkuchen-Linsenfrikadellen

  1. Ich hab mich dann am heutigen Spieltag für die Linsenfrikadellen entschieden. Das Ergebnis sieht man auf dem Bild oben. Die Teile machen in der Tat etwas Arbeit. Aber das Ergebnis ist lecker. Ich hatte zunächst ja gedacht, da fehlt was am Rezept und war der Meinung, die fertigen Röllchen werden noch irgendwie gebraten, aber ne, die bleiben so. Sie haben eine weiche, breiige Konsistenz. Daher auch die Salatblätter, darin kann man sie nämlich zum Essen schön einwickeln. Dazu gab es Ajvar – der passt prima als Dipp – und ein Tzatziki, was auch gut passte. Hm, Tzatziki ist doch eigentlich ein griechisches Rezept, oder? Und das zu einem türkischen Gericht… böses Foul… man möge mir verzeihen… oder gibt es auch ein türkische Version von Tzatziki? Dann habe ich natürlich die gemacht. 😉

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Portugal-Türkei. Fischpfannkuchen-Linsenfrikadellen

Martina 16:00