Indisches Brathuhn in Joghurtmarinade mit Salat und Joghurtsoße

Vorgestern waren wir – auf den letzten Drücker – in Riehen in den Räumen der Fondation Beyeler, um endlich die Venedig-Ausstellung zu betrachten. Das konnten wir nur tun, weil die Ausstellung noch einmal um drei Wochen verlängert worden war und am Sonntag war wirklich der allerletzte Tag. Unsere Freunde Uli und Uli teilten mit uns die Freude an einem sonnigen Tag, und nach dem Kunstgenuss setzte Hunger ein. Aber wo hingehen an einem Sonntagnachmittag in der Schweiz, wenn mindestens eine der hungrigen Personen (wenn nicht gar zwei) keine Lust auf Kaffee und Kuchen, sondern auf Deftiges vrspüren? Diese Lust kumulierte zu Worten und wurde "was Scharfes mit Reis". Aber auch der Inder will am Sonntag ruhen, und so landeten wir am Schluss, wieder auf deutscher Seite, doch in einem Café, das wenigstens belegte Brötchen anbieten konnte, auch wenn Wurst und Käse eigentlich fürs Frühstück reserviert sind.

Aus diesem Sonntagsabenteuer erwuchs die Lust auf Indisches, und ein Huhn hatte ich schon am Samstag vom Metzger meines Vertrauens mitgenommen, weil es da so schön mickerig rumlag und nur halb nach Turbohuhn aussah.

Geschmeckt hat es schließlich so ein bisschen wie ein Hähnchenkebap, mit den Händen gegessen war es einfach nur lecker: Das zerteilte Hähnchen mit Joghurtsoße und dem Salat gemischt und mit einem Stück Brot aufgenommen … hmmmm! Scharf, aber ohne Reis.

Zutaten
  • 1 Brathähnchen, küchenfertig
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt

die folgenden Gewürze kann man fertig gemahlen nehemn, oder wie in meinem Fall am Stück und z.T. frisch und dann mörsern:

  • je ca. 1/2 TL Ingwer, Nelken, Piment, Pfeffer, Chili und Kreuzkümmel
  • 1 Becher Joghurt (150 g)
  • 2 EL Butter
  • 1 TL Zitronensaft oder Tamarindenmus
  • Salz

Für den Salat

  • 1 Salatgurke
  • Tomaten
  • Radieschen
  • 1 Zwiebel
  • Zitronensaft
  • Pfeffer, Salz
  • Joghurtsoße
  • etwas Salatgurke
  • 1 Radieschen
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • Kreuzkümmel, Curry (scharf), Salz und Pfeffer
  • ein Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Das Hähnchen waschen und innen und außen trocken tupfen. Zwiebel, Knoblauch und Gewürze im Mörser zerkleinern oder im Mixer pürieren, mit Butter, Joghurt und Zitronensaft vermischen. Die Butter kommt normalerweise während des Grillens auf das Huhn, aber ich habe einen Bratbeutel verwendet. Deswegen bereite ich einen Bratbeutel vor, reibe das Huhn innen und außen mit der Marinade gut ein, und gebe Huhn und Marinade in den Beutel. Nach Vorschrift verschließen und mindestens eine Stunde marinieren lassen.

Gurke, Radieschen, Tomaten und Zwiebel in feine Scheiben schneiden/hobeln. Auf einer Platte anrichten: Zwiebeln zuunterst,die restlichen Zutaten obendrauf. Salzen und pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und kühl stellen.

Etwas Gurke und ein Radieschen in feine Stifte schneiden, mit Joghurt, Knoblauch und den Gewürzen vermischen und mit Zitronensaft abschmecken. Etwas durchziehen lassen.

Das Hähnchen braucht im vorgeheizten Backofen bei 180 bis 200 Grad ca. 60 Minuten.

Dazu gabs frisches Tandoori-Brot nach diesem Rezept.

Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer …
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Indisches Brathuhn in Joghurtmarinade mit Salat und Joghurtsoße

Martina 9:11