Krautwickel Hausfrauenart und anders


Krautwickel. Schreckensgespenst meiner Kindheit. Schlimmer als Hackbraten, weil Hackbratengeschmack umwickelt mit Weißkraut! Igitt!

„Was essen wir heute? Vorschläge?“ „Krautwickel, da hätte ich Lust drauf!“ – Man sollte nicht heiraten.

Aber ich wäre nicht ich, wenn dererlei Essenswünsche in Scheidungspläne münden würden. Stattdessen mache ich einfach zweierlei Kohlrouladen, macht mir doch nix aus!

Heraus kamen sehr schmackhafte Krautwickel mit noch schmackhafterer Soße. Ohne Fotos allerdings. Schon alleine, weil die Wickeltechnik noch ausbaubar ist. Gelinde gesagt. Visuell war es ein Krautchaos im Topf, aber wie geschrieben, geschmacklich war es klasse!

Zutaten
  • 1 Kopf Weißkraut
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 1/8 l Milch
  • 1 Ei
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 Zwiebel
  • Rosenpaprika
  • Majoran
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1/2 Tasse Semmelbrösel
  • 1 Tasse Bulgur
  • 1 rote Paprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Tasse Speckwürfel
  • 6 EL Tomatenmark
  • gekörnte Brühe
  • Öl
  • Sahne

Zubereitung

Den Weißkohl in Blätter zerteilen, die Strünke herausschneiden und in kochendem Salzwasser blanchieren, damit sie geschmeidig genug sind, gewickelt zu werden. Wieviele Blätter man braucht? Tja, bis die Masse aufgebraucht ist …

2/3 des Hackfleischs mit der Milch verrühren. Das Fleisch muss die Milch komplett aufnehmen. Das macht die Masse später zarter. Feinst gewürfelte Zwiebel, Ei, Salz, Pfeffer, Majoran, Senf und Rosenpaprika zugeben, so dass eine gut gewürzte Masse entsteht. So viel Semmel(n)brösel(n) dazu geben, dass sie nicht mehr zu flüssig ist.

Bulgur mit 2 Tassen heißem Salzwasser begießen und 20 Minuten quellen lassen. Mit dem restlichen Hackfleisch, 3 EL Tomatenmark, der klein gewürfelten Paprika, zerkleinertem Knoblauch (hier geht die böse, böse Knoblauchpresse!), Salz, Pfeffer und Rosenpaprika mischen, gut verkneten. Auch diese Masse gut abschmecken. Ich hatte kein Ei mehr, deswegen steht es nicht im Rezept. Diese Masse läuft aber Gefahr, zu zerfallen, deswegen ist ein Ei auch hier nicht verkehrt.

Jetzt geht’s ans Wickeln: 1-2 der blanchierten Krautblätter (Ästheten haben sie in Eiswasser abgeschreckt, wegen der Farbe. Meine Oma hätte sowas nie getan!) mit einer Handvoll Füllung belegen. Die Menge hängt von der Größe der Kohlblätter ab. Zu Rouladen wickeln (am besten die Schmalseite über die Füllung schlagen, dann die Längsseiten rechts und links hochklappen und dann alles aufrollen … äh, tja … wie soll ich das erklären?). Mit Küchengarn fixieren.

Öl in einer Kasserolle oder hochwandigen Pfanne erhitzen, Krautwickel portionsweise anbraten, sie sollten rundherum schöne Farbe bekommen. Alle erstmal herausheben. Speckwürfel ins Fett geben und anbraten, Tomatenmark dazugeben und unter Rühren anrösten, Rouladen dazusetzen und jetzt mit Gemüsebrühe aufgießen. 2/3 der Rouladen dürfen mit Brühe bedeckt sein. Aufkochen lassen und bei mäßiger Hitze 20 – 30 Minuten köcheln lassen. Rouladen aus der Soße heben, Soße abschmecken (eventuell noch etwas einkochen lassen. Am Schluss etwas Sahne angießen, Mit Salzkartoffeln servieren.

Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer …
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0 Kommentare zu “Krautwickel Hausfrauenart und anders

  1. Ich dachte, so ein bisschen was Vorweihnachtliches (Päckchen) wäre nicht verkehrt … die Krautwickel selbst sahen eher wie Hundefutter aus … äh, naja, lassen wir das, reden wir von ästhetischeren Dingen.

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Krautwickel Hausfrauenart und anders

Martina 9:46