Lotta in Laos 1: Luang Prabang Chili Paste

Lotta in Laos: Mich, Martina-Lotta, hat es die beiden letzten Februarwochen nach Laos verschlagen. Nicht etwa in den Urlaub, sondern zur Arbeit. 14 Tage habe ich die Übersetzung mehrerer tausend Powerpointfolien als Unterrichtsmaterial für die Ausbildung zum Frauenarzt betreut. Das tat ich im Rahmen meiner langjährigen Arbeit als Mediengestalterin für das Collaboratingcenter for Postgraduate Training in Gynecology and Obstetrics, das von Freiburg aus gemanagt wird und momentan mit Schwerpunkt Vietnam und Laos arbeitet. Das ist in Deutschland nur schwer zu bewältigen, weil mir hier die entsprechenden laotischen Fachleute fehlen, und jemanden zu engagieren würde am Ende genauso viel kosten, wie selbst nach Asien zu reisen. Also bin ich nach Vientiane gejettet. Dort fand ich neben der Arbeit natürlich noch Gelegenheit, mich umzuschauen. Mein erster Aufenthalt in Laos war das nicht, ich war 2006 schon einmal einen knappen Monat im Land unterwegs, damals aber privat.

Mitgebracht aus Laos habe ich das geniale Kochbuch „Food from Northern Laos. The Boat Landing Cookbook.“, zu dem es sogar eine eigene Webseite https://www.foodfromnorthernlaos.com/ gibt. Ein Blick auf diese Seite lohnt sehr, weil hier auch Zutaten beschrieben werden.

Nun wollte ich ohne großen Kopfstand, also ohne weit zum nächsten Asien-Lebensmittelladen zu gehen, kochen und entschied mich für Fried Rice Luang Prabang. Das „Luang Prabang“ darin (das ist die alte Königsstadt im nördliche Laos) bezieht sich hauptsächlich auf die verwendete Gewürzpaste, die der Speise einen speziellen Geschmack gibt. Die Zubereitungsart habe ich etwas modifiziert, weil in deutschen Küchen selten mit Holzkohle gearbeitet wird.

Zutaten
  • 3 Knollen Knoblauch
  • 1/2 Tasse Schalotten (ich nehme Kaffeebecher als Maß). Wenn man hat, nimmt man die kleinen runden asiatischen Schalotten, wenn nicht, normale
  • 1 daumengroßes Stück Galgant, frisch oder aufgetaut
  • 1 TL Salz
  • 3-4 getrocknete scharfe Chilischoten
  • 2 TL Zucker

Zubereitung

Die Knoblauchknollen in Zehen zerteilen, nicht schälen! Knoblauch, ungeschälte Schalotten und Chili auf einem Stück Alufoie verteilen und in die obere Hälfte des Backofens geben, der auf höchste Stufe angeheizt sein und mit eingeschaltetem Grill laufen sollte. Das Ganze wird 10-15 Minuten gegrillt, die Chilis eventuell rausnehmen, wenn sie sehr dunkel sind, Knoblauch und Schalotten grillen, bis sie anfangen, schwarz zu werden.

Galgant waschen und klein schneiden (schälen ist nicht nötig), mit dem Salz, dem Zucker, den Chilis am besten mörsern. Schalotten und Knoblauch schälen und mit in den Mörser geben, das Ganze zu einer Paste verarbeiten. Das geht auch im Mixer.

Die fertige Paste kann man in einem luftdichten Behälter einige Tage aufheben. In den Kühlschrank stellen sollte man sie nicht, da sich der Geschmack sonst verändert. Die Paste wird nach ein bis zwei Tagen richtig gut, kann aber auch sofort schon verwendet werden. Innerhalb einer Woche aufbrauchen.

Die Würzpaste eignet sich gut für Reis oder Nudelgerichte oder gibt einer Suppe den entscheidenden Kick.

Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer …
Print Friendly, PDF & Email

3 Kommentare zu “Lotta in Laos 1: Luang Prabang Chili Paste

  1. Pingback: Lotta in Laos 2: Luang Prabang Fried Rice/gebackener Reis Luang Prabang-Art

  2. Hallo khamlane, stimmt, jetzt wo du es sagst … ich nehme bisher
    für Khao Soy immer fertige Sojabohnenpaste mit Chili, aber das
    probiere ich mal, dass ich noch von der Luang Prabang-Paste mit
    reintue. Vielen Dank für den Tipp!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Lotta in Laos 1: Luang Prabang Chili Paste

Martina 11:07