Mangold mit Graupen und Tomaten

Mein Kochbuch, das unbekannte Wesen (Dauerevent „DKduW“). Meine Gemüsekiste, das unbekannte Wesen. Zwei unbekannte Wesen kommen zusammen. Die Kiste war der Auslöser, sie enthielt unter anderem eine schöne, große Mangoldstaude. Ich mag Mangold aber nicht so gerne …

Erinnert habe ich mich an das Biolek/Witzigmann-Kochbuch „Unser Kochbuch“, das eine Menge vegetarischer Rezepte beinhaltet. Das habe ich mal geschenkt bekommen von jemanden, der wohl eher auf die prominenten Namen abgefahren ist, als dass er sich zu sehr mit dem Inhalt auseinandergesetzt hätte. Viele Rezepte klingen interessant, sind aber oft sehr umständlich und schrecken mich deswegen etwas ab. Ich nehme mir schon Zeit zum Kochen, aber mehr als eine Stunde sollte der Zeitaufwand an einem normalen Werktag nicht betragen; die Rezepte aus diesem Buch sehen aber meist so aus, als würden sie länger brauchen, und die Zutatenlisten haben doch ganz oft Schuhbeck’sche Ausmaße. Sind also recht lang.

Ich habe das Rezept insofern modifiziert, als ich manche Zutaten nur in größeren Mengen als angegeben bekommen habe, und so wurde die Tomatensoße etwas umfangreicher und gehaltvoller, was ihr aber keinesfalls geschadet hat. Die vorgesehene Menge hätte uns nicht gereicht.

Vorbereitet habe ich die Röllchen am Vortag und in einer Dose im Kühlschrank aufbewahrt. Tags drauf habe ich die Tomatensoße gekocht, die Röllchen hineingesetzt und überbacken. Das Resultat ist seeehr lecker, selbst für einen Mangoldkritiker wie mich! Beilagen braucht man eigentlich nicht, Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen oder Baguette passen aber mit Sicherheit sehr gut dazu.

Zutaten
  • 100 g Graupen
  • 1 Staude Mangold
  • 2 Schalotten
  • 6 kleine Champignons (ich hatte braune Champignpns; den Rest der 150 g-Packung habe ich fein gewürfelt und zur Soße gegeben)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 5 EL Parmesan
  • 2 EL Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 g Dosentomaten (ich habe eine komplette Dose Pizzatomaten verwendet)
  • Zucker
  • 1 Thymianzweig
  • Semmelbröseln
  • Petersilie

Zubereitung

Gerste waschen und in leicht gesalzenem Wasser ca. 40 Minuten weich kochen, abgießen.

Mangold waschen und das Blattgrün vom Strunk schneiden. Stiele in kleine Würfel schneiden (Kantenlänge = Stieldicke). 1 Schalotte schälen und fein würfeln, Champignonköpfe putzen und vierteln. Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Schalottenwürfel, Champignons, Frühlingszwiebel und Mangoldwürfel in etwas Olivenöl anbraten. Gerste dazugeben und unter städigem Rühren eventuell austretende Flüssigkeit einkochen lassen. 2 EL Parmesan und 2 EL Butter zugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Abkühlen lassen.

Mangoldblätter in Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken und trocken tupfen. Aus Mangoldblättern und Gerstenmasse kleine Rouladen formen.

Backofen auf ca. 180°C vorheizen. Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln, in etwas Olivenöl andünsten. Ich habe hier noch die restlichen kleingehackten Champignons mitgebraten. Dosentomaten zugeben, köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer, Zucker und dem Thymian würzen.

Tomatensoße in eine feuerfeste Form geben, Mangoldröllchen aufsetzen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit 3 EL Parmesan und etwas Semmelbröseln bestreuen. Im Backofen ca. 25 Minuten schmoren. Vor dem Servieren mit der Petersilie bestreuen (hab ich vergessen und es hat mir nichts gefehlt).

Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer …
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Mangold mit Graupen und Tomaten

Martina 14:23