Schönes Ausflugslokal: Rote Mühle in Bad Soden-Altenhain

Blick durchs Liederbachtal nach Königstein

Das Wetter am letzten Sonntag war ja einfach traumhaft: Strahlender Sonnenschein, wolkenloser Himmel und üppige 25 Grad – eine Temperatur, die man diesen Sommer kaum gewöhnt war. Klar, das dieses Wetter genutzt werden musste. Zumal zweifelhaft war, dass es länger als zwei oder drei Tage Bestand haben würde. Eine allzu lange Wegstrecke sollte es diesesmal nicht sein. So ungefähr eine Stunde Fußmarsch rund um Königstein schienen uns angenehm. Als Ziel hatten wir uns die „Rote Mühe“ in Bad Soden-Altenhain ausgesucht. Da waren wir schon ewig nicht mehr gewesen und der Weg dorthin lag überwiegend in der Sonne und die wollten wir ja schließlich nochmal ausgiebig geniessen. 😉

Dummerweise waren wir nicht die einzigen, die diesen Einfall hatten und als wir ankamen, war es nicht ganz einfach noch zwei freie Plätze zu finden. Es war wirklich rappelvoll und schließlich setzten wir uns an einen Tisch dazu. Das es so voll war, ist kein Wunder. Nicht nur weil die Rote Mühle einen sehr schönen Hof zum Sitzen hat – mit etlichen Bäumen, die auch schattige Sitzplätze bieten -, auch das Essen ist sehr gut. Keine Selbstverständlichkeit, für ein stark frequentiertes Ausflugslokal. Da hatten wir schon ganz andere Erfahrungen gemacht.

Nachdem wir Platz genommen hatten, kam auch relativ schnell eine Bedienung und nahm unsere Getränkewünsche auf und wir studierten erstmal die Speisekarte. Die ist angenehm klein und übersichtlich, bietet aber für jeden etwas: kleinere kalte Gerichte, wie verschiedene Salate oder Handkäs‘ mit Musik. An warmen Gerichten gibt vor allem Regionales: Rippchen mit Kraut, Frankfurter Grüne Soße oder diverse Schnitzel; aber auch Matjes Hausfrauen Art oder Argentinisches Rumpsteak. Außerdem gibt es eine regelmäßig wechselnde Tageskarte auf der sich beispielsweise eine Kürbissuppe mit Ingwer fand (irgendwie ist Kürbis in den letzten Jahren mächtig modern geworden, früher sind mir solche Gerichte nie aufgefallen), 1/2 Ente mit Rotkohl und Knödeln oder Forelle mit Salzkartofeln. Wir trafen schnell unsere Wahl und orderten das Schnitzel „Wiener Art“ mit Bratkartoffeln und Salat, sowie den Matjes Hausfrauen Art. Kurz nachdem wir bestellt hatten bekamen wir mit, dass eine Bedienung den Gästen am Nebentisch sagte, dass aufgrund des großen Andrangs Essensbestellungen ca. 1 Stunde dauern würde. Hm, hatte man uns nicht gesagt. Aber gut, wir hatten es nicht gerade eilig. Ich finde das übrigens in Ordnung. Bei so einem Besucheransturm kann man nicht erwarten, dass jederzeit das Essen in 20 Minuten auf dem Tisch steht. Dem Gast sollte man das allerdings dann bei der Bestellung auch sagen, was leider nicht überall üblich ist. Unser Essen kam übrigens schon nach 20 Minuten. Deshalb waren wir also nicht gewarnt worden. Kurze Zeit später musste die Küche dann sogar einen Bestellstopp ausrufen – man war an der Kapazitätsgrenze angelangt. Nach 20 Minuten ging es dann aber wieder weiter, erst mit kalten Gerichten und Kuchen, dann ganz normal.

Schnitzel Wiener Art in der Roten Mühle in Bad-Soden-Altenhain

Die Qualität des Essens ist ordentlich bis gut. Das Schnitzel war zwar aus der Friteuse, schmeckte aber trotzdem und war auch nicht trocken geworden. Sehr gelungen war die Frankfurter Grüne Soße, die wir mal in die Kategorie „selbstgemacht“ einordnen würden. Weniger gut gefielen mir dagegen die Bratkartoffeln: weich und zu fettig. Sehr üppig dagegen die Portion. Man sieht aus auf dem Bild: zwei Schnitzel und reichlich Bratkartoffeln – da wird jeder satt. Lecker war auch der Matjes. Auch hier schien die Soße selbstgemacht mit Sauerrahm, Äpfeln und Zwiebeln. Fehlerlos auch die Salzkartoffeln – was zwar eigentlich nicht schwierig ist, aber trotzdem nicht in allen Lokalen selbverständlich zu sein scheint. Hier hätte die Portion übrigens gerne ein bisschen größer sein dürfen. Ein drittes Heringsfilet wäre schon schön gewesen und dafür das Gericht vielleicht einen Euro teurer. 😉

Matjes Hausfrauenart in der Roten Mühle in Bad-Soden-Altenhain

Besonders Lob verdiente nach Angaben meines Tischgenossen übrigens der Apfelwein. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass er von der Firma Rapps kommt. Auch das Bier war gut, Licher Pils vom Fass halt. Preislich ist die Rote Mühle durchaus günstig. Das Schnitzel kostete 10,50 €, der Matjes 8,90 €, ein Apfelwein (0,5 l) 3 € und das 0,4er-Pils 3,20 €.

Garten der Roten Mühle in Bad-Soden-Altenhain

So, was gibt es noch zu erwähnen? Ach ja, die Rote Mühle ist sehr familienfreundlich. Es gibt einen eigenen Spielplatz und viel Auslauf für die Kleinen. Die Anfahrt mit dem eigenen Auto ist problemlos möglich, die Zahl der Stellplätze reichte an diesem Sonntag dann aber doch nicht ganz. Also lieber die Karre etwas weiter weg stehen lassen und zu Fuß hinlaufen. Hilft auch hinterher beim Verdauen üppiger Schnitzelportionen. 😉

Fazit: Die Rote Mühle ist eine Empfehlung wert. Das Ambiente ist gerade im Sommer traumhaft. Das Essen ist gut und preiswert und wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß anreist, kann sich über herrliche Wege freuen. Leider haben wir es verpennt davon auch ein paar Fotos zu machen.

Landgasthof Rote Mühle

Rote Mühle 1
65812 Bad Soden
Telefon: 06174 – 3793
web: www.landgasthof-rote-muehle.de
E-Mail: info@landgasthofrotemuehle.de

Öffnungszeiten

Montag – Samstag: 12:00 – 24:00 Uhr
Sonntag 11:00 – 24:00 Uhr
Durchgehend warme Küche bis 22:00 Uhr

 

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Schönes Ausflugslokal: Rote Mühle in Bad Soden-Altenhain

Jürgen 10:33