Matjesfilet mit Soße „Hausfrauen Art“ und Pellkartoffeln

Matjeshering Hausfrauen-Art mit Pellkartoffeln

Nachdem ich letztens leckeren Matjes in der Roten Mühle gegessen hatte, bekam ich heute gerade wieder Lust darauf. Ich war ganz erstaunt, dass ich das hier nicht schon längst mal verbloggt habe. Aber manchmal komme ich gar nicht auf die Idee, dass es den einen oder anderen Klassiker hier noch nicht geben könnte. Und beinahe wäre es dabei auch geblieben, denn an der Fischtheke gab es keinen frischen Matjes. Die Erklärung der Verkäuferin: „Heute haben wir Hering und den gibt es immer im Wechsel mit Matjes“. Aha… und nu? Zum nicht gerade nahe gelegenen Fischhändler zu gehen, war keine Option, denn der hätte bis dahin zu gehabt.  Zum Toom mochte ich auch nicht gehen, denn dort ist die Fischabteilung seit dem Umbau so klein geworden, dass nur noch wenig im Angebot ist – Matjes häufig nicht. Also entschloss ich mich schweren Herzens fertig abgepackte Matjesfiles aus dem Kühlregal zu nehmen. Der ist zwar nur ein dürftiger Ersatz, aber so schlecht auch wieder nicht. 😉

Insgesamt ist das ja schon ein schnelles Gericht: Kartoffeln aufsetzen, derweil die Soße zubereiten und ggf. den Matjes wässern – brauchte ich bei diesen allerdings nicht. Nach einer halben Stunde stand das Essen auf dem Tisch, und das reicht wohl für die Qualifikation zu Cucina Rapida, oder?!

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Zutaten

  • 4 Matjesfilets
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Gewürzgurke
  • 1/2 Apfel
  • 200 g saure Sahne
  • 75 g Creme fraîche
  • 2 – 3 Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Bund Dill
  • 3 – 4 EL süße Sahne oder Vollmilch
  • Salz
  • weißer Pfeffer

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitung

Als erstes das Wasser für die Kartoffeln aufsetzen, die brauchen nämlich am längsten. Vor allem wenn man ganz frische, festkochende Kartoffeln nimmt, wie ich diesesmal.

Falls die Matjesfilet sehr salzig sind, sollte man sie für 20 bis 30 Minuten in kaltes Wasser legen. Ansonsten genügt es, sie kurz unter fließendem Wasser abzuspülen und mit Küchenkrepp abzutrocknen. Wer mag kann die Filets in mundgerechte Stücke schneiden und nachher mit der Soße vermischt auf den Tisch bringen. Ich hab’s lieber wenn die Filets noch ganz sind.

Für die Soße zunächst die saure Sahne und die Creme fraîche in einer Schüssel miteinander verrühren. Den Apfel schälen (muss nicht sein, aber ich mag’s lieber ohne Schale), vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden, in etwas größere Würfel schneiden und sofort in das Sahne-Creme-fraîche-Gemisch geben, damit er sich nicht braun verfärbt. Dann die Zwiebel und die Gewürzgurke in feine Würfel schneiden. Den Dill abspülen, sehr gut trocken schütteln und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln putze und den weißen Teil in Ringe schneiden. Alle Zutaten vorsichtig unter die Soße heben und mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Wenn die Soße jetzt noch zu dick ist, rührt man 3 bis 4 EL süße Sahne oder Milch unter, bis die Konsistenz stimm.

Dazu passen Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln. Was man nimmt ist meiner Meinung nach Geschmacksache.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Matjesfilet mit Soße „Hausfrauen Art“ und Pellkartoffeln

Jürgen 20:08