Auberge Rustique in Luxemburg, gleich bei Alt-Heidelberg

Chateau-Beaufort im Müllertal, Luxemburg

Also, wie soll das denn zusammenpassen eine Auberge mit französischem Namen bei Alt-Heidelberg. Die Lösung: Die Auberge Rustique ist in Luxemburg und das Chateau Beaufort ist in Luxemburg, und wird auch „Alt-Heidelberg“ genannt. Weil es mit seinen Ruinen ein wenig an das Heidelberger Schloss erinnert. Alles zusammen gehört zur Gemeide Beaufort im Müllertal im Osten von Luxemburg. Luxemburg ist wirklich anders als Deutschland. Es ist viel weniger besiedelt und einfach ruhiger. Auffallend: es gibt kaum Werbung an den Strassen und selbst ein Konzert von Alannis Morisette wird nirgendwo plakatiert, weil es keine Plakate gibt. Wir konnten nicht heraus finden, wie die Menschen, die Information über Veranstaltungen bekommen. Wir waren in einem Violinenkonzert in Schloss Vianden und hatten auch hierfür nirgendwo eine Werbung gesehen. Das bleibt eine Aufgabe für den nächsten Besuch. Doch nun zur Auberge Rustique.

Aber erst noch ein paar Worte zu dieser herrlichen Burgruine,
die märchenhaft in einer Tallage liegt und wirklich zauberhaft ist. Ein Audio-Guide ist sehr informativ. Im Stil, eine Mischung aus Sesamstrasse und Kinderhörspiel. Nach dem Besuch von Chateau Beaufort gelangt man mit wenigen Schritten hangaufwärts in die Auberge Rustique einem, nach unserem Begriff  „gutbürgerlichen“ Restaurant, immerhin mit einer „Guide Michelin Nennung“. Wir waren also gespannt, und es war unser Abschiedsabend nach einer verregneten Wanderwoche. Leider fanden wir keinen Platz mehr im hübschen Speisezimmer, und das an einem Donnerstag. Aber auch die Gaststube war gemütlich und wir starteten mit einem Viertel Rivaner. Der war lecker und sollte unser weiterer Begleiter zum Essen sein. Wir hatten Steak „Prince Orloff“ und Forelle in Riesling-Walnuss-Sauce gewählt. Das Schweinesteak „Prince Orloff“ war tot, aber auch totgegart. Ansonsten ist Steak „Prince Orloff“ durchaus eine leckere Creation mit Zwiebeln und gekochtem Schinken gefüllt, auf Champignon-Sauce. Es stammt aus der „Franco-Russian-Cuisine“ des 19. Jhdt. Prinz Orloff war russischer Botschafter in Paris in dieser Zeit. Forelle mit Riesling-Walnuss-Sauce war lecker. Allerdings sollte man für eine solche Kombination die Forelle als Filets in die Sauce einbetten. Sonst schaufelt man die Sauce mit der Haut und der Gräte vom Teller. Aber dank des netten Inhabers, der auch serviert, haben wir reichlich Sauce für beide Essen nachbekommen, und die Saucen waren wirklich das Beste. Hier gibt’s auch noch die Grilltomate, wer es mag, na gut!

Die Kräuterkartoffeln als Beilage waren eher langweilig. Der Wein ein süffiger Rivaner, das Viertel für 4 €. Die Forelle in Riesling-Walnuss-Sauce für 19,50 € und das Schweinesteak „Prince Orloff“ für 21€.

Der junge Gstronom ist durchaus kreativ hat er doch für sein Haus eigens einen Brique Auberge  Rustique kreiert. Es gibt ihn zum Espresso und ist eine eigenwillige Mischung aus Müsliriegel, Weihnachtsgebäck und Würzgebäck. Die Zutaten werden natürlch nicht verraten. Eine eigene Note für sein Haus.

 

Fazit: Ein empfehlenswertes Restaurant auf bürgerlichem Niveau. Leckeres Essen, aber keine „Knaller“ von denen ich sagen würde „oha“ super gemacht. Ein vergleichbares Restaurant in Deutschland würde sicherlich keine Erwähnung im „Michelin“ finden, Aber das kennen wir ja schon.

 

Auberge Rustique

53-55, Rue du Chateau
L-6313 Beaufort
Telefon 00352-836086, soweit ich sehen konnte kein Ruhetag
Internet: www.aubergerustique.lu

Gargantua
Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.
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Gargantua 18:56