Wenn man/frau im Urlaub gleich dreimal in das gleiche Restaurant geht, dann muss es schon gut sein und es war gut. Etwas unscheinbar gelegen am Ende der Strandpromenade von Narbonne Plage, an einem kleinen demokratischen Hafen. Der Terminus demokratischer Hafen steht für mich bei Booten, die man, wenn man es denn möchte, sich vielleicht auch leisten könnte. Wie in allen französischen Restaurants geht es unglaublich eng zu. Die hübschen Maiglöckchendekors mussten leider dem Wein weichen, worüber wir auch nicht böse waren, denn Maiglöckchen sind nicht sonderlich bekömmlich. Beim ersten Besuch hatten wir den Klassiker der Urlaubsmittagsküche, moules et frites, und die waren schon sehr gut. Beide Varianten „moules à la creme“ und „moules au roquefort“ waren richtig gut zubereitet, die Muscheln angekocht, dann die entstandene Flüssigkeit abgiessen und dann mit „creme“ oder „roquefort“ verfeinern, so dass eine fast sämige Sauce entsteht, die man einfach auslöffeln muss!

Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.


Die Doraden bei Migros sahen heute hervorragend aus. Ganzen Fisch wollten wir haben, zur Auswahl hätten auch schöne Wolfsbarsche gestanden oder Maischollen. Scholle schmeckt manchmal etwas arg streng nach Meer … so richtig mein Ding sind die nicht. Auch die anderen ganzen Fische, Knurrhahn, Red Snapper und vieles, was ich auf Anhieb nicht ohne Bestimmungsbuch erkenne, haben wir mal links liegen gelassen. Die Doraden waren mit ca. 300 g pro Stück schöne Portionen. Jedem haben wir eine gegönnt. Der Doradengatte hatte was Mediterranes im Sinn, weswegen ich schlussendlich dieses Rezept ausgegraben habe.