Gefüllte Paprika Spanische Art

Gefüllte Paprika sind bei mir ein Rezept aus der Kinderzeit. Meine Mutter hat die immer mit einer Füllung aus Hackfleisch und Reis gemacht. Dazu gab es Tomatensoße. Es war nicht unbedingt eines meiner Lieblingsessen – aber mit reichlich Soße war’s okay. Gestern entdeckte ich dann – auf der Suche nach einem schnellen Rezept zur Verwertung des Rinderhacks – diese Version einer gefüllten Paprika. Ich hab nur einen kurzen Blick drauf geworfen und wollte schon zum nächsten Rezept, aber dann sprangen mir die Sultaninen in die Augen. Oliven, Kapern, Knoblauch, Sultaninen, das klang doch ungewöhnlich und schaute ich mir das Rezept genauer an. Nun ja, „schnell“ geht es nicht gerade, aber der Arbeitsaufwand ist relativ gering. Nach nur 20 Minuten stehen die gefüllten Paprikas bereits im Backofen, wo sie dann allerdings noch bis zu einer Stunde benötigen.

Ach ja, wie bringt man die gefüllten Schoten eigentlich dazu in der – zu großen – Auflaufform nicht umzukippen? Unten gerade schneiden? Geht sicher auch. Ich kam darauf, dass die abgeschnittenen Oberteile wie gemacht sind, um als Fuß zu dienen. 😉

Das Ergebnis war übrigens ausgesprochen lecker. Die Füllung ist würzig und fruchtig zugleich. Da es praktisch keine Soße gibt passt eigentlich nur etwas Baguette oder Weißbrot dazu. Ich habe ganz darauf verzichtet. Die Paprikas eignen sich sowohl als Vorspeise (dann sollte man versuchen etwas kleinere zu bekommen) oder als Hauptgang – wobei dann noch eine kleine Vorspeise auf den Tisch kommen sollte… finde ich.

Zutaten
  • 250 g Rinderhack
  • 3 große Paprika (rot, grün oder gelb)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 40 g grüne Oliven mit Paprika gefüllt
  • 40 g Kapern
  • 60 g Sultaninen
  • 1 kleine Chilischote
  • 200 ml Tomatenpüree
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Portionen: 2 – 3
Zubereitungszeit: 70 – 80 Minuten

Zubereitung

Zwiebeln, Oliven, Kapern und Knoblauch fein hacken und in einer Pfanne zusammen mit dem Hackfleisch anbraten, bis das Fleisch völlig gar ist. Die Sultaninen, Chilischote, eine Prise Zucker und Tomatenpüree dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der offenen Pfanne einige Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Paprika mit der Hackfleischmasse füllen und in eine Auflaufform setzen. Eine halbe Tasse Wasser in die Form geben und die Paprika in etwa 50 bis 60 Minuten fertig garen lassen.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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0 Kommentare zu “Gefüllte Paprika Spanische Art

  1. Gefüllte Paprika waren für mich als Kind in der Ekelhitparade auf Platz 3, hinter Hackbraten und Kohlrouladen. Hackfleisch kompakt, als Füllung oder eben als Braten, ging und geht bei mir gar nicht, komisch … meine letzte Erfahrung mit gefüllten Paprika hatte ich in der Mensa vor … geschätzt 2 Millionen Jahren … wieso hab‘ ich die damals ausgesucht? Um die Selbstüberwindung zu üben wahrscheinlich. Dummerweise hatte ich das Exemplar mit der fetten Raupe drin erwischt. Na gut, ich hatte auch immer Gräten in den Fischstäbchen und Marienkäfer im Danone-Joghurt. *seufz*

    Oliven, Kapern und Sultaninen klingen zwar gut (da kommt wieder der arabische Einfluss auf die Mittelmeerküche raus), aber ich könnte mich wohl doch nicht überwinden. Schade.

  2. Gefüllte Peperoni, wie wir in der CH sagen, war eines der Gerichte mit denen mir ein Jugendfreund (wir pflegen immer noch Kontakt) im Alter zwischen 17 und 19 Gemüse essen beibrachte. Allerdings waren es immer grüne und die Füllung etwas anders, nur Reis und Hack. Hat immer gut geschmeckt, wurde aber bei H’s seit langem nicht mehr gekocht, Dein Post bringt uns den Appetit darauf. Gute Idee mit den Ständern.

  3. Hab das Rezept heute auf der Suche nach gefüllten Paprika gefunden. Ich habe aber, angelehnt an Mont Ventoux anstelle von Kapern eingelegten grünen Pfeffer verwendet und das ganze mit Weißwein aufgegossen (der stand schon zu lange rum um noch getrunken zu werden…).
    Auch sehr lecker. Das nächste mal kommt ein bisschen Lamm zum Hackfleisch, dann ist das fast schon ein Mont Ventoux in der Schute gekocht.

  4. @maX: Die Idee mit dem Lammhack gefällt mir. Das muss ich auch mal probieren. Wobei ich mir den grünen Pfeffer jetzt weniger gut darin vorstellen kann. Aber das ist wohl auch Geschmacksache.

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Gefüllte Paprika Spanische Art

Jürgen 10:02