Nusszopf „Frieda-Martina“

In kurzer Folge jetzt zweimal Hefegebäck als Feiertags-Schmaus. Mit unterschiedlichem Erfolg …

Hefegebäck ist mir von allen Kuchen fast immer das Liebste. Manchmal packt mich auch die Lust auf einen Rührkuchen, aber alles in allem fällt mir der Verzicht auf Kuchen und Teilchen nicht schwer. Der Rest Frischhefe im Kühlschrank hat mich aber motiviert, einen Hefeteig anzusetzen. Eigentlich wollte ich nur einen Zopf machen (habe ich aus einem Teil des Teiges auch gemacht). Und dann hatte ich auch noch keine Lust zum Abwiegen von Zutaten.

Wenn jemand ein genaues Rezept haben möchte, muss er bei Ilonas Oma nachschauen. Beziehungsweise dort, wo Ilona die Rezepte aus den Notizen ihrer Großmutter veröffentlicht hat, im Chefkoch-Forum nämlich. Dort findet sich „Friedas genialer Nusszopf“, ein im WWW sehr beliebtes Rezept, wie es scheint.

Mein Zopf besteht aus nicht ganz abgewogenen Zutaten und relativ wenig Hefe, aber viel Zeit für die Teigreife, deswegen hier nur kurz die Arbeitsweise.

In eine Schüssel habe ich ca. 1 Pfund mehl Typ 550 gegeben. In einem Topf ca. 1/2 l Milch ganz leicht erwärmt, 1/2 Würfel Frischhefe darin aufgelöst und 5 EL braunen Zucker (anderen habe ich nicht im Haus). Außerdem habe ich eine Packung Butter (250 g) ungleich „halbiert“, so dass ein Teil mit ca. 150 g und eines mit ca. 100 g übrig blieb. Das kleinere Stück habe ich in Würfel geschnitten und zum Temperieren in die Milch gegeben. Noch dazu kam ein Ei (Größe L). Das alles habe ich mit dem Holzquirl (Siehe Foto, © wikipedia.de/Hutschi) verquirlt, dass es einigermaßen homogen aussah (außer den Butterstückchen natürlich). Rein ins Mehl und mit dem Holzlöffel  (der mit dem Loch) verrührt, eine Prise Salz und den Abrieb einer Bio-Zitrone dazugegeben. Das wurde recht schnell ein sehr schöner Teig. Zu viel Arbeit habe ich mir damit nicht gemacht, nur gut verrührt und erstmal 1 Stunde ruhen lassen. In der Zeit habe ich ungefähr 100 g geriebene Mandeln mit ungefähr 100 g Zucker, einer Handvoll Sultaninen, einer Prise Kardamom und Zimt und etwas Milch zusammengerührt. Nicht zuviel Milch, nur so, das es sich glatt rühren ließ. Das einmal aufkochen und unter Rühren zwei, drei Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, es wird dann merklich dicker.

Der Teig wurde nach stretch&fold-Methode einige Stunden behandelt: nach dem ersten Gehen auf der Arbeitsplatte mit wenig Mehl ausgezogen und zusammengelegt, 45 Minuten gehen gelassen, wieder ausgezogen und zusammen gefaltet (diesmal ohne Mehl, durch die Butter klebt der Teig nicht), nochmal 45 Minuten in Ruhe gelassen, ausgezogen und gefaltet, dann die letzten 45 Minuten nochmal ruhen lassen. Teig halbiert, eine Hälfte wurde zum einfachen Zopf geflochten und mit Ei bestrichen. Die andere Hälfte habe ich ausgerollt, mit der Nussfüllung (zääääh) bestrichen, zu einer Rolle geformt, mit Ei bestrichen und die dann eingeschnitten. Die Teile einfach nach links und rechts ausgeklappt, abwechselnd. Die Füllung soll ans Licht kommen und schön karamellig gebacken werden. Jetzt den Ofen vorheizen, dann hat der Teig nochmal etwas Zeit zum Gehen. Bei 200 Grad 1/2 Stunde, dann bei 170 Grad eine Viertelstunde gebacken. Schmeckt prima, der Teig ist locker und schmackhaft. Man könnte noch mehr Ei nehmen, dafür weniger Milch …

Hat die „Lotta“ erfunden. Kocht täglich. Steht vor allem auf asiatische Küche und Hausmannskost. Mag keine Tiefkühlprodukte und keine Bandnudeln. Isst alles außer …
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Nusszopf „Frieda-Martina“

Martina 16:45