Polpette mit gefälschtem Zucchini-Risotto

Polpette mit falschem Zucchini-Risotto

Es scheint so, als wollten manche Rezepte nicht nachgekocht werden. Polpette mit Zucchini-Risotto scheint zu dieser Sorte zu gehören. Drei Anläufe habe ich gebraucht, bis es endlich auf dem Tisch kam und dann noch nicht einmal mit einem echten Risotto. Das erstemal musste ich es aus Zeitmangel verschieben – mir fehlte einfach die Zeit um erst noch die Zutaten einzukaufen. Beim zweiten Anlauf sabotierten die Supermärkte mein Vorhaben: weder der Edeka noch der Aldi hatten Rinderhack, unglaublich! Dann der dritte Versuch, endlich waren alle Zutaten beisammen, so dachte ich. Aber das Unfassbare wurde Realität: ich hatte kein Risottoreis mehr im Haus. Natürlich bemerkte ich das erst nach dem Einkaufen. Jetzt nochmal losgehen? Nein, eine andere Lösung musste her. Basmatireis als Ersatz? Hm, nein, eher nicht. Dann fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit ein Rezept gelesen hatte, wo diese kleinen griechischen Nudeln – Kritharaki – ähnlich wie ein Risotto zubereitet wurden. Kurz gegoogelt und gleich gefunden. Kritharaki-Nudeln waren im Haus, also gab es ein gefälschtes Zucchini-Risotto… ein Krithasotto sozusagen. Das Ergebnis hat mir gut gefallen und passte sehr gut zu den Polpette. Die waren auch ausgesprochen lecker. Zitrone und Kräuter geben ihnen ein mediterranes, frisches Aroma. Die zweite Hälfte gibt es heute wohl mit einer Tomatensoße.

Zutaten
  • 400 g Rinderhackfleisch
  • 4 Sardellenfilets (in Salzlake)
  • 2 Eier
  • 3 EL Paniermehl
  • Pfeffer, Salz
  • gemahlene Chili
  • 2 TL italienische Kräutermischung (Thymian, Rosmarin, Oregano)
  • 1 unbehandelte Zitrone
Für das „reislose Risotto“
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 g Kritharaki-Nudeln
  • 1 TL gekörnte Gemüsebrühe
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 TL Zucker
  • 250 g Zucchini
  • 1 EL Thymianblättchen
  • 40 g Parmesan
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Portionen: 3
Zubereitungszeit: 45 Minuten

Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Die Sardellenfilets unter fließend Wasser abspülen, trockentupfen und sehr fein hacken. Die Kräuter fein hacken. Das Rinderhack in eine große Schüssel geben und Eier, Paniermehl, Pfeffer, Salz, Chilipulver, gehackte Kräuter, Zitronenschale und Saft dazu geben und alles gut verkneten. Einen Teelöffel der Masse in die Pfanne mit etwas Olivenöl geben und eine Bratprobe machen, probieren und ggf. noch nachwürzen. Dann mit leicht angefeuchteten Händen ca. 20 kleine Hackbällchen formen und beiseite stellen.

Die Kritharaki-Nudeln in Salzwasser nicht ganz fertig kochen (statt der 10 Minuten, die auf der Packung angegeben waren, habe ich sie nur 8 Minuten gekocht). Abgießen und abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Die Zucchini grob raspeln. In einem Topf 1 EL Olivenöl erhitzen. Die Zwiebelwürfel und Zucchini in das heiße Ölivenöl geben und unter Rühren bei mittlerer Temperatur ca. 3 Minuten dünsten. Die Tomatenwürfel mit dem Saft zufügen, mit Pfeffer, Salz, Zucker, gekörnter Gemüsebrühe und Thymian würzen und 10 Minuten ohne Deckel leise köcheln lassen. Kritharaki darunter mischen und 3/4 von dem frisch geriebenen Parmesan unter das Zucchini-KrithaSotto mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer beschichteten Pfanne 2 El Olivenöl erhitzen und die Polpette von allen Seiten kross anbraten. Dann die Hitze reduzieren und die Hackbällchen weitere  5 Minuten fertig braten. Zucchini-Krithasotto und Polpette, wie auf dem Bild oben zu sehen, auf Tellern anrichten und mit dem restlichen frisch geriebenen Parmesan bestreuen und mit etwas Basilikum oder Petersilie garniert servieren.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Jürgen 10:52