Weihnachtsmenü 2. Gang: Schweinefilet-Kartoffel-Gratin mit Calvados-Rahmsoße

Schweinefilet-Kartoffel-Gratin mit Calvadosrahm

Schweinefilet-Kartoffel-Gratin mit Calvadosrahm

Der erste Gang des diesjährigen Weihnachtsmenüs war der schöne und einfach gemachte winterliche Salat, den Gargantua schon verbloggt hat. Heute will ich nun den zweiten und dritten Gang folgen lassen.

Auch dieser war eine wenig arbeitsintensive, aber nichts desto weniger sehr leckere Angelegenheit; auch wenn das Foto das jetzt nicht so erkennen läßt – irgendwie sehen diese Gratins alle gleich aus ;-). Aber dieses Rezept hat noch mehr Vorzüge. Es läßt sich sehr gut vorbereiten, so dass man es nur noch in den Ofen schieben muss, wenn die Gäste kommen und eine halbe Stunde später ist das Essen schon fertig. Zudem läßt es sich mengenmäßig wunderbar skalieren. 2 bis 12 Personen sind überhaupt kein Problem – vorausgesetzt natürlich man hat eine genügend große Auflaufform (oder mehrere kleine). Und das ganze mit wenig Stress!

Das Fleisch darf man keinesfalls zu lange anbraten. Im Ursprungsrezept war von 10 Minuten die Rede – viel zu lang! Ca. 5 Minuten haben gereicht, gerade so dass es rundum schön braun war. Zuende gegart wurde es dann unter der Soßen-Käse-Decke und blieb so wunderbar zart und saftig. Man sollte auch unbedingt versuchen, frischen Thymian zu bekommen. Das ist zwar um diese Jahreszeit nicht ganz einfach, aber es geht. In unserem Falle fand sich wunderbar frischer Thymian unter einer 30 cm dicken Schneedecke im Garten. Schon beim Freilegen duftete er unglaublich aromatisch – kein Vergleich mit dem getrockneten, den wir für den Notfall da hatten. Und die Calvados-Soße ist einfach nur ein Gedicht! Es kann daher nicht schaden, ein wenig Weißbrot dazu zu servieren, damit auch ja nichts von der Soße umkommt. 😉

Zutaten
  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 5 – 6 Schalotten
  • 750 g Schweinefilet
  • 2 – 3 EL Öl zum Anbraten
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Mehl
  • 60 ml Calvados
  • 3/8 l Wasser
  • 200 ml Schlagsahne (1 Becher)
  • 125 ml Rinderfond (oder zur Not 1 – 2 TL Instant-Rinderbrühe und 1/8 l Wasser)
  • 100 g mittelalter Gouda
  • 4-6 Stiele Thymian

Portionen: 4
Zubereitungszeit: 70 Minuten

Zubereitung

Die Kartoffeln zugedeckt ca. 20 Minuten kochen – sie sollten nicht zu weich werden, abschrecken, pellen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Schalotten fein würfeln. Das Filet waschen, trockentupfen und parieren. In 2 EL heißem Öl rundherum in ca. 5 – 6 Minuten kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen und kurz ruhen lassen. Die Schalotten im heißen Bratfett glasig anschwitzen. Das Mehl darüber stäuben und kurz mit anschwitzen. Mit dem Calvados ablöschen, 3/8 l Wasser, Sahne und Brühe angießen, aufkochen und ca. 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Soße leicht sämig wird.

Den Käse reiben. Den Thymian waschen und die Blättchen abzupfen. Die Kartoffeln (1 cm dick) und das Schweinefilet (2 cm dick)  in Scheiben schneiden und dachziegelartig in eine gefettete Auflaufform schichten – außen die Kartoffel- und innen die Filetscheiben. Mit der Calvados-Sahnesoße übergießen und mit Thymian und Käse bestreuen.

Das Gratin im vorgeheizten Backofen (Gas Stufe 4, Elektro: 200 °C, Umluft: 175 °C) ca. 20 Minuten überbacken. Falls der Käse zu schnell bräunt, nach 10 Minuten mit Alufolie abdecken. Zum Schluss noch 3 Minuten den Grill dazuschalten damit das Gratin eine schöne Kruste bekommen.

Dazu passt ein Feldsalat oder gemischter grüner Salat. Als Getränk hatten wir einen weißen Bordeaux. Ein frischer Sylvaner oder Riesling passen aber auch gut dazu.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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0 Kommentare zu “Weihnachtsmenü 2. Gang: Schweinefilet-Kartoffel-Gratin mit Calvados-Rahmsoße

  1. Am 4. Adventswochenende hatte sich Familie angesagt und ich war am überlegen wie ich einen guten Eindruck hinterlassen könnte. Dieses Rezept schien mir geeignet und ich muss sagen, es überzeugte jeden einzelnen. In Ermangelung an Calvados habe ich einen Apfel/Birnenbrand aus Osttirol zum Ablöschen genommen ( dort heißt er Pregler ), ein äußerst milder und wirklich fruchtiger Schnaps. Schon beim Öffnen der Flasche steigt einem das intensive Aroma in die Nase. Nach dem Essen noch ein Gläschen pur – lecker.
    Kommentar meines Vaters zum Essen: Das hast Du wieder gut hingekriegt.
    Tja, was will man mehr

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Weihnachtsmenü 2. Gang: Schweinefilet-Kartoffel-Gratin mit Calvados-Rahmsoße

Jürgen 9:21