Cannelloni mit Spargel-Ricotta-Füllung

Selbstgemachte Cannelloni

Selbstgemachte Cannelloni

Ich weiß gar nicht so genau, wieso ich noch nie Cannelloni selbst gemacht habe. Vielleicht lag es daran, dass ich mir das komplizierter vorgestellt habe, als es tatsächlich ist. Ganz bestimmt lag es aber nicht daran, dass ich glaubte „das schwierige ist, die Nudeln auszuhöhlen“, wie eine Spötterin meinte, als ich von dieser Kochpremiere erzählte. 😉 Tatsächlich hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen. Man muss halt die Bestandteile der Füllung stark zerkleinern, damit die Masse gut durch den Spritzbeutel geht. Und sie darf nicht zu fest und nicht zu weich sein. Im ersten Fall geht sie u.U. nicht gut durch die relativ enge Öffnung des Beutels und im zweiten Fall läuft sie gleich wieder unten raus. Bei mir hat es jedenfalls auf Anhieb geklappt und die Nudelröhren ließen sich wirklich einfach füllen.  Diese Spargel-Ricotta-Füllung ist ausgesprochen lecker und ergab eine ganz andere Art Cannelloni, als man sie üblicherweise beim Italiener bekommt.

Das Originalrezept habe ich übrigens bei den Küchengöttern gefunden – eine Seite, die immer wieder einen Besuch wert ist – habe es aber etwas abgewandelt.

Zutaten
  • 250 g grünen oder weißen Spargel
  • 2 Zweige Oregano
  • 2 Zweige Thymian
  • 50 g Parmesan
  • 150 g Ricotta
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 – 2 EL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • 10 Cannelloni
  • 1 Schalotte
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 50 ml Weißwein
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 ml süße Sahne

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 60 Minuten

Den grünen Spargel  im unteren Drittel schälen und die holzigen Enden abschneiden (weißen Spargel natürlich komplett schälen). In Salzwasser in 12 bis 15 Minuten gar kochen. Die Spargelstangen aus dem Topf nehmen und in kaltem Wasser abschrecken. Den Spargelsud nicht wegwerfen! Die abgekühlten Stangen der Länge nach vierteln und sehr klein würfeln.

In der Zwischenzeit die Schalotte fein hacken und im Olivenöl glasig anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen auf die Hälfte einkochen lassen. Die gehackten Tomaten und die fein gehackten Blättchen von je einem Zweig Oregano und Thymian zugeben und zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen.

Die Blätter von den restlichen Zweigen abzupfen, ebenfalls fein hacken und mit der Hälfte des geriebenen Parmesans, dem Ricotta und den Spargelstückchen gründlich vermischen. Die Knoblauchzehe dazu pressen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Wenn die Masse etwas zu fest ein sollte, ggf. zwei, drei Esslöffel von dem Spargelsud dazugeben.

Im Ursprungsrezept stand, dass man die Cannelloni im Spargelsud 4 Minuten vorkochen, dann kalt abschrecken und auf einem Küchentuch abkühlen lassen soll (damit sie nicht zusammenkleben) . Das habe ich mit meinen nicht gemacht. Es stand ja extra „ohne Vorkochen“ auf der Packung. Es hat auch funktioniert. Man muss dann aber darauf achten, dass die Tomatensoße nicht zu stark einkocht, sonst reicht die Flüssigkeitsmenge für die trockenen Cannelloni nicht aus. Ich hatte deshalb noch einen Schuß Weißwein und eine halbe, kleine Kelle (40 ml) Spargelsud in die Tomatensoße gegeben. Das war dann später gerade so an der Grenze, was die Flüssigkeitsmenge anging. Beim nächsten Mal würde ich eine ganze Kelle von dem Spargelkochwasser oder etwas mehr Weißwein in die Tomatensoße geben.

Selbstgemachte Cannelloni füllen

Selbstgemachte Cannelloni füllen

Jetzt gibt man die Spargel-Ricotta-Masse in einen Spritzbeutel ohne Tülle und füllte die Cannelloni. Ich benutze am liebsten Einmalspritzbeutel aus Folie, die man hinterher einfach wegwirft. Das ist zwar vielleicht nicht ganz so umweltfreundlich und teurer, aber bei einem Verbrauch von höchstens 3 Stück im Jahr, mag ich mir nicht die Mühe machen den Spritzbeutel mühsame zu reinigen. Die gefüllten Cannelloni in eine gefettete Auflaufform legen.

Die Sahne zur Tomatensoße geben und diese mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße über die Cannelloni gießen und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Im auf vorgeheizten Backofen (200 Grad, Gas Stufe 4) ca. 25 bis 30 Minuten gratinieren.

Dazu passt ein kleiner Beilagensalat, Ciabattabrot und ein leichter Weißwein (ich hatte einen trockenen Weißburgunder von der Mosel, den es gerade beim Edeka im Angebot gab).

 

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Cannelloni mit Spargel-Ricotta-Füllung

Jürgen 7:29