Deftiges vom Balkan: Djuvec mit Schnitzel

Serbisches Djuvec mit Schweineschnitzel

Bei der Suche nach einem deftigen Gemüseeintopf bin ich über dieses Djuvec-Rezept gestolpert. Djuvec war für mich bis dahin nur dieser komische Reis mit etwas kleingeschnippeltem Gemüse beim Jugoslawen um die Ecke. Aber eigentlich ist es wohl ein kräftiger Gemüseeintopf, in den man alle möglichen Gemüsesorten reingeben kann: Paprika, Tomaten, Auberginen, Karotten oder grüne Bohnen. Letztere waren dann auch der Grund für mich das nachzukochen, da ich neben einigen sehr reifen Tomaten auch jede Menge grüne Bohnen hier rumliegen hatte. Und so habe ich das Rezept entsprechend abgewandelt. Es ist wirklich eine sehr herzhafte Angelegenheit. Vor allem der Rotwein gibt dem ganzen den besonderen Kick. Ebenso, wie man diverse Gemüsesorten reintun kann, darf man auch beim Fleisch nach belieben variieren: Schwein, Rind, Huhn, Lamm oder Hammel – geht alles. Ohne Fleisch und Debrecziner Würstchen ist das ganze auch eine schöne Beilage, z.b. zu Cevapcici.

Der Autor schreibt, dass das Djuvec am besten wird, wenn man es im Tontopf (Römertopf) zubereitet. Das konnte ich jetzt leider nicht ausprobieren, da so etwas nicht zu meinem Kücheninventar gehört. Aber wer einen hat, sollte das mal testen.

Zutaten
  • 2 Schweineschnitzel á 150 g
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Rosmarinzweige
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln,
  • 2 – 3 Knoblauchzehen,
  • 2 kleine Paprikaschoten
  • 1 Peperoni
  • 250 g Tomaten
  • 200 g grüne Bohnen
  • 1 – 2 EL Tomatenmark
  •  150 g Reis
  • 200 ml Wasser
  • 200 ml kräftigen Rotwein
  • 2 Debrecziner Würstchen

Portionen: 2 bis 3
Zubereitungszeit: 45 Minuten

Zubereitung

Die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden, den Knoblauch (bis auf eine Zehe, die wird später für das Fleisch gebraucht) sehr fein hacken. Die Pepperoni entkernen und ebenfalls sehr fein hacken. Die Tomaten in Scheiben oder Würfel, die Paprikaschoten in Streifen schneiden. Ich empfehle die Tomaten zu häuten. Die zerkochen natürlich vollständig und die Haut bleibt übrig. Da ist das Original-Rezept entweder ungenau gewesen oder andere stören die Tomatenschalen nicht. 😉 Die grünen Bohnen klein schnippeln.

In einem großen Topf 3 EL Olivenöl erhitzen und das Gemüse – bis auf die Tomaten hineingeben und ca. 5 bis 6 Minuten anbraten. Dann den Knoblauch, die Pepperoni und das Tomatenmark zugeben und eine Minute unter Rühren weiter dünsten. Den Reis zugeben und mit dem Wasser und Rotwein aufgießen, 15 Minuten mit aufgelegtem Deckel auf kleinster Flamme köcheln lassen oder bei 150 Grad im Ofen schmoren.

Jetzt die Schnitzel flach klopfen und salzen. Das restliche Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Rosmarinzweige und die angequetschte Knoblauchzehe hinzugeben und die Schnitzel auf beiden Seiten jeweils 2 Minuten anbraten. Mit Pfeffer würzen und die Schnitzel dann zu dem Eintopf geben und auf kleinster Flamme ca. 10 bis 15 Minuten schmoren bis das Fleisch gar ist. Die Debrecziner Würstchen in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Schnitzeln ebenfalls zu dem Djuvec geben.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Deftiges vom Balkan: Djuvec mit Schnitzel

Jürgen 9:04