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Original Frankfurter Grüne Soße – es kann nur eine geben

 Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln und Eiern

Grüne Soße (Frankfurterisch „Grie Soß“) ist für mich ein typisches Frühlingsessen. So ab Ende März gibt es die erste Treibhausware. Richtig gut wird sie aber erst im April. Was in eine richtige Grüne Soße hinein gehört, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Dabei ist das doch ganz einfach: es kann nur eine geben – eine originale Frankfurter Grüne Soße. ;-) Und da gehören genau sieben Kräuter rein: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch. Über das Mengenverhältnis darf man ja gerne diskutieren. Diesesmal war mir der Anteil an Pimpinelle zu gering. Zum Glück wächst die vor meinem Fenster und einige Blätter konnte ich als Ergänzung ernten. Dafür war zuviel Petersilie enthalten. Aber das ist kein Problem, man muss ja nicht alles reinmachen und friert den Rest einfach ein. Alles andere hat in Grüner Soße absolut nichts verloren! Also kein Dill, Zitronenmelisse, Estragon, Liebstock, Gänseblümchen etc. Und dann wird die Soße bitteschön mit saurer Sahne zubereitet. Etwas Senf gibt dem ganzen eine pikante Note. Die hart gekochten Eier kann man entweder fein gehackt zugeben oder man gibt sie in den Mixer und püriert sie kurz mit. Dann wird die Soße etwas sämiger. Ich hab es gerne wenn die Eierstückchen noch erkennbar sind und püriere höchstens die Hälfte mit. Als Beilage gibt es Salzkartoffeln oder auch Pellkartoffeln, bloß keine Nudeln oder Reis (hab ich auch schon gehört)! Gerne werden auch 2 oder 4 halbe Eier dazu serviert.

Die Zubereitung geht übrigens wirklich schnell. Am besten schält man als erstes die Kartoffeln und setzt diese auf. Danach kann man die Soße zubereiten und die Eier hart kochen.

Und weil es so schnell geht ist diese einzig wahre Frankfurter Grüne Soße auch mein Beitrag für Cucina Rapida in diesem Monat.
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Zutaten
  • 1 Packung Frankfurter Grüne Soße (enthält Kerbel, Pimpinelle, Borretsch, Petersilie, Schnittlauch, Kresse, Sauerampfer)
  • eventuell noch ein halbes Schälchen Kresse zusätzlich, weil die oft nur sehr sparsam enthalten ist
  • 500 mℓ saure Sahne (mit 20 % Fettgehalt, ansonsten mit etwas Schmand mischen)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 – 2 EL scharfer Löwensenf
  • 1 EL Zitronensaft
  • 8 Eier
  • 800 g Kartoffeln

Portionen: 4
Zubereitungszeit: 25 Minuten

Zubereitung

Als erstes die Salzkartoffeln aufsetzen. Dann die Kräuter waschen, putzen und die harten Stiele entfernen (vor allem bei der Pimpinelle und dem Sauerampfer). Zusammen mit der sauren Sahne im Mixer pürieren. Die Hälfte der hartgekochten Eier grob würfeln, zugeben und ebenfalls pürieren. Die restlichen in kleine Würfel schneiden und unter die Soße mischen. Mit Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken – fertig. Die Soße muss nicht lange durchziehen, aber es schadet ihr auch nicht. Spätestens am nächsten Tag sollte man etwaige Reste aber aufbrauchen.

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15 Kommentare

  1. avatar Martina sagt:

    Grüne Soße ohne noch etwas Säure vom Zitronensaft … na, ob das schmeckt?

    Ich mag sie gerne mit neuen Pellkartoffeln, außerdem schneide ich ein wenig Schalotte ganz klein und gebe einen Hauch frischen Knoblauch dazu. Dann braucht man auch noch einen Ehemann, der die Kräuter durch den Fleischwolf dreht, der mindestens schon seit zwei Generationen in Familienbesitz sein muss. Am besten, er wurde von einer germanischen Priesterin zur Zeit der Varusschlacht mit Apfelwein geweiht.

    Sonst stimmt alles.

  2. avatar mipi sagt:

    Ich wusste gar nicht, dass das Highlander-Prinzip auch für grüne Sauce gilt ;-) Danke für die Teilnahme am Event.

  3. avatar Jürgen sagt:

    @Martina: ups, tatsächlich, da fehlte der Zitronensaft… jetzt nicht mehr. ;-)

    @mipi: jepp, das gilt auch für grüne Soße. Und das nehmen wir Frankfurter auch ähnlich ernst. ;-)

  4. avatar Jutta sagt:

    Ohoh, Kräuter im Fleischwolf, das ist nicht gut. Glaubt einer Rheinländerin, die sich in Bezug auf Grie Soß fortgebildet hat. Gerade gestern habe ich ein zu nettes Buch von meinem Mann geschenkt bekommen, „Grüne Soße“ von Ingrid Schick. Ein sehr unterhaltsames Buch, in dem von vielen Varianten die Rede ist (und natürlich haben alle DAS ultimative Soßen-Rezept), mit netten Geschichten und natürlich auch den jeweiligen Rezepten gespickt. Übrigens, die leckerste Grüne Soße meiner Laufbahn habe ich in einem Altenheim in Mönchengladbach gegessen. Echt wahr!

  5. avatar Gargantua sagt:

    Also ich bin in dieser Frage sehr puristisch. Ich meine , dass Grüne Sauce nur mit dem Wiegemesser zubereitet werden sollte. Ein Wiegemesser zerkleinert die Kräuter und zerstört sie nicht, wie alle anderen Zubereitungsarten.

  6. avatar Alexii sagt:

    Also ich würde die Kräuter auch nich durch den Fleischwolf jagen, ich mache das immer mit dem Wiegemesser. Mir persönlich schmeckt das besser.

    Ich mache aber auch keine Zitrone an die grüne soße.
    Wenn ich mich richtig erinnere haben meine Eltern die grüne soße nur mit saurer und süßer Sahne zubereitet, und ein wenig Milch zum verdünnen, damit man nicht so einen Quark hat… Und natürlich Pfeffer und Salz..

    Lg
    Alexii

  7. avatar Martina sagt:

    Pah, seit Attila, dem Hunnenkönig, macht man bei uns die Grüne Soße mit dem Fleischwolf. Hm. Vielleicht liegt es daran?

  8. avatar Jürgen sagt:

    Puh, heute hat mich der Edeka schwer entäuscht. Die grüne Soße, die ich dort gekauft habe, war gar nicht schön: Das einzige, was richtig frisch war, war die Petersilie, davon war allerdings auch reichlich drin, Pimpinelle viel zu wenig drin und die Kresse fehlte komplett. Dafür war ein welker Pinsel Dill dabei. Ebenfalls ziemlich welk war der Borretsch und der überreichlich vorhandene Kerbel war zu einem Drittel schon gelb. Sehr ärgerlich. Auch die dazugekaufte Kresse (ich weiß ja, dass regelmäßig zu wenig bis gar keine drin ist) war nicht gut. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass die Gemüse‑ und Obstabteilung seit einiger Zeit ziemlich nachläßt.

  9. avatar Anonymous sagt:

    Kann man da auch Dill reintun?

  10. avatar Martina sagt:

    Dill? Niemals! Ganz ernst, Dill gehört nicht rein, passt nicht dazu und macht das Gericht kaputt.

  11. kuck kuck ich brauche ein gericht mit grüner soße. bitte mit fleisch… also so ganz traditionsbewusst.
    was esst ihr denn zu grüner soß?

  12. avatar Martina sagt:

    Wiener Schnitzel (Kalb) oder Schnitzel Wiener Art (Schwein), Salzkartoffeln, Grüne Soße schmeckt auch gut.

  13. […] ist nicht nur unverzichtbare Zutat für die einzig wahre Frankfurter Grüne Soße, sondern auch sehr hübsch anzusehen, wenn er ab dem Frühsommer bis in den Herbst hinein […]

  14. avatar Inge sagt:

    Endlich habe ich ein vernünftiges Rezept für Frankfurter Grüne
    Soße, ich habe schon lange danach gesucht. Aber wo bekommt die
    Kräuter schön frisch her.

  15. avatar Jürgen sagt:

    @Inge: Also hier in Frankfurt gibt’s die Grüne Soße während der
    Saison sogar im Supermarkt. Oder halt auf den verschiedenen
    Wochenmärkten. Um diese Jahreszeit ist es allerdings schwierig. Da
    bleibt eventuell nur der Griff in die Tiefkühltruhe, da gibt es die
    Kräutermischung fix und fertig. Ist gar nicht schlecht.

  16. […] Handkäs‘ mit Musik. An warmen Gerichten gibt vor allem
    Regionales: Rippchen mit Kraut, Frankfurter Grüne Soße oder diverse
    Schnitzel; aber auch Matjes Hausfrauen Art oder Argentinisches
    Rumpsteak. […]

  17. […] diesem rezept hat mich die frankfurter grüne soße (“grie
    soß“) inspiriert. die will ich schon seit langem mal zubereiten,
    habe sogar die kräuter im […]

3 Trackbacks

  1. Von Frische Kräuter selber ziehen – Teil 3 am 19. September 2011 um 10:02

    […] ist nicht nur unverzichtbare Zutat für die einzig wahre Frankfurter Grüne Soße, sondern auch sehr hübsch anzusehen, wenn er ab dem Frühsommer bis in den Herbst hinein […]

  2. […] Handkäs‘ mit Musik. An warmen Gerichten gibt vor allem
    Regionales: Rippchen mit Kraut, Frankfurter Grüne Soße oder diverse
    Schnitzel; aber auch Matjes Hausfrauen Art oder Argentinisches
    Rumpsteak. […]

  3. Von kräutersuppe mit gurke und ei am 7. Oktober 2011 um 07:01

    […] diesem rezept hat mich die frankfurter grüne soße (“grie
    soß“) inspiriert. die will ich schon seit langem mal zubereiten,
    habe sogar die kräuter im […]

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