Die Küche des Siegers, 2. Viertelfinale: Sulu Köfte (türkische Frikadellen)

Angesichts der Leistungen, die beide Mannschaften gestern gezeigt haben, fällt es mir ein bisschen schwer hier von „Sieger“ zu reden. Das Rumgegurke läßt irgendwie den Wunsch nach einer Regeländerung aufkommen: Wenn es nach Verlängerung noch immer Unentschieden steht, scheiden beide Mannschaften aus!

Aber vergessen wir mal das fade Rumgekicke und widmen uns lieber schmackhafter türkischer Küche. Denn kochen können sie. 😉 Während der EM hatte ich ja schon einmal türkische Frikadellen gemacht und die waren auch recht lecker. Heute habe ich eine Variante mit Rindfleisch ausgesucht.

Und das Ergebnis? Nun, es passte irgendwie gut zum gestrigen Spiel der türkischen Manschaft. Denn zunächst wollte es nicht so recht gelingen. Die Klößchen sind im kochenden Wasser zerfallen. Ich hatte mich auch gewundert, dass kein Mehl oder Semmelmehl in die Masse sollte. Aber ich hab erstmal genau nach Rezept gekocht. Beim Probieren fehlte es mir irgendwie auch an Würze. Daher habe ich schnell nochmal nach dem Rezeptnamen gegoogelt und fand dann diese Version, die mir stimmiger schien. Natürlich war es jetzt zu spät, das noch komplett zu ändern. Aber etwas nachwürzen konnte ich und so habe ich 2 TL getrocknete Minze, den Saft einer halben Zitrone und einen EL Paprikamark in die Brühe gegeben und siehe da, das Ergebnis war sehr schmackhaft – man mag es kaum glauben, angesichts der zerfallenen Klößchen, die das Ganze nicht wirklich lecker aussehen ließen (wie man auf dem Bild rechts nur allzu gut sehen kann). Hm, eigentlich müsste man das Gericht umbenennen… weiß jemand was „Hackfleischsuppe“ auf Türkisch heißt? 😉

Egal, jedenfalls hatte ich das schon verloren geglaubte Spiel – genau wie die Türken – noch in letzter Minute rumreißen und zu einem guten Ende bringen können. Ich denke, das alternative Rezept werde ich bei Gelegenheit nochmal ausprobieren. Diese Version hier kommt dagegen in den (virtuellen) Papierkorb!

Zutaten für den türkischen Sieg
  • 1 l Wasser
  • 1 Möhre
  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 1 Eiweiss
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Tasse Reis
  • 2 grosse Kartoffeln
  • 150 ml Joghurt
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Mehl
  • Muskat

Möhre putzen, würfeln und in das kochende Wasser geben – gut salzen. Zwiebel sehr fein hacken oder reiben. Mit dem Rinderhack, dem Eiweiss, dem Tomatenmark, Salz, Pfeffer und dem Reis vermischen. Kleine Kugeln daraus formen und 10 Minuten im Salzwasser kochen. Die Kartoffeln schälen, würfeln und dazu geben. Den Joghurt mit Eigelb und Mehl verrühren und in den Sud geben. Weitere 7 Minuten köcheln lassen, mit etwas Muskat würzen und eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passt Weissbrot oder natürlich türkisches Fladenbrot.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Die Küche des Siegers, 2. Viertelfinale: Sulu Köfte (türkische Frikadellen)

Jürgen 21:43