Anatolische Küche: das „Gundi“ in Frankfurt

Es ist wohl gut fünf Jahre her, dass wir das „Gundi“ in der Leipziger Straße entdeckt und ausprobiert haben. Damals hatte es gerade neu eröffnet und das war natürlich ein Grund für einen Test. Es überzeugte uns gleich durch seine schmackhafte Küche und die günstigen Preise. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Gestern waren wir mal wieder mit einer kleinen Gruppe dort.

Von außen wirkt es erstmal nicht so richtig einladend. Die großen Glasflächen und die einfache Innenausstattung lassen einen eher an einen mittelmäßigen Dönerladen denken. Ist man aber erstmal drin, sieht die Sache anders aus. Das angenehme Licht und die in erdigen Tönen gestrichen Wände sorgen für eine angenehmes Ambiente. Der Holzkohlegrill ist durch Glasscheiben vom Gästebereich abgetrennt, so dass man den Köchen bei der Zubereitung der Grillgerichte zuschauen kann. Auch der Steinofen ist einsehbar und beides zusammen trägt zu der angenehmen Athmosphäre bei.

Die Bedienung ist meistens sehr freundlich und unaufdringlich – hin und wieder aber auch etwas unaufmerksam.  In der Küche wird flott gearbeitet und die Wartezeit bewegt sich fast immer im grünen Bereich – auch wenn der Laden voll ist.

Die Karte ist recht umfangreich und könnte aus meiner Sicht ein wenig reduziert werden. Manche Gerichte sind einander so ähnlich, dass man meint sie stehen nur deshalb drauf, damit die Seite voll wird. Völlig deplatziert fand ich das panierte Schnitzel mit Pommes, denn das würde ich jetzt nicht unbedingt der anatolischen Küche zuordnen.

Die Grillgerichte werden frisch zubereitet, wobei man, wie erwähnt, zuschauen kann. Ausgesprochen lecker ist der kalte Vorspeisenteller. Schon in der kleinen Ausführung reicht er zum Satt werden. Die große Ausführung sollte man tunlichst zu dritt oder viert essen, falls man noch einen Hauptgang wünscht. Ich hatte einen Lammspieß vom Grill. Dazu gab es Reis, eine gegrillte Tomate, die überraschend aromatisch war (das geht also auch um diese Jahreszeit), und eine ebenfalls gegrillte (und aromatische) grüne Spitzpaprika. Natürlich durfte eine Joghurt-Soße nicht fehlen und einen Beilagensalat gab es auch. Dieser war knackig und frisch und bestand nicht nur aus Salat, sondern enthielt auch Zucchini, Tomate und rote Zwiebeln. Das ganz mit einem schönen Dressing versehen. Das Fleisch war sehr gut gewürzt und perfekt gegrillt. Alle Stücke waren annähernd gleich groß und daher innen gleichmäßig rosa und saftig.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerding und das war der verwendete Knoblauch. Das war wohl kein frischer, sondern Knoblauchpulver o.ä. Das könnte man noch verbessern.

Auch die anderen Gerichte (z.B. Hackfleischspieß in einem Crepes-ähnlichen Fladen gewickelt oder Blätterteigtaschen mit Hackfleischfüllung) sahen lecker aus und waren es nach Aussagen meiner Begleiter auch.

Das Brot wird übrigens auch selbst gebacken – in dem oben erwähnten Steinofen -, kommt noch warm auf den Tisch und ist sehr lecker.

Ach ja, erwähnen sollte ich noch die sehr zivilen Preise: der kleine Vorspeisenteller kostet 6 €, der große 8 €. Der Lammspieß lag bei 12 € und war das teuerste Gericht an unserem Tisch.

Gundi Anatolische Küche

Leipziger Str. 85-87
60487 Frankfurt – Bockenheim
Telefon: (069) 70 01 61

Öffnungszeiten
Montag – Samstag: 09:00 – 23:30 Uhr
Sonntag: 10:00 – 23:00 Uhr

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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0 Kommentare zu “Anatolische Küche: das „Gundi“ in Frankfurt

  1. Zeit für einen Nachtest ;-). Immer wieder gut, das Gundi. Dieses mal reichte mir der große, kalte Vorspeisenteller vollkommen zum satt werden. Wieder sehr lecker das Ganze. Auch die übrigen „Tester“ waren höchst zufrieden mit ihrem Essen. Der Service war ebenfalls wieder ausgesprochen aufmerksam – „soll der Vorspeisenteller zusammen mit den anderen Hauptgerichten serviert werden oder als Vorspeise?“. Gut mitgedacht, denn natürlich wollte ich den Teller nicht vorab, sondern zusammen mit den anderen Hauptgängen. Und das Ganze für 10 Euro inkl. Trinkgeld – weiter so!

  2. Am 15.05.2010
    War dort mit meiner Freundin Döner Sandwich Essen.
    Bedienung läst zu wünschen übrig.
    Dann war da was undefinierbares Helles stück Knochen oder keine Ahnung was.
    Hatte es mitgeteilt dieser Bedienung, allerdings meinte Sie nur „das ist nun mal so beim Döner“ Auf jedenfalls werde ich dort nicht mehr essen gehen, auch nicht weiter empfehlen.

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Anatolische Küche: das „Gundi“ in Frankfurt

Jürgen 13:03