Hähnchencurry mit Ananas (Gaeng-Gai Sapparot)

Angesichts der eher trostlosen Obst- und Gemüseabteilung in meinem Toom-Markt hier, kann ich nicht immer das kochen, was ich gerne möchte. Zumindest nicht, wenn die Zutaten so exotische sind, wie Ananas oder Champignons. Ananas gibt es zwar meistens, aber nicht immer in der gewünschten Qualität und angegammelte Ware mag ich nun einmal nicht. Diesesmal hatte ich allerdings Glück, konnte die Dosenware links liegen lassen und eine schöne – wenn auch arg große – Ananas in den Einkaufskorb packen. Damit stand dem Hähnchencurry nichts mehr im Wege.

Und ich muss sagen: es schmeckt ja schon besser mit einer frischen, reifen Ananas.

Zutaten
  • 400 g Hähnchenbrust
  • 2 EL Öl
  • 200 g Ananas (geschält gewogen)
  • 4 – 5 Kaffir-Limonenblätter
  • 2 Zweige Thai-Basilikum
  • 2 Rote Peperoni
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 EL Rote Currypaste
  • 2-3 EL Fischsoße
  • 1-2 EL Palmzucker

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 25 Minuten

Zubereitung

Die Hähnchenbrust abspülen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Ananas
in 2 cm große Würfel schneiden. Den Basilikum waschen, abtrocknen, die
Blätter abzupfen und fein hacken. Peperoni halbieren, entkernen und in dünne halbe Ringe schneiden.

Die Currypaste im Öl in einem Wok unter Rühren bei mittlerer Hitze 1-2 Minuten braten. Das Hähnchenfleisch dazugeben und 2 – 3 Minuten weiterbraten.

Mit der Kokosmilch ablöschen. Ananas, Pepperoni, Fischsoße, Palmzucker und Zitronenblätter dazugeben. Aufkochen und auf kleiner Flamme 7 – 8 Minuten leise köcheln bis das Fleisch durchgegart ist. Den Basilikum unterrühren und eventuell noch mit etwas gemahlener Chili abschmecken.

Mit Duftreis servieren.

Nachtrag: beinahe hätte ich es vergessen. Die Limonenblätter werden im Originalrezept ganz fein geschnitten mitgekocht (dazu unbedingt vorher die Blattrippe entfernen). Das ist mir aber zu intensiv. Ich nehme lieber ein oder zwei Blätter mehr, koche sie im ganzen mit und entferne sie am Ende der Kochzeit wieder. Das gibt ein ganz feines, zitroniges Aroma.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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0 Kommentare zu “Hähnchencurry mit Ananas (Gaeng-Gai Sapparot)

  1. Das hört und schaut sich sehr gut an. Ananas gibt es hier öfter in guter Qualität, nur das Thai-Basilikum und die Kafir-Limonenblätter könnten zum Problem werden.
    Obwohl, ich wollte die Woche eh mal nach Stuttgart, da finde ich das bestimmt.

    Toom ist hier in der Stadt ein Baumarkt – bei euch gibt es da echt Gemüse?

  2. @Ecki: wenn du in Stuttgart einen asiatischen Lebensmittelladen findest, sollte das mit dem Basilikum und den Limonenblättern kein Problem sein. Auch den Palmzucker dürftest du dort kriegen (aber brauner Zucker tut es auch).
    Einen toom-Baumarkt haben wir hier auch. Dort gibt es manchmal tatsächlich auch Lebensmittel: Chips, Bier, Wein und Süßigkeiten an der Kasse. Aber ich war schon in dem Lebensmittelmarkt, obwohl der mittlerweile eher ein Gemischtwarenladen ist: Elektrogeräte, Klamotten, Spielzeug, Geschirr etc. Nur kein gescheites Gemüse und Obst. 🙁

  3. Wenn gerade keine Ananasschwemme herrscht, nehme ich ungezuckerte Ananas aus der Dose, die ist aber auch nicht überall zu bekommen. Die geht aber noch einigermaßen vom Geschmack. Naja, und es gibt auch mal eine frische Ananas, die wie ein Sack Stroh mit Zucker schmeckt …

    Kaffirlimonenblätter kann man gut einfrieren, deswegen kann man die auf Vorrat einkaufen. Unsere asiatischen Gemüsekrämer packen immer das, was sie nicht frisch verkaufen konnten, in ihre Tiefkühltruhe und verticken es dann noch gefroren. Nur nix verkommen lassen …

  4. @mipi & Barbara: ich habe ein ähnliches Rezept auch schon mit Dosenware gemacht. Ist zwar nicht so gut, aber wenn ich keine Lust habe umzudisponieren… dann siegt manchmal die Faulheit. 😉

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Hähnchencurry mit Ananas (Gaeng-Gai Sapparot)

Jürgen 17:19