Nachgebaut: Champignon-Ragout mit Cashewnüssen in Sahnesoße

Champignons in Sahnesoße sind jetzt nicht unbedingt ein Rezept, was bei mir auf dem Speiseplan auftaucht. Aber nachdem ich das mit den Cashew-Nüssen gelesen hatte, stand fest, dass ich es versuchen würde nachzukochen. Nun ist das mit dem Nachkochen eines Gerichtes nicht so ganz einfach, wenn man kein Rezept hat. Hier kam erschwerend hinzu, dass ich es noch nicht einmal selber gegessen oder auch nur gesehen hatte. Aber mit Martinas Beschreibung und nach einem kleinen Chat, war ziemlich klar in welche Richtung es geht – zumal es auch kein kompliziertes Gericht mit ellenlanger Zutatenliste ist.

Um ein Haar wäre es allerdings am Einkauf der Hauptzutat gescheitert. Wieder einmal waren Champignons Mangelware im Supermarkt. Aber eine Packung von diesen Riesenchampignons war noch da – es war wirklich die letzte. Okay, ich hätte lieber die braunen Champignons genommen, aber besser als nix.

Das Ergebnis war wirklich überraschend. Die Cashew-Nüsse machen da was völlig Neues draus. Und die anfänglichen Zweifel, ob 2 Personen von dieser Menge wirklich satt würden, schwanden beim Essen sehr schnell. Wir waren pappesatt hinterher!

Zutaten
  • 375 g Champignons
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 – 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 2 Zweige Thymian
  • etwas Weißwein
  • 200 ml süße Sahne
  • 50 ml Gemüsefond
  • 100 g Cashew-Kerne
  • Zitronenschale (von 1/2 Zitrone)
  • Salz, Pfeffer
  • 75 g Wildreis
  • 125 g Reis (Langkorn oder auch Basmati)

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 50 Minuten

Zubereitung:

Der Wildreis kocht sehr lange, daher diesen zuerst aufsetzen und nach Packungsanweisung kochen (dauert ca. 45 Minuten). Später den anderen Reis aufsetzen. Beide sollten zeitgleich fertig sein.

Die Cashewkerne in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten.

In der Zwischenzeit die Champignons putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebeln in feine Würfel schneiden und den Knoblauch fein hacken. Die Thymianblättchen von den Zweigen streifen und etwas hacken. In einem Topf die Butter zerlassen und die Zwiebeln anschwitzen, ohne dass sie Farbe nehmen. Den Knoblauch und die Champignons dazugeben und 1 Minute braten. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen und solange köcheln bis die Flüssigkeit verkocht ist. Mit Brühe und Sahne aufgießen. Thymian und Zitronenabrieb dazugeben und das Ganze ca. 15 Minuten auf kleinster Flamme köcheln lassen, so dass die Soße etwas sämig wird. Die Cashewnüsse zugeben, noch 2 Minuten ziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine Tasse oder kleine Schüssel erst etwas Wildreis geben, dann mit dem anderen Reis auffüllen. Das Ganze auf einen Teller stürzen und das Champignonragout dazugeben.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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0 Kommentare zu “Nachgebaut: Champignon-Ragout mit Cashewnüssen in Sahnesoße

  1. Nur beim Draufbeißen (zumindest war das im Original so). Jürgen hat in seiner Umgebung leider nur seltsame Läden: riesen Märkte mit Null Auswahl. Im Originalrezept wurden rohe (weiße) Cashews verwendet, er hat nur die fertig gerösteten (hellbraun) bekommen. Die sind nicht ganz so cremig (ein besserer Eindruck fällt mir da nicht ein) wie die anderen. Im Original wurden die auch nicht mitgekocht, sondern einfach nur aufgestreut, reichte aber für den besonderen „Kick“.

  2. @lamiacucina: Nein, die Nüsse gaben auch bei meinem Rezept keinen Geschmack ab. Aber ich habe sie auch nur ganz kurz mitziehen lassen.

    @Martina: die rohen Nüsse hätte ich wohl auch geröstet… ich mag das intensivere Aroma.

  3. Geröstet gehören sie ja auch (fettfrei in einer heißen Eisenpfanne). Aber eben nicht in Fett frittiert wie die Knabber-Cashews aus dem Snack-Regal.

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Nachgebaut: Champignon-Ragout mit Cashewnüssen in Sahnesoße

Jürgen 12:22