Rinderfilet mit Pfifferling-Sahnesoße, Borretschpesto und Kartoffelkroketten

Rinderfilet mit Pfifferling-Sahnesoße, Borretschpesto und Kartoffelkroketten

Manche Gerichte lesen sich gut, präsentieren sich dann beim Nachkochen aber eher als Enttäuschung. Dieses Gericht, das ich im Original bei lecker.de gefunden hatte, war zunächst ein solcher Fall. Irgendwie fand ich die Pfifferling-Sahnesoße enttäuschend und auch das Tomaten-Lauchzwiebel-Gemüse war eher lasch. Da half auch das perfekt gebratene Rinderfilet irgendwie nicht weiter. Zunächste versuchte ich die Sahnesoße etwas aufzupeppen und habe den Fleischsaft vom Filet hinzugegeben. Das half ein wenig, aber irgendwie war das ganze noch immer ziemlich langweilig. Etwas ratlos (und unter Zeitdruck, denn das Essen war ja so gut wie fertig) schaute ich mich in der Küche und im Kühlschrank um, ob mir noch irgendeine Zutat zur Hilfe eilen könnte. Dabei fiel mein Blick auf ein Glas Borretschpesto, dass ich vor kurzem geschenkt bekommen hatte. Ich hatte noch keine Zeit gehabt, um es zu probieren. Das holte ich jetzt nach. Es schmeckt nicht so intensiv wie ein Pesto mit Basilikum und ich konnte es mir sehr gut zum Rinderfilet vorstellen, da es eben nicht mit alles mit intensiven Basilikumgeschmack erschlägt. Und tatsächlich: Das war die Lösung! Das Pesto gab dem Gericht den fehlenden Pfiff. Der feine Borretschgeschmack passte nicht nur hervorragend zu dem Rinderfilet, er vertrug sich auch wunderbar mit dem Gemüse und den Pfifferlingen! Sobald ich mir das Rezept besorgt habe, wird es hier nachgereicht.

Update: Hier noch das Rezept für das Borretschpesto.

Zutaten
  • 150 g Pfifferlinge (frisch oder tiefgefroren)
  • 125 g Kirschtomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 250 g tiefgefrorene Kroketten (gerne natürlich auch selbstgemachte, frische)
  • 4 Thymianzweige
  • 2 Medaillons Rinderfilet (je 180 – 200 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Prise Zucker
  • 3 EL neutrales Öl
  • 150 ml Schlagsahne
  • 2 – 3 EL Borretschpesto
Zubereitung

Portionen: 2
Zubereitungszeit: 40 Minuten

Die Pfifferlinge gründlich waschen, putzen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.  Da ich tiefgefrorene Pfifferlinge hatte, ist dieser Arbeitsschritt entfallen. Man muss dann aber daran denken, die Pilze rechtzeitig aufzutauen – je nach Menge ein bis  Stunden vor Kochbeginn. Die Kirschtomaten waschen und ggf. halbieren (ich habe sie ganz gelassen). Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe von ca. 1 cm Dicke schneiden. Den Backofen vorheizen und die Kroketten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder einen Gitterrost geben. Nach Packungsanweisung – bei mir waren es 20 Minuten bei 220 Grad (Gas Stufe 4 – 5) – backen.

In der Zwischenzeit das Fleisch abspülen, gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen und auf beiden Seiten salzen und pfeffern. Die Medaillons mit Küchengarn in Form binden und dabei jeweils zwei Thymianzweige mit einbinden. Zwei Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und die Medaillons auf beiden Seiten jeweils 2 Minuten bei starke Hitzen kräftig anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, in Alufolie einwickeln und die letzten 15 Minuten zu den Kroketten in den Ofen geben.

Die Pfifferlinge in der gleichen Pfanne ca. zwei Minuten anbraten, salzen, pfeffern und mit der Sahne ablöschen.  Das Ganze 6 – 7 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Inzwischen das restliche Öl in einer weiteren Pfanne erhitzen. Die Tomaten und Frühlingszwiebeln hineingeben, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und 3 – 4 Minuten auf kleiner Flamme braten.

Das Fleisch nach 10 Minuten aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Aus der Alufolie nehmen und den ausgetretenen Fleischsaft zu den Pfifferlingen geben. Das Küchengarn und die Thymianzweige entfernen und mit den Kartoffelkroketten, dem Gemüse und der Pfifferling-Sahnesoße auf vorgewärmten Tellern anrichten. Auf jedes Medaillon einen guten Esslöffel Borretschpesto geben und sofort servieren.

Als Getränk gefiel mir ein kräftiger Rheingauer Riesling sehr gut dazu. Ein nicht zu schwerer Rotwein passt aber auch.

Jürgen
Kocht gerne und fast täglich. Probiert oft Neues aus. Wenn’s sein muss, auch mal aus der Convenience-Food-Abteilung (aber wirklich nur gaaanz selten), was dann auch regelmäßig hier verbloggt wird.
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Rinderfilet mit Pfifferling-Sahnesoße, Borretschpesto und Kartoffelkroketten

Jürgen 20:46