Krabben-Frikadellen auf Gurken-Koriander-Salat

Das Rezept klingt sehr interessant. Kleine Krabbenkuchen, die auch kalt gegessen werden werden können. Dazu ein Gurken-Sellerie-Salat hört sich auch gut an. Schöne Sommerküche. Bei dem Rezeptlesen kamen allerdings leichte Zweifel ob man mit Mayonnaise ein Bratgut abbinden kann. Enthalten Krabben irgendwelche Klebestoffe, die auf zauberhafte Weise, das Ganze zusammenfügen? Ich habe das Rezept auch erst mal so nachgekocht. Ich weiss nicht warum, manchmal setzt eben auch der Kochverstand aus, der mir sagen hätte müssen, mit Mayonnaise kann man auch Krabbenfrikadellen nicht abbinden. Und es kam, wie es kommen musste, beim  Drehen der Küchlein geschah die Katastrophe, sie zerfielen in ihre einzelne Bestandteile. Also gab es einen zweiten Anlauf. Den Rest der Masse habe ich nochmal ausdrückt und dann mit einem Ei abgebunden. Diesmal stimmte das Ergebnis und es kamen kleine Krabbenküchlein heraus. Sehr lecker. Ich hätte auch gleich sorgfältig die Internetseite vom Weingut Beringer und das Rezept von Laurie Hooks lesen sollen und somit wäre mir das kleine „Kitchenchaos“ erspart geblieben, denn sie schreibt: “Without the egg, pay careful attention that ingredients are binding together as needed: Pinch the crab mixture together with 3-4 fingers“. Ach, das Curry-Öl das sie noch über diese köstlichen Krabbenteilchen gibt, war mir wirklich zu aufwendig.

Zutaten
  • Für die Krabbenküchlein
  • 250 gramm Krabbenfleisch
  • ½ rote Paprikaschote
  • 2 Esslöffel Mayonnaise
  • 1 Ei
  • 2 Esslöffel Paniermehl
  • 1 Esslöffel frisch gehackte Petersilie
  • 1 Esslöffel frischer Schnittlauch auch gehackt
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Peffer und Salz
  • Für den GurkenKoriander-Salat
  • 1 kleine Salatgurke, wenn man eine Biogurke nimmt kann man diese ohne schälen
  • verwenden
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 8 Zweige Koriander
  • 2 Esslöffel weißer Balsamico
  • 1 Teelöffel Dijon Senf
  • 2 Esslöffel Olivenöl
Zubereitung

Den Staudensellerie bei Bedarf von den harten Fasern befreien. Das stellt man fest, wenn man mit dem scharfen Küchenmesser, wie bei Spargel einschneidet und dann Fäden zieht, bekommt man keine um so besser. Die Gurke und den Staudensellerie in feine ca. 3 cm lange  Streifen schneiden,. Den Essig mit dem Senf und dem kleingehackten Koriander mixen. Über den Gurken-Staudensellerie-Salat geben und ziehen lassen.

Für die Krabbenküchlein

Die Paprikaschote in kleine Würfel schneiden. Das Krabbenfleisch ebenfalls fein hacken und beides zusammen mit einem Küchentuch ausdrücken.. Jetzt beschreibe ich die weitere Zubereitung, ohne die Mayonnaise. Alle Zutaten in Schüssel geben, das Ei unterheben und zu einem Teig kneten. Es kann sein, dass man hier die Mengen etwas verändern muss, aber ich ich hatte mich in Treu und Glauben an die amerikanische Küchenverfassung gehalten, Also auf jeden Fall die Mayonnaise weglassen und Ei nach Bedarf zugeben. Den Krabbenteig kneten, in Form bringen und von beiden Seiten 2 Minuten braten. Nach dem Küchenunfall mit den den fast zerfallenenden Frikadellen, war der der zweite Durchgang sehr gelungen. Und dieser Gurken-Sellerie-Salat ist wirklich auch lecker. So rechte Sommerküche!

Gargantua
Meidet Tütensuppen und Dosenchampignons. Ansonsten ist (fast) jeder Fisch willkommen, wenn er sich in der Pfanne ordentlich benimmt.
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0 Kommentare zu “Krabben-Frikadellen auf Gurken-Koriander-Salat

  1. Danke für das Rezept. Werde ich an dem Wochenende als Koriander-Fan ausprobieren!
    Übrigens, wer partout keinen Koriander mag (soll es ja geben…) kann als Ersatz Kerbel nehmen und ggf. mit etwas Minze mischen.

  2. @Gargantua: Uh, ja, Mayonnaise für die Bindung klingt sehr seltsam. Davon abgesehen liest sich das ganze aber sehr lecker. Was mich noch interessieren würde: wie geht das Curry-Öl?

    @Severin: das mit dem Kerbel als Korianderersatz ist eine gute Idee. Das muss ich direkt mal ausprobieren. Gerade im zeitigen Frühjahr ist frisches Koriandergrün nur schwer zu kriegen. Aber der Kerbel ist dann schon soweit.

  3. @severin: Ich stimme Jürgen zu. Das mit Kerbel zu machen, ist eine gute Idee.
    @Jürgen: Das Curry-Oel. Laurie Hooks empfiehlt das 6 Stunden vorher anzusetzen.
    Die Zutaten:
    1/2 Tasse Maisöl
    1/2 Teelöffel gehackte Schalotten
    1/8 Teelöffel gehackten Knoblauch, für uns ungewohnte Mengenangaben
    1 Esslöffel Currypulver
    Salz
    Die Schalotten und den Knoblauch in einem Esslöffel Maisöl 5 Minuten anbraten. Das Currypulver und das Salz zugeben und 20 Sekunden weiterrösten. Die Hälfte des verbliebenen Öles zugeben, kurz erhitzen und dann das restlich Öl zugeben. Anschliessend 10 Sekunden in den Mixer geben. Kühl stellen für 4-6 Stunden. Bei Bedarf durch ein feines Sieb.geben.

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Krabben-Frikadellen auf Gurken-Koriander-Salat

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